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Volles Risiko? Der Sieger wird der Gewinner des Spieltags


Der 1. FC Köln gegen Hertha BSC – der Sieger der Partie am Sonntag um 18 Uhr wird der Gewinner in der zweiten Tabellenhälfte der Bundesliga. Alle direkten Konkurrenten haben verloren. Mit drei Punkten können sich Köln oder Berlin ins Mittelfeld der Tabelle katapultieren. Wie viel Risiko wird Achim Beierlorzer bereit sein dafür zu gehen?

Köln – „Wir sind weit davon entfernt zu sagen: Wir müssen gewinnen“, sagte Achim Beierlorzer am Freitag. „Aber wir wollen gewinnen.“ Nach den Ergebnissen vom Freitag und Samstag umso mehr, denn alle Tabellennachbarn haben gepatzt. Paderborn bot Bayern zwar Paroli, verlor aber. Mainz unterlag Wolfsburg, Union gegen Frankfurt, Augsburg gegen Leverkusen, Hoffenheim gegen Gladbach.

Kurios: Bis zum Abendspiel zwischen Dortmund und Bremen (2:2) gab es ausschließlich Auswärtssiege. Am Sonntag soll dies zumindest im Abendspiel anders werden. Der 1. FC Köln will drei Punkte. Mit dann sechs Zählern stünden die Geissböcke je nach Ausgang der Partie Düsseldorf gegen Freiburg entweder auf Rang elf oder zwölf. Sechs Punkte nach sechs Spielen – das würde sich im Falle eines Sieges gegen Hertha BSC viel entspannter lesen als die bisherigen drei Zähler bei schon vier Niederlagen.

Wohin mit Drexler?

Dafür, hat Beierlorzer angekündigt, wollen die Kölner wieder so mutig auftreten wie gegen Dortmund und gegen die Bayern. Doch wird sich dies auch in der Aufstellung widerspiegeln? Angefangen mit der Frage nach Rafael Czichos in der Defensive muss der FC-Coach Lösungen finden für die Rechtsverteidiger-Position, für die Rolle des zweiten Sechsers neben Ellyes Skhiri, für die beiden Außenpositionen und für die zweite Stürmerposition neben Jhon Cordoba. Diverse Fragezeichen also vor dem Hertha-Spiel.

Da ein Einsatz von Czichos kaum wahrscheinlich ist, dürfte Jorge Meré ins Zentrum neben Sebastiaan Bornauw rücken und Matthias Bader nach rechts hinten. Florian Kainz machte seine Sache gegen die Bayern gut, weshalb ihm ein Platz auf links im Mittelfeld eigentlich zustünde. Doch wohin dann mit Dominick Drexler? Überzeugen konnte der unkonventionelle Offensivspieler und laufstarke Arbeiter bislang noch zu selten, doch verzichten wollte Beierlorzer bislang nicht auf den 29-Jährigen. Aber ob der Kölner Trainer wagt, ihn statt Marco Höger neben Skhiri ins Zentrum zu stellen? Oder nach rechts und dafür Louis Schaub und Kingsley Schindler nur auf der Bank zu belassen?

Aufstellung als Zeichen ans Team?

Sicher scheint, dass Anthony Modeste nach seiner Pause in München wieder von Beginn an ran darf. Der Franzose brennt auf sein erstes Heimtor in dieser Saison, genauso wie Cordoba, der in München mehrere gute Chancen liegen ließ. Simon Terodde dürfte wieder als Joker zum Einsatz kommen. Beierlorzer wird eine offensive Aufstellung wählen, so viel scheint sicher. Der FC-Trainer bevorzugt, bereits mit seiner Startelf der Mannschaft ein Signal für den Spielverlauf zu geben. Ob es gegen Hertha gelingt?

So könnte der Effzeh auflaufen: Horn – Bader, Bornauw, Meré, Hector – Schaub, Höger, Skhiri, Kainz – Cordoba, Modeste

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