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Jetzt weiß Markus Gisdol, wie viel Arbeit auf ihn wartet

Wenn Markus Gisdol in seiner ersten Woche als Trainer des 1. FC Köln zwischenzeitlich gehofft haben sollte, dass beim FC alles nur halb so wild sein könnte, wurde er am Samstagabend eines Besseren belehrt. RB Leipzig überrollte den FC in der ersten Halbzeit und offenbarte alle Probleme, die den Geissböcken schon in den Spielen zuvor das Genick gebrochen hatten. Alter Wein in neuen Schläuchen also – doch das muss sich schleunigst ändern.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Horst Heldt sprach von „nicht den schönsten Erkenntnissen“, die der neue Sportchef ebenso wie der neue FC-Trainer aus dem 1:4 in Leipzig mitnehmen konnten. Er und Markus Gisdol mussten mitansehen, wie die Mannschaft im Defensivverbund wieder einmal in sich zusammenfiel. Jede Stabilität fehlte, dazu jede Konzentration in den entscheidenden Momenten. Gisdol hatte versucht mit einfachen Vorgaben und dem Personal aus den guten, alten FC-Zeiten für mehr Sicherheit und Erfahrung auf dem Platz zu sorgen. Doch er wurde enttäuscht.

Der 50-Jährige dürfte in den 90 Minuten schneller als gedacht erfahren haben, dass die „Klasse von 2017“ nicht mehr die Lösung sein kann. Die Spieler von einst, die heute noch immer einen zentralen Teil des Kaders ausmachen, konnten vor zwei Jahren keinen Abstiegskampf und können ihn auch heute noch nicht. Das muss eine der traurigen, aber ehrlichen Lehren aus dem Spiel in der Red Bull Arena sein. Insofern war die Partie in Leipzig eine schmerzvolle, aber womöglich deutliche und unmissverständliche Erfahrung.

Die harte Wahrheit: defensiv und offensiv ohne Plan

Dass Gisdol Veränderungen wird anstreben müssen, zeigte das Spiel am Samstag in allen Facetten. Der FC besitzt keine stabile Defensive und keinen Plan für die Offensive – weder bei kontrolliertem Spielaufbau noch beim Konterspiel. Kaum ein Ablauf stimmt. Während die Mitaufsteiger aus Paderborn und Berlin die großen Mannschaften aus Dortmund und Mönchengladbach ärgern können, sich in die Liga gebissen haben und vor allem Union zeigt, wie gepflegter Konterfußball gespielt wird, bezeichnete Jonas Hector das FC-Spiel am Samstag zurecht als „strukturlos“ und „blind“. Klarere Worte sind nicht nötig, um aufzuzeigen, wie viel Arbeit auf Markus Gisdol nun wartet.

Dass die Arbeit schnell Früchte tragen muss, ist ebenso klar. Horst Heldt warnte nach der Pleite in Leipzig, dass der FC aufpassen müsse, im Abstiegskampf nicht abreißen zu lassen. Köln muss dran bleiben. Dafür aber bedarf es zweier guter Spiele gegen den FC Augsburg und gegen Union Berlin. Diese beiden Partien werden die Richtschnur sein für Gisdol und seine Arbeit. Der FC hat keine Zeit mehr zu verlieren. Nein, Endspiele müssen keine ausgerufen werden. Aber der FC muss seine zahlreichen Probleme schnellsten in den Griff bekommen. Ansonsten gehen die Geissböcke auch gegen Augsburg und Union baden.

44 Kommentare
  1. Max Moor says:

    Der Trainer ist nicht schuld sondern die Spieler ! ! ! Die können einfach nicht mehr und ein Holger kritisiert immer nur ein Modeste . . der bekommt Grad mal ein Guten Ball vom Risse und sonst Stillstand. Ehizibue wieder mit Elfer ….Bournauw wird überannt. . Hector mit vielen fatalen Fehler. .Kainz mit Null Leistung .. Höger …Horn … 2 Spieler zeigten ordentliche Leistung und der Rest Glatt 6 !

    • Boom77 says:

      Du bist ja echt ein Wirtschaftsexperte. Weil man bestehende Verträge einfach so aufkündigen kann. Achja, und natürlich bekommt der FC für jeden gekündigten Vertrag automatisch 2 Mio. vom DFB, weitere 2 Mio. von der Liga und weitere 4 Mio. von der Fifa überwiesen und mit diesem Geld kann man dann munter neue Spieler kaufen. Du bist wirklich ein Trottel!

  2. Max Moor says:

    Schmitz . Bader . Koziello . Höger . Merè . Hauptmann , Clemens ? Risse ? Kessler Horn ??? Katterbach … Jacobs ist viel besser ! Skhiri bringt auch nix …Ehizibue muss sich besser verhalten ….nur schnell reicht nicht . . Kainz …schwach Hector auch bei Köln immer schwach . . Es sind zu viele :-(

    • Ankerdensin says:

      Verein auflösen. Aber vorher noch mit dem Hammer aufs Personal hauen. So geht Motivation und Lösingsfindung. Gut das Sie nicht Entscheidungsträger sind.
      Es gilt 2 Jahre Veh und die „Arbeit“ von 2 Trainern aufzuarbeiten. Mit bestehendem Spielerpersonal. That‘s it.

  3. Max Moor says:

    PS : Es zählen bis zum Nikolaus nur noch 2 Siege / Augsburg , Union ..wenn die auch zu schwer sind , dann packt die Koffer . Die haben Alle so lange und gute Verträge .. da zählt keine Leistung sondern nur der 1. im Monat , Friseur Termin und frisches Gel von Douglas ….. und am 2. Dezember ist frei für Tattoo Shop …. Hector hat sich schön sm Mi ausgepowert damit Heute wieder ……spielen kann

  4. MaxMoor Holger says:

    …und wieder wird aus einer Niederlage ein Sieg!!!
    Krasse,alles wird weiterhin schöngeredet.
    Abgestiegen wird trotzdem!!!
    Aus Respekt vor Herr Mrosk verzichte ich auf „NUR DER FCB SCHICKERIA STERN DES SÜDENS MIA SAN MIA“!!!

  5. Harley says:

    Dieser Vorstand hätte nie gewählt werden dürfen. Wie konnte man so spät auf Veh reagieren? Ein neuer Trainer musste schon beim letzten Heimspiel ans Ruder. Ich hoffe mal das Gisdol einen Anschlussvertrag beim DFB hat , denn nach dem FC – Abenteuer wird er in der 1. Liga keinen Verein mehr finden. Im Winter werden sich auch Spieler wie Schaub und Cordoba vom FC trennen. Diese Truppe hätte für mich nur ein Magath trainieren dürfen ,denn die braucht eine harte Hand. Wenn ein Trainer sich schon vom Mannschaftsrat beeinflussen lässt dann gute Nacht. In dieser Truppe wird es kein Aufbäumen geben weil kein Spieler eine Führungsrolle spielen kann. Der Mannschaftsrat besteht nur aus Selbstdarsteller. Auf dem Platz herrscht eine Stille wie auf einer Beerdigung denn keiner will hier der Lautsprecher sein. Hector als Spielführer ungeeignet.
    Man muss sich nur mal die Spiele vor Augen halten die noch kommen ungeachtet der Rückrunde. Für mich ist der FC schon abgestiegen weil dieser zusammengewürfelte Verein nicht funktioniert.
    Schönen Sonntag noch ….

  6. Joss says:

    Markus Gisdol hat alles richtig gemacht. Die defensive Ausrichtung von ihm mit den drei 6ern war richtig – anders wären wir mit mindestens 6:0 unter die Räder gekommen. Das war den Verantwortlichen schon von Anfang an klar. Zumal mit RB Leipzig eine mittlerweile mehr als abgeklärte Turniermannschaft auf dem Rasen stand, die weiß wie Ballbesitz geht, routiniert und abgeklärt den eigenen Fußball auf den Rasen bringt.

    Sollte der Abstiegskampf nicht erfolgreich sein, so hätten dies NICHT Markus Gisdol und Horst Heldt zu verantworten. Der ganze Mist wurde NACH dem ersten Abstieg nicht vollständig bereinigt/aufgearbeitet sowie wurde die Mannschaft unter der Leitung von Beierlorzer in jeglichen Belangen abgewrackt! Von Veh möchte ich erst gar nicht anfangen zu reden.

        • Boom77 says:

          Schon vor dem Spiel konnte man sagen – und viele haben das auch – wen man zumindest nicht aufstellen soll… den Höger! Selbst, wenn ich mit drei 6ern spielen will, gibt es keinen – aber auch wirklich keinen Grund – den Höger aufzustellen. Auch dann kann man besser den Hector auf die 6 und den Jakobs nach hinten ziehen und der Höger bleibt dort, wo er hingehört. Auf seiner Couch in Köln.

      • Joss says:

        Wie schon viele andere hier heute morgen aktuell gepostet haben, kann ich mir das nur so erklären, als das er sich einfach mal einen Gesamteindruck vom Zustand des Teams (im Besonderen von denjenigen welche den Mannschaftsrat stellen) unter Wettkampfbedingungen machen konnte. Dafür müssen die ja auch schließlich spielen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass alles SO in der Form weitergehen wird.

  7. willi wagner says:

    Was habt ihr denn erwartet. Das Gisdol in der kurzen Zeit diesen dilletanten fussball beibringt? Das braucht Zeit. Magath hätte auch nichts gebracht weil dann alle gegen den Trainer gearbeitet hätten. Ich denke die brauchen alle weniger Winterpause und dafür viel mehr Training und taktische Schulung. Wir werden sehen was Gisdol aus dieser Mannschaft macht. Und vorher gibt das nichts. Wunder brauchen Zeit und vielleicht das ein oder andere Nachwuchstalent was wir uns leisten könnten auch um den anderen zu zeigen das jeder ersetzbar ist. Vielleicht würde das helfen. Noch eins zum Schluss, Gisdol hat die wenigste Schuld an dem disaster. Ich werde mir jedoch diese Mannschaft erst wieder nach der Winterpause wieder ansehen, mit hoffentlich ein paar neuen Talenten und gutem Fußball

    • Jhen says:

      Winterpause, ist Gisdohl womöglich ein Winterkönig? Da hat er ein historisches Vorbild, Friedrich von der Pfalz wurde auch einmal als Retter gesehen und war für einen Winter König. Come on FC pass auf, dass die Knochen deiner AH-Spieler über den Winter nicht einfrieren.

    • Boom77 says:

      Ich habe weder von Herrn Gisdol nicht von der Mannschaft Wunderdinge erwartet. Auch keinen Sieg oder ein Unentschieden in Leipzig. Ich kann mit der Niederlage – sogar in dieser Höhe – in Leipzig gut leben. Nicht aber wie und mit welcher Mannschaft ( Aufstellung) sie zustande gekommen ist und welche Signalwirkung das hat/hatte. Von dem Erfinder der „Trainingsgruppe 2“ habe ich mir diesbezüglich schon mehr erwartet, als den Höger überhaupt spielen zu lassen (erst recht nicht von Anfang an) und einen Risse einzuwechseln.

      Ich kann wirklich nur hoffen, dass der Trainer damit deren (und auch die anderer Spieler) Aussortierung vorbereiten wollte, weil er eh nicht glaubte, dass man in Leipzig irgendwas holen kann und damit dann rechtfertigen kann, dass solche Spieler kein Bundesliganiveau mehr haben. Nur, wenn das der Plan gewesen sein sollte, würde das Sinn machen. Nur, glaube ich da leider nicht so wirklich dran.

  8. Max Moor says:

    Will Wagner , nach dem Winter ist der FC schon Abgestiegen ! Jeder Gegner wird stark gefaselt .. TW Horn hampelt nur noch im Tor herum … Mittelfeld haben wir keines .. Abwehr wird überrannt .. Stürmer hängen in der Luft .. kein Spieler überzeugt. . Die Spielen ohne mum und biss !!! Ich habe nich gesehen das die den Abstiegskampf annehmen ! Die haben sich den Schicksal schon ergeben , so sieht aus . Euer Max Moor

  9. Thueringer says:

    Noch 22 Spiele = 66 Punkte, davon brauchen wir mindestens 30 Punkte.
    Weiß im Moment wirklich nicht wie das klappen soll. Natürlich war Leipzig kein Maßstab, aber die Unterlegenheit war schon extrem.
    2017 sind wir schunkelnderweise fröhlich abgestiegen.Diese Saison sind wir momentan einfach die schlechteste Truppe der Liga, und das ist wirklich frustrierend.

  10. Effka says:

    Realistisch gesehen hat doch niemand mit etwas in Leipzig gerechnet . Daher ist es für mich auch erstmal zweitrangig , ob wir 4:1 oder 5:0 was auf den Sack bekommen haben. Mir ist es lieber so statt nach tollen Kampf mit 1:0 zu verlieren . Wichtig ist das M.G gesehen hat was los ist.
    Solche Bonuspunkte wie Paderborn und Union holen wir in der Rückrunde auch noch .
    Jetzt heißt es noch 8-9 Punkte holen bis zur Winterpause , und das werden wir auch schaffen.

  11. Mario Kruppe says:

    Klar war das nicht was alle sehen wollten aber es war ja mit zu rechnen nur sollte man jetzt nicht den Kopf in Sand stecken ich bin fest über zeugt das gegen Augsburg und Union gewonnen wird und immer nur auf modeste rumhacken der wird es noch beweisen wie gut er ist jetzt beginnt die Arbeit richtig beim FC und klar sollte man sich von einigen trennen und dafür guten Ersatz holen nur glaube ich das dies auch funktioniert und es ist auch klar das die Spieler jetzt noch nicht vom Trainer rund gemacht werden die haben ja eh kein Selbstbewusstsein aber jetzt müssen schnellstens Lösungen her

    • Max Moor says:

      Hört doch mal auf mit dem Schönreden . . ! Gegen Gladbach schreibt ihr so ..Dortmund , Bayern … eigentlich Alle , Berlin ist ja auch nicht zu schlagen ….. Paderborn und Union Kämpfen auch gegen Dortmund und Gladbach um Erfolg !!! Kein Gegner ist nicht schlagbar sondern man kann überall etwas holen wenn man es auch will . Aber nicht dieses Team mit den Gel Spielern und Tattoo Boys

    • Jhen says:

      Genau, das Selbstbewusstsein fehlt, einige erkennen nicht einmal das sie zu alt für diesen Sport in dieser Liga sind, der Trainer sollte es allerdings erkennen. Und selbstverständlich fehlt auch das gruppenbezogene Selbstbewusstsein, nämlich dass man eigentlich in einer Mannschaft spielt und nicht allein für sich auf dem Platz steht. Natürlich fehlt dann denen, die kein überhöhtes Selbstbewusstsein, wie die vom Mannschaftsrat haben, das Selbstvertrauen, denn alle bisherigen Trainer haben vor den Cliquen, vor allem der HHHMK Clique gekuscht.

          • Ankerdensin says:

            Und weil Sie genervt sind, möchten Sie auch nerven? Glückwunsch, tolles Konzept. So toll, wie aufzuzählen, wen Sie alles nicht mehr sehen wollen. Dan spielen wir eben zu Siebt oder so. Oder mit der A-Jugend. Was mich nervt, sind Menschen, die nur kaputt machen. Höger-bashing, Modeste-bashing, einfach mal drauf. Sollten Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen, wäre es bestimmt motivierend für Sie, wenn Andere (Kunden, Kollegen, ….) über Sie so unflätig abziehen.

          • Jhen says:

            Was für ein Bashing soll das sein, es hat doch dieses Spiel deutlich gezeigt wer nicht in die Mannschaft gehört. Höger und Modeste waren eindeutig die schlechtesten Spieler. Warum haben sie gespielt? Weil sie im Mannschaftsrat sind. Seit Wochen sitzen sie sich das Gesäß auf der Bank breit und verhindern, dass junge Spieler dabei sind. Sie sind nicht besser als die jungen, nur sind sie im Mannschaftsrat. Und beim Renntrampel will man sich einfach nicht eingestehen, dass man sich vollkommen verzockt hat.

  12. Reiner Ziegler says:

    Es war ja logisch, dass der Trainer in 4 Tagen nicht alles umkrempeln kann aber es trotzdem enttäuschend dass auch gestern wenig Kampf – und Laufbereitschaft zu sehen war. Herr Czichos hat nach dem Spiel gesagt, dass man anders muss. Unbegreiflich. Die Spieler erkennen den Ernst der Lage nicht.
    Ausserdem plädiere ich hier noch einmal für Schaub. Wir brauchen einen kreativen Spieler im Mittelfeld, nach wenn der defensiv nicht so stark ist.

  13. Ali Perez says:

    Das Fazit kann nur lauten, dass Spieler, die hier seit Jahren degenerieren, endlich aussortiert werden müssen. Und zwar konsequent. Einige, ohne Namen zu nennen, haben schon so viel Mist gebaut und so viele Spiele verloren, dass das psychologisch nicht mehr hinzukriegen ist. Das ist jetzt keine Anspielung auf Hectors Fehler gestern; der kommt damit klar. Aber anderen steckt einiges in den Klamotten.
    Da ist kein Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit. Wie beim Boxen haben hier einige Oldstars eine Niederlage zu viel kassiert. Ein Rückschlag und das Zitterfüßchen meldet sich. So geht das nicht weiter.

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