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Vorstand erkauft sich Zeit für „grundlegende Entscheidungen“

Der neue Vorstand des 1. FC Köln steht vor der ersten Bewährungsprobe seiner noch jungen Amtszeit. Die FC-Bosse müssen nicht nur über die Zukunft von Achim Beierlorzer beim FC entscheiden, sondern damit gleichzeitig auch über jene von Sportchef Armin Veh und wohl auch von Lizenzspieler-Leiter Frank Aehlig, damit also über die gesamte sportliche Führung. Kein Wunder, dass sich das Präsidium mit der Galgenfrist für Beierlorzer zunächst Zeit erkauft hat, aber auch von „vielen grundlegenden Entscheidungen“ sprach, die es zu treffen gelte.

Köln – Die Fans des 1. FC Köln waren am Dienstag entgeistert. Nachdem am Montag alles nach einem Rauswurf von Trainer Achim Beierlorzer aussah, hieß es tags drauf: Kommando zurück, Beierlorzer bekommt gegen Hoffenheim noch einmal eine Chance auf die Wende. Jene FC-Anhänger, die für einen sofortigen Trainerwechsel waren, konnten es nicht fassen. Jene Fans, die dagegen für Beierlorzer waren, sahen den FC-Coach durch das Hin und Her nur noch mehr beschädigt und geschwächt. Doch der Vorstand wusste wohl, dass er in der jetzigen Situation nicht hätte gewinnen können.

Das Problem schimmerte am Dienstagmittag in der Pressemitteilung durch, die der Klub verschickte. Es gehe darum, „nicht mit Schnellschüssen und nicht über Nacht“ zu handeln, denn es seien „viele grundlegende Entscheidungen zu treffen“. Dass damit nicht nur die Trainerfrage gemeint sein konnte, war sofort klar. Der Vorstand ließ vielmehr durchscheinen, dass auch eine sofortige Ablösung von Armin Veh nicht mehr ausgeschlossen ist. Denn Veh hatte sich intern offenbar trotz des sportlichen Absturzes vehement für Beierlorzer ausgesprochen und dem Willen des Vorstands nicht folgen wollen, Beierlorzer sofort zu entlassen. Dies machte die Meldung deutlich, in der es hieß, dass „Geschäftsführung und Sportkompetenzteam“ – nicht aber der Vorstand – davon überzeugt seien, dass der 51-Jährige doch noch die Wende schaffen könne. Ob die sportlichen Berater des Vorstands (Jörg Jakobs, Erich Rutemöller) tatsächlich weiterhin von Beierlorzer überzeugt sind, steht auf einem anderen Blatt. Sicher ist lediglich, dass Veh und offenbar auch Alexander Wehrle für Beierlorzer eintraten.

Veh-Demission würde auch Aehligs Zukunft betreffen

Womit das zweite Problem in diesem Schreiben offenkundig wurde: Nur die Geschäftsführung hat die formale Berechtigung, einen Angestellten der KGaA – und das ist Beierlorzer – von seinen Aufgaben zu entbinden. Würde der Vorstand sich über die Geschäftsführung hinwegsetzen, müsste er diese erst abberufen, also ebenfalls entlassen. Ob Veh es inzwischen genau darauf anlegt, ist nicht bekannt. Auch nicht, welche Position Wehrle dabei einnimmt. Klar ist nach dem Gremien-Marathon am Montag und der Mitteilung am Dienstag jedoch: Der neue Vorstand und die Geschäftsführung sprechen keine gemeinsame Sprache.

Auch deswegen hat das Präsidium die Suche nach einem Veh-Nachfolger intensiviert, wohl wissend, dass auch die Zukunft von Frank Aehlig trotz dessen Vertragsverlängerung im Falle einer Veh-Demission fraglich wäre und somit die gesamte sportliche Führung zur Debatte stünde. „Eine Vorauswahl von Kandidaten wurde bereits getroffen“, teilte das Trio um Präsident Werner Wolf mit. Man werde nun Kontakt zu den jeweiligen Kandidaten aufnehmen und Gespräche führen. Und das wohl schon sehr bald, denn das Vertrauen der FC-Führung in Beierlorzer gilt bekanntlich nur noch für das Spiel gegen Hoffenheim. Sollte der FC erneut verlieren, würde die Länderspielpause wohl einen Personalwechsel erleben. Allerdings müsste dann Sportchef Veh mitspielen – oder ebenfalls den Hut nehmen.

Wehrles Einfluss auf Veh-Nachfolge gesunken

Abschließend verwies der Vorstand in seiner Mitteilung explizit auf eine Personalberatung als Partner bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer Sport. Dies kann als Hinweis in Richtung Alexander Wehrle verstanden werden. Der Finanzboss hatte sich im Herbst 2017 darin hervorgetan, seinen Co-Geschäftsführer selbst aussuchen zu wollen. Zunächst nahm er Kontakt zu Horst Heldt auf. Als der Deal scheiterte, stellte Wehrle den Kontakt zu Veh her. Den Anspruch eines Mitspracherechts auf die Veh-Nachfolge hat Wehrle auch jetzt wieder formuliert. Dass nun aber nicht Wehrle, sondern eine Personalberatung die Ansprache der Kandidaten übernimmt, dürfte darauf hindeuten, dass Wehrles Einfluss auf die Entscheidung deutlich gesunken ist. Dem FC steht also ein Winter mit „vielen grundlegenden Entscheidungen“ bevor.

72 Kommentare
  1. Fidan says:

    Wieder einmal sehr viel Spekulation, Unwahrheiten und Hetze.. Völlig überflüssiger Artikel wer nun Macht verloren, gewonnen oder sonst etwas hat. Für mich macht das alles, im Gegensatz zur Merheit, einen seriösen Eindruck. Es wird ein Profil erarbeitet und dann von Profis ( Personalberatung ) ein Kandidat ausgewählt. Ein Wehrle kann danach ja immer noch nach seiner Meinung gefragt gewerden wenn 3 zur Auswahl stehen. Das AW als Geschäftsführer Finanzen den Geschäftsführer Sport auswählt ist doch mehr als Kurios und unproffesionell. Ich finde das der Vorstand samt Greminen bisher einen guten Eindruck machen und sich nicht von den Medien treiben lassen. Ich wünsche ein gutes Händchen für zukünftige Entscheidungen.

    • Uli E. says:

      Du bist einer wenigen die es so sehen wie ich auch. Keine Schnellschüsse, wohlüberlegtes handeln und nicht von den Medien treiben lassen und schon gar nicht von diesem Forum hier. Schön das ich nicht der einzige bin der das so sieht.

      • OlliW says:

        Ich schließe mich da an. ich bin von der Situation, der sportlichen, unfassbar entsetzt. Aber dass der Vorstand da was für kann, sehe ich nicht. Und auch, dass man jetzt keine Schnellschüsse macht, ergibt Sinn. Es ändert sich NICHTS, wenn die Personalentscheidungen in der nächsten Woche fallen. Im Gegenteil: Was für ein Impuls sollte das sein, der die Mannschaft am freitag gewinnen lässt, nur weil Beierlorzer weg ist? Der Weihnachtsmann über Düsseldorf? Es geht hier nur um Bestrafen, hab ich den Eindruck.

          • OlliW says:

            Wendehals, so so. Vielleicht gibt es ja zu dieser Unterstellung auch Anhaltspunkte? ;-) In der Causa Trainerentlassung habe ich hier eine durchgehende Meinung vertreten: Es geht nicht mehr, aber nichts überstürzen.

        • Boom77 says:

          Ja, aber vielleicht ist man nur so entsetzt, weil die Journalie (auch der GBK) mal wieder heftigst spekuliert, ohne näheres zu wissen… und das immer in Richtung auf negative Sensationsschlagzeilen. Da hat Fidan schon recht. Anstatt, dass man die Pressemitteilung einfach hinnimmt und nichts dazu schreibt, wird da was hinein interpretiert und dann auch noch etwas, womit man „schmutzige Wäsche waschen kann“, nämlich, dass das vom Vorstand für diese sportliche Fragen selbst installierte Sportkompetenzteam eine Meinung vertritt, die der Vorstand nicht teilt. Wo steht das? Woher nimmt man das? Man hätte ja auch „reininterpretieren“ können, dass der Vorstand genau die Meinung seines Sportkompetenzteams vertritt. Das steht zwar auch nicht in der Mitteilung und wurde wohl nur deshalb nicht so „interpretiert“, weil das andere ja reißerische Schlagzeilen und Artikel bringt.

      • Hennes48 says:

        Ist das ihre Überzeugung? Ok-gilt es zu respektieren. Aber man darf schon noch eine andere Meinung vertreten, ohne verunglimpft zu werden?
        Ich empfinde es nicht als „Schnellschuss“, wenn nach 10 Spieltagen bei 7 Punkten und 9 geschossenen Toren, dabei 21 Gegentore kassiert wurden, davon gesprochen wird, dass es Zeit wird zu handeln. Das gesamte Auftreten der Mannschaft war zumeist schwach bis peinlich-mit wenigen Ausnahmen. Wenn ich hier den Dreisatz anwende, kommt dabei ABSTIEG als Ergebnis heraus. Ganz sachlich und analytisch ist diese Einschätzung und keine Hetze gegen Menschen…“treiben“ lassen sollten sich die Verantwortlichen aber vom gesteckten Ziel Klassenerhalt…und nochmal, nur nach meiner persönlichen Einschätzung befindet sich der FC auf zu vielen Ebenen aktuell im Sturzflug!

      • major says:

        Ob dieser Rat auch dem Herrn Tünn vor dem letzten Abstieg erteilt wurde? Und hat man ihm dann auch den Strick draus gedreht, weil er sich dran gehalten hat?
        Warum gilt der gleiche Maßstab nicht für den Amateur mit Vorstandsposten?

  2. Huey L. says:

    Derzeit wedelt beim FC eindeutig der Schwanz mit dem Hund. Scheint so, dass Wehrle und Veh die Geschicke des FC (noch) fest in ihrer Hand halten.
    Halten wir die Luft an, wie das neue Präsidium darauf reagiert und welche Konsequenzen gezogen werden, damit dieser Zustand und diese Abhängigkeit in Zukunft nicht mehr vorkommen. Hoffentlich bleibt uns dabei Wehrle erhalten und wird nur dezent auf sein eigentliches Aufgabengebiet hingewiesen, auf dem er zweifelsohne ein Fachmann ist.

    • Peter Josef says:

      Ehm. Veh führt den Vorstand vor? Das Gegenteil ist der Fall. Der Vorstand weist Veh in die Schranken. Mit dem erwarteten Hoffenheim-Ergebnis ist der Trainer weg und Veh muss seine Niederlage eingestehen. Verdaddelt Hoffenheim, haben wir drei Punkte.

        • Jose Mourinho says:

          Mal den Kicker zu dem Thema vom heutigen Tag lesen. Dann kriegt man einen guten Eindruck von der Situation. Der Vorstand sorgt schon ganz alleine dafür, nicht sonderlich gut auszusehen. Andere Meduen beschreiben den Ablauf übrigens ähnlich und alle dürften mehr Einblick oder Infos haben, als ihr, die aus reiben Wunschdenken hoffen, der neue Vorstand würde sich nicht so von einer lamé duck treiben lassen. Würde mir als Mitglied auch besser gefallen aber spricht halt leider alles dagegen.

          • Boom77 says:

            Ich finde auch die Wortwahl des Vorstandes sehr unglücklich und damit amateurhaft. Man installiert vom Vorstand aus ein Sportkompetenzteam bestehend aus Rutemöller und Jakobs, weil man als Vorstand keine Sportkompetenz besitzt. Dann gilt es über eine sportliche Frage (die Trainerfrage) zu entscheiden und man schaltet von Seiten des Vorstands – insoweit konsequent – sein Sportkompetenzteam ein, zieht es hinzu und lässt sich davon beraten. Dieses ist der Ansicht, der Trainer kann es noch schaffen. Anstatt das dann auch als Entscheidung des Vorstands zu verkaufen – man wurde ja schließlich von seinem Kompetenzteam beraten -, lässt man so eine schwammige Stellungnahme raus, die jetzt viele so verstehen, dass der Vorstand anderer Meinung war. Ja, warum dann dieses „Sportkompetenzteam“, wenn dem so sein sollte? Dann scheint doch der Vorstand der Ansicht zu sein, dass er doch genug „Sport- und Fußballkompetenz“ besitzt, wenn er sich da eine andere Meinung erlaubt. Dann braucht er aber solche Berater nicht und muss halt dann zu seinen sportlichen Entscheidungen stehen. Klingt schon alles ein wenig feige….

  3. Paul Paul says:

    Dieser ganze Käse ist eine Folge der Art und Weise, wie die Knalltüten-Combo Spinner und Konsorten den Verein geführt haben. Veh und Wehrle konnten tun und lassen, was sie wollten. Jetzt wird es Zeit, dass der Verein wieder vom Präsidium geführt wird. Wenn die Geschäftsleitung nicht weisungsgebunden ist, dann muss die Satzung geändert werden. Außerdem muss Veh entlassen werden, wenn er sich geweigert hat, eine Entscheidung der Gremien umzusetzen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

    VEH RAUS!!!! BAIERLORZER RAUS!!!!

  4. Horst Simon says:

    Natürlich legt es Veh darauf an, entlassen zu werden. Deshalb hält er an dem Trainer fest. Veh wäre sein Gehalt bis zum Sommer sicher, ohne etwas zu tun. Veh hat offensichtlich keine Lust mehr an dem Job. Hoffentlich fallen wir nicht wieder auf solche Typen rein. Die frühzeitige Vertragsverlängerung von Aehlig und Menger ist eine Frechheit. Hier sollte sich der Vorstand etwas einfallen lassen, wie man so etwas unterbinden kann, wenn der Abschied des Geschäftsführers absehbar ist.

  5. Harley says:

    Wenn ich schon das Foto von den drei Nichtsnutzen in der Bild sehe , kommt mir wieder der Brechreiz hoch. Geht mir leider schon seit Montag so. Die haben Gesichter wie ein Feuermelder, reinhauen und warten bis es klingelt. Wollte 4 Karten an ehemalige Kollegen verschenken doch ich bin sie nicht losgeworden. Habe sie jetzt zurückgegeben und hoffe das sich dabei keiner verletzt beim Spiel vom FC.

  6. Norbert Neuheisel says:

    Wenn Veh Anstand besäße, würde er den Vorstand um seine vorzeitige Entlassung bitten. So zieht er den Verein nur noch weiter runter und zeigt damit, dass ihm der FC im Grunde egal und er nur noch auf sein Ego bzw. seine Abfindung bedacht ist.

  7. Mike Quincy says:

    Veh war gedanklich schon vor ein paar Monaten weg, als er meinte, er würde mit niemandem diskutieren, der keine fussball erische Kompetenz besäße. Was hat der Express aufgeheult, als dieser vermutete, der VfB würde uns den Wehrle und den Veh wegnehmen. Mal abgesehen davon, dass das Ganze danach aussieht, als hätte Veh seinen Abgang von langer vorbereitet, sollte der Vorstand darauf achten, inwieweit sich künftige Kandidaten mit „unserem“ FC identifizieren, um weiteren Egomanen frühzeitig den Stecker zu ziehen.

  8. Geissbock60 says:

    Kann absolut die Befürworter des Komödienstadels nicht verstehen, oder
    (sorry) habt ihr genauso wenig Ahnung vom Fußball wie die 7 Ahnungslosen?
    Nach Freiburg wurde die Leistung der Spieler von Spieltag zu Spieltag immer schwächer. Kurzes Aufbäumen gegen Schalke und dann?
    Also folglich wäre die Entlassung der Verantwortlichen einfach nur die logische Konsequenz gewesen. Herr Veh hätte ebenfalls seinen Hut nehmen müssen. Vielleicht haben die Herrschaften keinen Trainer oder auch Sportdirektor in der Hinterhand, die sich unseren Chaos Klub antun wollen?
    Wäre doch auch kein Problem (falls dieses zutrifft) Schmidt und Pawlak gegen Hoppelheim auf die Bank zu setzen um weiter nach adäquaten Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
    Aber so ein Gewurschtel??? Traurig und eines Bundesligavereins nicht würdig. Vorausgesetzt Herr Baierlorzer holt ein Pünktchen…was passiert dann?
    Von Hetze sollte man auch nicht sprechen! Das sind Fakten und nichts anderes!

  9. Max Moor says:

    Welcher Trainer soll diese Kicker denn noch besser machen wenn jeder Trainer an denen versagt . . Das schafft auch Labbadia nicht mit solchen Typen die nicht können . . es ist doch jede Woche wenn Köln zurück liegt gehts mit Null Punkten heme .. Und wenn wir mal führen dann wird das Spielen eingestellt und am Ende gibs dann keine 3 .. kein Remis .. ja genau eine schöne verdiente Niederlage !!! Die können nicht mehr diese schwachen Spieler Mere und Hauptmann , Schmitz und Kainz , Hector usw.

    • Hans-Georg Skowronek says:

      Das ist völlig zutreffend. Wenn man nur über Spieler verfügt, die gerade mal mit Mühe und Not bei schwachen Mannschaften mithalten können, kann man irgendwie keinen dominanten Offensiv-Fußball spielen – das klappt absolut nicht! Beierlorzer scheint diese simple „Weisheit“ nicht zu bekümmern…offensichtlich hat er nur sein ganz spezielles System, das zufällig auch der Vorstellung des GF Sport entspricht.

      Ein neuer Trainer müsste mit den vorhandenen Spielern eigentlich ein passendes System durchziehen können und sie v.a. auf den richtigen Positionen einsetzen.

      P.S.: Laut „kicker“ war der FC nach dem Spiel gegen den SC Paderborn die mit Abstand beste Mannschaft mit den meisten Berufungen zur „Elf des Tages“. Und das hatte nur wenig mit dem schwachen Gegner zu tun…

    • Hans-Georg Skowronek says:

      Die Angst treibt den Vorstand um: Wenn gegen den Willen von Armin Veh entschieden wird – und der will an Beierlorzer festhalten – dann geht Veh sofort und nimmt wohl auch Jakobs mit. Das ist dem doch noch recht frischen Vorstand vermutlich zu heikel, auch weil offensichtlich noch kein Nachfolger feststeht.

      Andererseits: Ich glaube nicht, dass Armin Veh den neuen Trainer bestimmen wird – er hat sich selbst zur „lame duck“ gemacht. Ein GF Sport, der den Verein definitiv verlässt, DARF keine neuen Leute mehr einstellen, da er für diese Einstellungen nicht mehr in der Verantwortung stehen wird.

  10. Michael Pesch says:

    Es ist immer das Gleiche, versagt die Mannschaft muss Trainer oder Manager den Hut nehmen und die Medien agieren wie ein Brandbeschleuniger.
    Es liegt einzig und allein an dieser Truppe von Egomanen und Selbstdarstellern die einen Beruf ausüben dürfen von denen Millionen träumen.
    Gesten der Treue zum Club und Stadt sind reine Aussendarstellung zur Sicherung monetärer Bezüge.
    Eigentlich, sollte am Freitag überhaupt kein Trainer auf der Bank sitzen um die Truppe auf- bzw ein zu stellen. Es sind doch alles hochbezahlte Profis, die jeden Tag, von morgens bis abends Fußball leben und wissen was zu tun ist zum Erfolg.
    Aber genau das können diese halbpubertierenden verwöhnten Jungs nicht und benötigen einen Schutzschild namens Trainer, der sich in schwierigen Phasen mütterlich vor sie stellt um diese vor den Fans zu schützen. O Ton “ ich stelle mich vor meine Jungs“.
    Aber im Umgang mit Ihrern Gehältern werden diese ganz schnell Erwachsen, sogar zu Wirtschaftsexperten oder Pferdezüchtern, die hier keinen Spaß verstehen.
    Vielleicht sollte AB, dem einen oder anderen Spieler mal aufzeigen, was gleichaltrige in Sachen Schul und Ausbildung für Voraussetztungen mitbringen müssen, um einen halbwegs ordentlichen Job zu bekommen.
    Nein, diese Diskussion um einzelne Personen ist der falsche Ansatz.
    Sollen doch Spieler aufgrund mangelnder Qualifikation vom Verein beurlaubt werden.
    Die wahren Helden sind Menschen, die Woche für Woche mit einer solchen Euphorie Ihrem Club die Treue halten. Das ist unbezahlbar.

    • Hans-Georg Skowronek says:

      Zunächst einmal muss man klar sagen, dass kein Orchester ohne Dirigent ein vernünftiges Konzert hin bekommt. Das gelingt – mit extrem vielen Proben – vielleicht einer 5-köpfigen Band, selbst da gibt einer den Takt vor. Soviel zu Sinn und Unsinn eines Trainers.

      Wenn ich als Arbeitnehmer (und etwas anders sind die Profi-Fußballer nicht) einen langlaufenden Vertrag besitze, kann ich nicht so schnell gekündigt werden. Das würde auf jeden Fall sehr teuer für den Arbeitgeber. Eine Beurlaubung von Spielern, die ihrer Form hinterherlaufen oder eine falsche Einstellung mit sich bringen, findet im Profifußball durch die Degradierung des Spielers auf die Bank, auf die Tribüne oder in die zweite Mannschaft statt. Dies handhabt auch der FC so. Auch hier steht der Trainer in der Verantwortung.

      Heutzutage sind gute Profispieler in der Regel auch Legionäre, die dorthin gehen, wo der größte sportliche Erfolg winkt…und das meiste Geld natürlich – dafür sind sie Profis. So kommt es, dass gute Profi-Fußballer bereits in unteren Ligen nicht mehr in ihren Ausbildungs- bzw. Heimatvereinen spielen, sondern z.T. sogar im Ausland tätig sind. Eine emotionale Bindung an die jeweilige Stadt der Arbeitsstelle kommt da nur sehr schwer zustande. Da handelt es sich meist nur um Lippenbekenntnisse. Wer verbindet sein Legionärs-Herzblut schon mit Wolfsburg oder Leverkusen?

      Also: Mal die Kirche im Dorf lassen und den – verständlichen – Zorn abkühlen lassen. Es wird weitergehen…

      • Hans-Georg Skowronek says:

        Die erste Vermutung trifft es wohl. Wenn die „Schäfchen“ dem Trainer nicht folgen, muss das nicht an der Herde liegen – um mal im gewählten Duktus zu bleiben. Der Trainer muss Form und Einstellung der Spieler kennen. Er muss wissen, wo sich ein Spieler am besten entfalten kann. Ein RV ist auf LV relativ verschenkt. Ein 9er fühlt sich auf der 6 nicht wohl und umgekehrt.
        Leider werden oftmals Spieler auf den „falschen“ Positionen eingesetzt, weil es, sei es verletzungs- oder formbedingt, schlicht keine „gelernten“ Alternativen gibt. Da kann dieser Spieler nur selten glänzen. Beim FC nicht selten der Fall…

  11. Karl Heinz Lenz says:

    Die Mannschaft rast mit Tempo dem siebten Abstieg entgegen. Dieser Abstieg muss mit allen Mitteln verhindert werden. Stand heute heiß das: Neuer Trainer und neuer Sportdirektor, und zwar pronto. Das sind nämlich die aktuell möglichen Stellschrauben. Der Vorstand scheint das auch so zu sehen. Gut! Beierlorzer und Veh kurzfristig zu entpflichten bedeutet entweder Abfindung oder bis Vertragsende durchzahlen, ggf. nur bis zu deren Neuverpflichtung. Das muss man in Kauf nehmen, denn ein erneuter Abstieg wäre schlimmer. Dass der Vorstand an die Freisetzung nicht mit der Brechstange herangeht, kann gute Gründe haben, über die man jetzt nur spekulieren kann. Aber in der kommenden Woche muss reiner Tisch gemacht werden, unabhängig vom Hoffenheim-Spiel. Alexander Wehrle haben wir hier im Forum immer sehr gelobt. Wenn er sich gegen den Vorstand stellt und damit dem Kampf um den Klassenverbleib sich in Weg stellt, dann kann auch er nicht länger beim FC bleiben. Ich muss gestehen, dass mir sein Auftritt gegen die Stadt Köln und die Oberbürgermeisterin in Sachen Ausbau Geißbockheim/Stadionvergrößerung gar nicht gefallen hat. Wie kann sich der Dauer-Absteiger FC und sein Geschäftsführer gegenüber der Stadt derartig aufspielen? Auch unklug gegenüber jemandem, von dem man etwas möchte. Vielleicht hat unser neuer Vorstand mehr drauf als ich dachte. Würde mich sehr freuen.

    • Gerd Mrosk says:

      Und wenn Wehrle mehr Sachverstand hat als die 3 Könige zusammen? man muss nicht hinter allem und jedem Kalkül vermuten. Ich wüsste jetzt nicht,dass Wehrle sich über die Massen unprofessionell hinsichtlich der Belange des Vereins geäussert hätte. Er stellt sich nicht gegen den Vorstand,sondern masst sich an eine Meinung zu vertreten,selbst wenn es Vehs Meinung sein sollte,ändert es nichts.Tut mir leid,gehe da nicht konform mit dir Karl Heinz.

  12. Max Moor says:

    Gerd , ich behalte meine Ruhe und bin ein positiver Mensch. Ich mag die Valentina von Sport1 FanTalk .. hübsche Frau und tolle Figur .. Max Moor hat Geschmack und mag lieber Erfolg als Misserfolg . Du doch auch . Mir kotzen diese Spieler echt an und musste mich dazu äußern damit Boom77 mich nicht vergessen tut und dieser José ..und Ali .. Die Sesselpupser und Friseur Heines Kotzen mich echt an für das Geld würde ich anders Auftreten aufn Platz ! Wie gesagt , Terodde und Schindler waren Ordentlich und der Rest konntest doch vergessen …totale Scheiße . . Wie die Susanne Lex sagt . ;-)

  13. Hennes48 says:

    Und nach jedem Spiel waren sich alle Beteiligten und Zuschauer einig, dass „wir galliger, griffiger, mehr als Mannschaft aufgetreten sind, von der 1.Minute an bereit waren, es mehr gewollt haben…usw“ als der FC…
    Ich bleibe dabei, diese FC Truppe ist aus sich heraus ne richtige Scheiß-Truppe. Dafür kann der aktuelle Trainer nicht wirklich viel!
    Aber, dass AB es eben nicht „über’s Herz bringt“ gewisse Spieler endlich auszumustern und klare Kante zeigt, ist eben sein großes Verschulden. Ein Spielsystem ist nun wirklich auch nicht erkennbar.
    Wenn es überhaupt noch eine Chance gibt, dann nur mit einem erfahrenen und konsequenten Trainer!
    Marco Höger sagt, man solle nicht so schwarz sehen und der Trainer gibt nach kurzer Videoanalyse am Montag bis Mittwoch um 15 Uhr frei, fährt erstmal für nen Tag nach Hause-Respekt! Und das, obwohl ja ab Samstag 14 Tage Spielpause ist!
    Welche Zeichen braucht man als Verantwortlicher dann noch???
    Ich jedenfalls begreife es nicht mehr…

    • major says:

      Du hast vergessen, daß wir „unsere PS nicht auf die Strasse kriegen“.

      Hab ich auch schon ein Dutzend mal gehört ..kotz… und langsam darf man daran zweifeln, ob man diese legendären PS überhaupt hat. Die werden nämlich weder beim Anfahren in Drehmoment noch in höheren Gängen in Geschwindigkeit umgesetzt.
      Ich glaube, man betrügt sich schon selbst, wenn man den Kader so bewertet, als hätte man einen Lamborghini.

      Naja, die bauen ja auch Trecker…

    • major says:

      Im übrigen halte ich AB auch nur für das nötige Bauernopfer, damit andere an ihrem Sessel kleben bleiben können.
      Leider so spät und zögerlich, daß da niemand oberhalb Beierloser unbeschädigt bei raus kommt.
      Die erahnte Unfähigkeit des Vorstands und der fast deckungsgleichen „Gremien“ beweist sich schon in der ersten Krise.

      Dauert nicht mehr lange, dann fällt die Süd ihren Götterhelden wieder in den Rücken, wie das der beschimpfte „kicker“ prophezeit hat. Da willst kein Held sein, mit solchen „Freunden“.

  14. Max Moor says:

    Gerd , Du bist nicht grad fair zu mir ! Ich möchte Dich nur noch einmal erinnern : Als du von Hertha faselste das da erst die Saison los geht und die Punkte kommen usw… Und Du weißt sicherlich noch was Dir Max Moor darauf für Antwort gab die gesessen hatte wie eine 1 !!! Ich habe Dir geschrieben das es Schwachsinn ist und das schwere Auftaktprogramm dann nicht einfacher wird usw … schon Vergessen ? Und zu Berlin hab ich Dir auch geschrieben das ich daran nicht glaube das wir die besiegen … die Mannschaft spielt einfach zu schlecht und der FC ist für mich das schlechteste Team mit Paderborn . Mainz sollte auch geschlagen werden und ich sah es ein wenig anders …. Die Auftritte waren doch immer gleich vom FC . . Spiel einstellen , Ausruhen .. Zugucken .. Zweikämpfe aussen Weg gehen und TW Horn Tore nur hinterher schauen usw. usv .. Max Moor

  15. UNO says:

    Das ist doch ein dreckiges Geschäft.
    Der Beierlortzer fährt nach Haus und teilt seiner Familie mit ,das Freitag Schluß ist und er arbeistslos ist.(ich würde ihm ein Sieg wünschen.eher unwahrscheinlich.)Da gibt es doch tatsächlich Fäääns welche sich an dieser Entscheidung reiben.Wie pervers ist das denn?Leben und leben lassen,macht es doch besser!!
    Alles Gute Achim,du hast es nicht verBOCKt.

    • major says:

      Mein Mitleid hält sich in diesen Einkommensklassen schwer in Grenzen, bis zum 31.7. hätte er ja auch wieder Lehrer werden können.
      Falsche Entscheidungen, aber er fällt ja jetzt nicht durch das soziale Netz sondern ziemlich weich.
      „Leben lassen“ heißt in diesem Fall ein paar hundert Tausend Euro vom FC.
      Warum lässt mich niemand so „leben“ ?

  16. Max Moor says:

    Ich muss gleich Arbeiten .. Ich muss Leistungen bringen sonst flieg ich Raus ! Und Höger , Hector , Merè und Schmitz können Scheiße Spielen über Jahre und Spielen trotzdem weiter und mit Tempo Richtung Abstieg 7 !!! Aufn Platz geht doch viel zu wenig und kaum einer traut sich was . . Drexler spielte doch in Dusseldorf auch Mist .

  17. major says:

    Wenn ich schon die Einleitung dieses „Vorstandsschreibens“ lese…

    Wie kann man sich nur so in die Defensive drängen lassen, die Ereignisse verschlafen? Als „ausgewiesener Wirtschaftsexperte“, der auch noch für die Unternehmenskommunikation , also die PR, in der Brauerei zuständig war? Wo ist denn der promovierte Psychologe? Alter, das ist Krisenmanagement a la Dachpappe. Bleibt einfach liegen.
    Übernimmt nicht die Initiative, managed nicht, sitzt es aus.

    DESOLATE Vorstandsarbeit, direkt in der ersten Krise – und die war leicht absehbar.

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