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Jetzt muss der FC den Kader verkleinern

Jetzt muss der FC den Kader verkleinern

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Sechs Spieler hat der 1. FC Köln zur neuen Saison verpflichtet und damit seine Transferplanungen abgeschlossen. Zumindest auf Seiten der Zugänge. Derweil haben bislang sechs Spieler die Geissböcke verlassen. Dabei soll es aber nicht bleiben. Weitere sechs Spieler könnten noch folgen, um den Kader zu verkleinern. Ein Ziel, das Sportchef Armin Veh und Trainer Achim Beierlorzer bekanntlich ausgegeben haben.

Köln – Sebastian Bornauw, Kingsley Ehizibue, Julian Krahl, Kingsley Schindler, Ellyes Skhiri und Birger Verstraete heißen die Neuzugänge für die kommende FC-Saison. Dazu stießen mit Darko Churlinov, Noah Katterbach und Ismail Jakobs drei Talente aus dem Nachwuchs zu den Profis. Neun neue Gesichter also, für die im Kader Platz gemacht werden musste und noch immer gemacht werden muss.

Bislang gingen Serhou Guirassy und Tim Handwerker, dazu wurden die Verträge von Johannes Geis und Matthias Lehmann nicht verlängert. Überdies wechselten Tomas Ostrak und Jan-Christoph Bartels auf Leihbasis. Auffällig: Keinen einzigen Leistungsträger der letzten Saison musste der FC ziehen lassen. Auffällig aber auch: Wären alle Profis gesund, stünden aktuell 29 Feldspieler und vier Torhüter im Trainingsbetrieb. Zu viele für Achim Beierlorzer, weshalb bereits Nikolas Nartey und Jannes Horn in die U21 versetzt wurden und der Trainer nach der Verpflichtung von Bornauw offen erklärte: „Jetzt geht es auf die andere Seite. Wir müssen den Spielern, die weniger Spielzeit bekommen werden, helfen, einen vernünftigen Verein zu finden.“ Insbesondere geht es um sechs Spieler:

Was wird aus diesen Spielern?

Matthias Bader (Vertrag bis 2021): Der Rechtsverteidiger hat sich in der zurückliegenden Vorbereitung in Beierlorzers Blickfeld gespielt. „Egal, ob Matthias links oder rechts spielt: Ich finde, er macht das sehr, sehr gut und wirkt extrem stabil“, sagte der FC-Coach nach dem Test in Southampton. Dennoch ergänzte er: „Die Frage bleibt immer noch: Wie kommt er ans Spielen? Wir sind total überzeugt von ihm, aber junge Spieler entwickeln sich nur durch Spielzeit weiter.“ Ein Leihgeschäft zeichnete sich zuletzt jedoch nicht ab, zudem wurde Bader in der Vergangenheit nicht in die Kölner U21 versetzt. Warum, ist unklar. Das Talent soll gefördert werden, dafür aber müsste ein anderer Verein her, um ihn für die kommende Saison aufzunehmen. Danach sieht es aktuell noch nicht aus.

Niklas Hauptmann (Vertrag bis 2023): Zwei Tore in der U21 waren für den 3,4-Millionen-Mann aus Dresden ein bisschen Balsam für die Seele. Aktuell hat er praktisch keine Chance bei den Profis, null Einsätze in den letzten drei Tests sprechen eine deutliche Sprache. Der 23-Jährige könnte sich wie Bader ausleihen lassen, doch auch um ihn war es auf dem Transfermarkt zuletzt sehr ruhig. Findet sich kein Klub für die kommende Saison, könnte ihm ein frustrierendes Jahr ohne viel Spielpraxis bevorstehen – oder mit regelmäßigen Einsätzen in der U21, was nicht der Anspruch des zentralen Mittelfeldspielers wäre. Die Konkurrenz bei den FC-Profis erscheint aktuell zu groß. Auch für ihn gilt: Er braucht Spielpraxis, ansonsten droht er zu stagnieren.

Nikolas Nartey (Vertrag bis 2020): Bei Nartey ist die Situation anders. Armin Veh bestätigte in Kitzbühel, dass der Däne ein Angebot zur Vertragsverlängerung des FC abgelehnt hat. Die Geissböcke wollen sich nicht mehr bewegen. Die Ansage ist klar: Entweder Nartey verlängert zu den vorgelegten Konditionen und lässt sich anschließend ausleihen oder er verlässt den FC im Sommer 2020 ablösefrei nach einem weiteren Jahr in der U21. Eigentlich dürfte dies nicht der Wunsch der Kölner sein, doch für eine Einigung braucht es immer alle Parteien. Welche Rolle Narteys Berater in alldem spielt, ist unklar. Klar ist hingegen, dass der Spieler überaus enttäuscht war, selbst am Ende der letzten Saison keine Spielminuten in Liga zwei bekommen zu haben.

Jannes Horn (Vertrag bi 2022): Spielminuten in Liga zwei bekam auch Jannes Horn in der Rückrunde nicht mehr. 13 der 17 Partien saß er auf der Tribüne. Zuletzt bahnte sich ein Wechsel nach Hannover an, Horn stand schon nicht mehr im Kader der U21 gegen Bergisch Gladbach. Doch der Wechsel hängt an einem anderen Transfer: 96 will erst den Verkauf von Miiko Albornoz nach Griechenland unter Dach und Fach bringen. Dann soll Horn kommen. Alles also nur noch eine Frage der Zeit? Horn scheint jedenfalls der wahrscheinlichste und zeitnächste Abgang beim FC zu werden.

Salih Özcan (Vertrag bis 2020): Ob auch Salih Özcan nach Hannover wechseln wird, ist nicht klar. Sicher ist, dass Hannover noch auf mehreren Positionen einkaufen will, und das möglichst zeitnah. Ein Außenstürmer soll am Donnerstag unterschreiben, dazu soll neben Albornoz auch Walace gehen. Der Sechser wurde am Mittwoch freigestellt, um bei Udinese Calcio seinen Medizincheck zu absolvieren. Es ist zu erwarten, dass 96 auf dieser Position aktiv wird, sobald der Deal durch ist. Dies könnte schon Ende dieser Woche der Fall sein. Für Özcan gilt also ähnliches wie für Horn.

Frederik Sörensen (Vertrag bis 2021): Und dann wäre da noch Sörensen. Der Däne ist nach der Bornauw-Verpflichtung nur noch die Nummer fünf in der Kölner Innenverteidigung. Doch über seinen Abgang wird nun schon seit über einem Jahr spekuliert, ohne dass sich tatsächlich etwas tun würde. Woran es wirklich hakt, ist nicht bekannt. Sicher ist nur: Sörensen verfügt beim FC über einen gut dotierten Vertrag, den er in seiner jetzigen Situation so wohl nirgends noch einmal bekommen würde. Entsprechend schwierig ist die Situation für den 27-Jährigen. Nicht ausgeschlossen, dass Sörensen auch in der kommenden Saison weiter im FC-Kader stehen wird. Wenn auch nur höchst selten – wenn überhaupt – im Trikot auf dem Rasen.

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