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Drexler überrascht von Kritik: „Habe keine tote Mannschaft gesehen“


Der 1. FC Köln hat im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Auch bei Union Berlin unterlag die Mannschaft am Ende verdient. Während Dominick Drexler nach der 0:2 (0:1)-Niederlage auch gute Ansätze gesehen hat, übten die Verantwortlichen Kritik an ihrer Mannschaft. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Berlin berichtet Marc L. Merten 

Louis Schaub: „Ich glaube bis zum 0:1 war das Spiel ausgeglichen. Nach dem Rückstand haben wir uns extrem schwer getan, nach vorne zu spielen und uns Chancen zu kreieren. Nach dem 0:2 wussten wir natürlich, dass es sehr schwierig wird, zurück zu kommen. So kurz nach dem Spiel kann ich auch nicht sagen, woran es wirklich fehlt. Wir haben eine Englische Woche vor uns und müssen schauen, dass wir noch ein paar Punkte holen. Wir wollten schon, aber waren teilweise zu mutlos. Ich war nicht glücklich, dass ich in den letzten zwei Spielen nicht gespielt habe. Ich muss schauen, dass ich weiter Gas gebe und mich für weitere Einsätze empfehle.“

Ich habe keine tote Mannschaft gesehen

Dominick Drexler: „Wir wussten, dass das heute kein Leckerbissen wird. Wir haben das gut angenommen und kriegen durch eine Standardsituation das erste Gegentor. In so einer Situation ist das natürlich Gift, weil Union natürlich gerne lange Bälle spielt. Wir wollten aus der Ordnung heraus weiter spielen. Nach der Halbzeit machen wir einen Fehler, der sehr hart bestraft wird. Für Union ist das dann natürlich wie gemalt. Wir müssen auch mal einen rein machen, der Kritik müssen wir uns stellen. Aus dem Ergebnis wird jetzt aber wahrscheinlich mehr gemacht als es ist. Ich habe keine tote Mannschaft gesehen. Ich sehe viel was mir Hoffnung macht.“

Simon Terodde: „Wir haben zwei entscheidende Fehler gemacht. Das 0:1 muss ich auf meine Kappe nehmen. Da habe ich der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Wir sind Tabellenvorletzter, ich glaube man unseren Plan gesehen, dass wir kompakt stehen wollten. Dann müssen wir einfach mal in Führung gehen. Das hätte uns extrem gut getan. Nächste Woche geht es wieder um drei Punkte.“

Horst Heldt: „Das war einladend zum Verlieren. Beide Tore resultieren aus unseren Fehlern. Das ist nicht gut und bereitet uns immer wieder Probleme. Wir hatten die besseren Chancen in der ersten Halbzeit und machen die Tore nicht. Das ist zu einfach, das funktioniert so nicht und müssen wir abstellen. In der Phase wo wir das zweite Tor bekommen haben, hat man gesehen, dass die Unioner auf keinen Fall das Tor zulassen wollten und wir haben keine Lösung gefunden. Wir hatten genügend Standardsituationen, aber wir ziehen nichts daraus. Im Gegensatz zu Berlin agieren wir dabei ohne Überzeugung. Die Spieler müssen auf dem Platz erkennen, das bestmögliche aus einer Situation herauszuholen. Das habe ich aber nicht gesehen. Wir kriegen zu einfache Tore und machen selbst zu wenige. Das war heute sicherlich nicht das erste Mal und das muss sich schnellstmöglich ändern.“

Ich habe das Aufbäumen vermisst

Markus Gisdol: „Zum Schluss war es ein verdienter Sieg für Union. Wir hatten eine gute Anfangsphase, waren gut im Spiel, hatten tolle Torchancen, die wir aber leider nicht genutzt haben. Dann machen wir genau so einen Fehler. Wir wollten gerade auf der Sechs konsequent und ohne Fehler spielen. Solche Fehler in unserer Situation können wir uns überhaupt nicht erlauben. Statt nach vorne zu spielen und nachzurücken, spielen wir vor unserem Tor klein klein – da war das Spiel gefühlt gelaufen. Ich habe das Aufbäumen meiner Mannschaft vermisst. Union hat uns dann aber gezeigt, was es ausmacht, sich aus den unteren Tabellenregionen zu befreien. Hart, nicht schön, konsequent, auf Sendung sein – das, was Union total verinnerlicht hat. Das ist ein Orientierungspunkt für uns. Diese Entwicklung müssen wir anstreben.“

Urs Fischer: „Wir sind hochzufrieden. Die ersten 30 Minuten war Köln besser. Wir hatten Mühe ins Spiel zu kommen, Köln stand tief und wir hatten Probleme im Spiel mit dem Ball. Das 1:0 spielte uns dann in die Karten. Es hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben, und das ist die Situation der Tabelle. In der zweiten Hälfte haben wir so gespielt, wie wir von Beginn an spielen wollten und hatten das Spiel im Griff.“

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