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Beierlorzer: „Der Verein muss jetzt entscheiden“

Der 1. FC Köln hat die Partie und Achim Beierlorzer sein vermeintliches Endspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Freitagabend verloren. Der dramatische Höhepunkt ereignete sich in der siebten Minute der Nachspielzeit, als die TSG einen Elfmeter per Videobeweis zum 2:1 verwandelte. Nach der Partie gab der Verein zudem bekannt, den Vertrag mit Geschäftsführer Armin Veh einvernehmlich aufgelöst zu haben. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Timo Horn: „Es ist einfach nur Leere in mir. Es tut mir unheimlich Leid für die Jungs, die Mannschaft und den ganzen Verein, dass wir heute nichts Zählbares mitgenommen haben. Es ist unglaublich, wenn wir etwas verdient gehabt hätten, dann heute. Es wird die ganze Saison schon so viel gegen uns entschieden. Es kommt in so einer Situation alles zusammen. Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen und das haben die Fans auch gesehen. Was jetzt mit dem Trainer passiert, entscheidet der Verein. Wir haben immer Gas gegeben und versucht, alles umzusetzen was der Trainer uns mit an die Hand gegeben hat. Die Bereitschaft bei jedem einzelnen ist immer da gewesen.“

Dann kann man auf die Fresse kriegen

Simon Terodde: „In dieser Saison hatten wir noch kein Glück mit dem Videobeweis. Es ist schon echt hart, wenn so ein Verein wie die große TSG Hoffenheim dann bei uns im Stadion jubeln darf. Das tut weh. Wir hätten vielleicht das 2:0 nachlegen können in der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit fängt dann denkbar unglücklich an. Wir haben uns dann wieder gefangen und hatten selbst den Lucky Punch auf dem Fuß. Wenn man dann so verliert, ist das extrem bitter. Auf das ganze Team ist sehr viel eingeprasselt in der letzten Woche. Es ist beeindruckend, wie wir uns trotzdem heute präsentiert haben. Ohne die Fans werden wir die Liga nicht halten. Die Reaktion war absolut positiv und das müssen wir mitnehmen. Man kann auf die Fresse kriegen, wenn man in Saarbrücken rausfliegt und in Düsseldorf verliert. Aber wenn man heute gesehen hat, wie wir agiert haben, sollten wir alle ein bisschen runter fahren, uns sammeln und in den nächsten Wochen punkten. Jeder hat gemerkt, dass es knallhart gegen den Abstieg geht. Wir müssen das jetzt erstmal verarbeiten.“

Alfred Schreuder: „Wir sind glücklich über den Sieg und freuen uns sehr. Das Wort Glück kann man heute auch benutzen, wenn man das Spiel so gewinnt. Man muss ehrlich sein, dass Köln auch den Siegtreffer hätte erzielen können. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit viele Probleme. Wir haben versucht, in der zweiten Halbzeit umzustellen und sind etwas höher angelaufen. Die zweite Hälfte haben wir gut im Griff gehabt und sind ballsicher gewesen. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird und das ist auch so gewesen.“

Ich stelle mich der Entscheidung

Achim Beierlorzer: „Das ist ein extrem bitteres Ende für uns, weil die Mannschaft mehr als ein 1:2 verdient gehabt hätte. In der ersten Halbzeit ist alles aufgegangen. Obwohl wir es in der Pause angesprochen haben, ist es ärgerlich, dass wir so lange gebraucht haben, um uns auf die Umstellung von Hoffenheim eingestellt haben. Die Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben. Dieser Videobeweis trifft uns zum x-ten Mal gegen uns. Es ist momentan wirklich sehr bitter, mit welchen Nackenschlägen die Mannschaft umgehen muss. Wir haben heute ein sehr ordentliches Spiel gegen eine starke Hoffenheimer Mannschaft gemacht. Das haben auch die Fans gesehen und honoriert. Sie haben ein tolles Gespür dafür, was die Mannschaft geleistet hat. Über die Entscheidung von Armin Veh und dem Verein muss ich mir erstmal meine Gedanken machen. Wir werden sehen, was in den nächsten Tagen passiert. Ich stelle mich der Entscheidung. Wir haben zu wenig Punkte, das weiß ich. Der Verein muss jetzt die Entscheidung treffen, ob die Leistung ausgereicht hat.“

13 Kommentare
  1. Holger says:

    Sehr richtig, die Fans haben ein feines Gespür für die Leistung und auch für die Einstellung der Mannschaft.
    Die Einstellung war Top und die Leistung eine Steigerung.
    Aber leider 3 Spiele zu spät und der Akku war zu schnell leer und beides kann man nur zum Teil den Spielern ankreiden.
    Sie haben heute eine sehr gute Reaktion gezeigt.

    • Ali Perez says:

      Ich gebe dir recht, dass die Mannschaft wollte. Und sie hat garantiert nicht gegen den Trainer gespielt. Aber das Zusammenspiel war wiedermal eine Katastrophe. Ein Fehlpass nach dem anderen. Man hat seit Wochen das Gefühl, dass die Mannschaft zum ersten Mal zusammen spielt. Da werden Pässe sehenden Auges zum Gegner gespielt. Mal ganz abgesehen davon, dass wir meist ultra langsam kombinieren, weil die Ballbehandlung und -mitnahme holpig ist. Skhiri hatte gefühlt 3 Stunden Zeit einen Pass zu spielen und spielt ihn zu einem Hoffenheimer, der den Ausgleich einleitete; Wahnsinn!. Vielleicht hast du recht und der Akku war nach 45 Minuten alle, aber warum hat der junge Jakobs bis zum Ende sehr souverän gewirkt und immer die Wege nach vorne und nach hinten mitgemacht. Wenn das heute Beierlorzers Endspiel war, dann wird es ein Stöger 2.0 nicht geben. Folgerichtig!

  2. Holger says:

    Wie der Express richtig anmerkt….
    Mit einem Schnitt von 0,7 Zählern pro Bundesliga-Spiel war Beierlorzer vor der Partie gleichauf mit Marcel Koller und Uwe Rapolder, die bislang den schlechten Punkteschnitt aller FC-Trainer hatten. Der geht nun weiter in den Keller, Samstag droht die Rote Laterne!
    Trotzdem habe ich das komische Gefühl, dass der Trainer bleibt :-)

  3. Immerfc says:

    Sorry gerd das sehe ich anders, jetzt haben die jungs mal 45 min gas gegeben , in der 2ten hatte ich das gefühl wir bekommen konditionsprobleme… ich habe keine spielzüge laufwege die einstudiert waren gesehen , zudem ist das für jetzt 3 monate viel zu wenig…

  4. Franz-Josef Pesch says:

    Ich habe mehrmals gesagt das die Mannschaft des FC meiner Meinung nach konditionelle Defizite hat. Dafür wurde ich häufig angegriffen. Es wurden mehrere Punkte zum Ende der Spielzeit durch Konditionsmängel und Unkon-
    zentriertheit abgegeben.

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