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DFB-Pokal in Saarbrücken: Das Warten geht weiter

In der zweiten Runde des DFB-Pokals trifft der 1. FC Köln bekanntlich auf den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Doch wo die Partie Ende Oktober ausgetragen werden soll, ist auch mehr als drei Wochen nach der Auslosung noch nicht endgültig geklärt. 

Köln/Saarbrücken – Der Jubel beim 1. FC Saarbrücken war nach der Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokals groß. Nicht nur, dass der Regionalligist mit einem 3:2-Erfolg über den SSV Jahn Regensburg überhaupt die erste Runde überstanden hatte. Mit dem 1. FC Köln zog die Mannschaft von Ex-FC-Kapitän und dem heutigem FCS-Trainer Dirk Lottner ein attraktives Los mit Zuschauergarantie. Eintrittskarten für die Partie am 29. Oktober um 18.30 Uhr konnten bislang aber noch für keine der beiden Fanlager in den Verkauf gehen.

Fehlendes Flutlicht in Völklingen

Denn bekanntlich kann das Duell nicht im heimischen Saarbrücker Stadion ausgetragen werden. Der Ludwigspark wird aktuell umgebaut und erst wieder ab dem Sommer 2020 Spielstätte der Saarländer sein können. Zur Zeit tragen die Saarbrücker ihre Heimspiele im benachbarten Hermann-Neuberger-Stadion des SV Röchling Völklingen aus. Da das Stadion aber nicht über eine ausreichende Flutlichtanlage für ein Abendspiel mit Fernsehübertragung verfügt, suchen die Verantwortlichen des 1. FC Saarbrücken derzeit nach einer Lösung.

Doch diese ist auch mehr als drei Wochen nach der Auslosung noch nicht gefunden. Feststeht bislang lediglich, dass die Saarländer ihr Bundesland nicht verlassen wollen. „Wir stehen zur Aussage unseres Präsidenten Hartmut Ostermann, dass dieses Spiel im Saarland ausgetragen werden wird“, erklärte FCS-Geschäftsführer David Fischer kürzlich der Saarbrücker Zeitung. Demnach warte man derzeit noch auf die Rückmeldung eines Dienstleisters. Möglich, dass es sich bei diesem Dienstleister um das Unternehmen handelt, welches das geforderte zusätzliche Flutlicht stellen soll. Die dabei entstehenden Kosten von knapp 100.000 Euro würden in diesem Fall durch den Verteilungsschlüssel des DFB von beiden Vereinen übernommen werden.

Entscheidung zeitnah erwartet

Allerdings lässt nicht nur das fehlende Flutlicht Zweifel an der Tauglichkeit des Hermann-Neuberger-Stadions aufkommen. Zwar zählt das Stadion zum viertgrößten des Saarlandes, die zur Verfügung stehenden 6800 Plätzen könnten aber wohl alleine die Gäste aus Köln ausfüllen. Zudem zeigte das abgebrochene Regionalliga-Spiel zwischen dem FCS und der TSG 1899 Hoffenheim II am vergangenen Wochenende sicherheitstechnische Mängel in Völklingen auf, als drei Fans bei starkem Regen in einen mit Bodengittern gesicherten Schaft abrutschten und sich verletzten. „Der Bereich ist ja jetzt abgesperrt, darum sollte das kein Problem sein, wenn Völklingen die Spielstätte werden sollte“, sagte Fischer der Zeitung. Zu den möglichen Alternativen zählen nach wie vor die Stadien in Homburg und Elversberg. Das Waldstadion in Homburg fasst immerhin 16.488 Zuschauer. Das Waldstadion Kaiserlinde in Elversberg bietet Platz für 10.000 Fans. Beim 1. FC Köln erwartet man nach GBK-Informationen in den nächsten Tagen eine Entscheidung aus Saarbrücken.

3 Kommentare
  1. OlliW says:

    Aus der Ferne betrachtet ist es doch am sinnvollsten, dahin zu gehen, wo mehr Zuschauer Platz haben. Also Homburg oder Elversberg. Es fahren bestimmt 3 oder 4 Tausend Kölner dahin. Und im Südwesten gibt es auch noch FC Fans. Wieso sollte man in Völklingen spielen, wo man sich als Zuschauer verletzen kann, kein 7 Tausend reingehen und dann noch 50.000 pro Club für eine verdammte Flutlichtanlage anfallen?!

    • Benedikt Scheiner says:

      Es ist von einem „Verteilungsschlüssel“ die Rede. Ich denke mal, dass nicht 50:50 geteilt wird. Habe was gefunden, wo Jena gegen Stuttgart im Pokal auch mal eine mobile Anlage aufgestellt hat, da hat Jena bzw. die Stadt 3/4 übernommen.

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