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Veh schweigt nach Derby: Wie geht es mit Beierlorzer weiter?


Der 1. FC Köln verliert auch das zweite Rheinische Derby der Saison und muss sich Fortuna Düsseldorf mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Wie geht es jetzt mit Achim Beierlorzer weiter? Der FC-Trainer steht immer mehr unter Druck, seine Mannschaft rutscht immer tiefer in die Krise. Sportchef Armin Veh wollte sich am Sonntag nach der Partie in Düsseldorf nicht äußern.

Aus Düsseldorf berichtet Sonja Eich

In der Regel steht Armin Veh nach einem Spiel des 1. FC Köln den Journalisten Rede und Antwort. Entweder bei einer der TV-Stationen oder nach der Pressekonferenz der schreibenden Zunft. Am Sonntag jedoch soll Veh sein Redeangebot zurückgezogen. Das zumindest berichtete Sky. Veh habe noch während der Partie beim Stand von 0:2 dem Bezahlsender das eigentlich vereinbarte Interview nach dem Schlusspfiff abgesagt. Veh wolle aktuell nicht sprechen, sagte Moderatorin Britta Hofmann. Der FC widersprach hinterher zwar dieser Darstellung. Doch Veh war am Sonntagabend tatsächlich nicht mehr zu sprechen.

Beierlorzer spürt weiterhin das Vertrauen

Auch der Pressekonferenz blieb Veh wie schon in Völklingen nach dem peinlichen Pokal-Aus fern und zog sich ohne weiteren Kommentar zur Niederlage bei der Fortuna zurück. Ob die FC-Bosse nun über die Zukunft von Trainer Achim Beierlorzer beraten? Der Trainer steht in der Kritik, seine Mannschaft taumelt von einer Niederlage zur nächsten. Das 0:2 in Düsseldorf war die dritte Niederlage in Folge innerhalb von neun Tagen (Mainz, Saarbrücken, Düsseldorf). Der FC liegt mit sieben Punkten aus zehn Spielen auf Rang 17 (je nach Ausgang der Partie in Augsburg gegen Schalke). Die Stars sind außer Form. Neun erzielte Tore sind Liga-Tiefstwert. Zudem kassieren die Geissböcke reihenweise einfachste Gegentore, so auch bei der Fortuna.

Achim Beierlorzer selbst sieht seinen Job allerdings noch nicht in Gefahr. Zwar sagte der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Ich kenne die Mechanismen“, fügte aber auch hinzu: „Ich mache mir aktuell keine Sorgen.“ Hinterher erklärte Beierlorzer noch einmal das vertrauensvolle Verhältnis zu Armin Veh. „Ich habe niemals das Vertrauen nicht gespürt“, sagte der Trainer, wohlwissend, dass es in diesem Geschäft häufig schnell gehen kann. „Das ist nur mein Gefühl, über mehr kann ich auch nicht sprechen.“

Fans singen: „Wir haben die Schnauze voll“

Während Veh nach der Partie nichts sagen wollte, gingen die FC-Fans auf die Barrikaden. „Wir haben die Schnauze voll“ ertönte bereits nach dem zweiten Gegentreffer. Nach dem Spiel teilten die wütenden Anhänger den Spielern deutlich mit, was sie von der Leistung und dem Ergebnis hielten. Anschließend kamen sogar Gerüchte auf, wonach einige Fans auf dem Weg zum Geißbockheim seien, um der Mannschaft dort einen unfreundlichen Empfang zu bereiten.

Unabhängig davon dürfte es für Beierlorzer in den kommenden Tagen ungemütlicher werden. Veh äußerte sich nicht, auch Marco Höger gab nach dem Spiel keinen Kommentar zur Trainerfrage ab. Kapitän Jonas Hector wurde gefragt, ob es weiterhin zwischen Mannschaft und Trainer stimme. „Ich habe nichts Gegenteiliges gehört“, waren seine einzigen Worte. Schon am kommenden Freitag muss der FC im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim ran. Ob sich Beierlorzers Gefühl bestätigt und der Trainer auch dann noch auf der Bank sitzen wird, blieb am Sonntag offen.

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