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Mit Cordoba und Sobiech? Fragezeichen im Mittelfeld


Der 1. FC Köln beim FC Union Berlin – nach den Ergebnissen vom Samstag mit den Niederlagen von Düsseldorf und Mainz sowie der Punkteteilung zwischen Frankfurt und Hertha BSC könnten die Geissböcken mit einem Sieg bei den Eisernen wieder Tuchfühlung zum rettenden Ufer aufnehmen. Die Hürde jedoch ist hoch und das Personal, das Markus Gisdol an den Start bringen wird, unklar.

Aus Berlin berichtet Marc L. Merten

Als der Tross des 1. FC Köln am Samstag nach Berlin aufbrach, fehlte ein Sextett: die gesperrten Rafael Czichos und Jonas Hector sowie die angeschlagenen Thomas Kessler, Ismail Jakobs, Vincent Koziello und Kingsley Schindler. Damit stehen im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Augsburg mindestens drei Startelf-Änderungen ins Haus. Czichos, Jakobs und Hector müssen ersetzt werden. Doch korrigiert Trainer Markus Gisdol auch personelle Fehler, die er gemacht hat?

Zunächst einmal die Alternativen zu den Ausfällen: Czichos wird wohl durch Lasse Sobiech ersetzt werden. Der Hüne in der Innenverteidigung hat in dieser Saison zwar noch keine Sekunde gespielt. Als Kopfball-Monster ist er gegen Union aber prädestiniert, ganz im Gegensatz zu Jorge Meré. Während Sobiech zudem die Atmosphäre an der Alten Försterei bestens kennt und sich davon unbeeindruckt zeigen dürfte, hatte der gerade erst von einer Muskelverletzung genesene Meré in solchen Spielen gegen unangenehm agierende Mannschaften schon häufiger Probleme, nicht zuletzt im DFB-Pokal in Saarbrücken.

Gisdol verrät Zwei-Stürmer-System

Neben der Position an der Seite von Sebastiaan Bornauw in der Innenverteidigung wird Markus Gisdol seine gesamte linke Seite neu besetzen müssen. Gegen Augsburg spielte Jakobs hinter Hector. Beide fallen nun aus. Für sie dürften Noah Katterbach defensiv sowie Florian Kainz offensiv zum Einsatz kommen. Das Eigengewächs ist wieder fit, Kainz machte gegen Augsburg nach seiner Einwechslung viel Druck und spielte, obwohl meist in guter Form, in dieser Saison bislang überraschend unregelmäßig. Nun dürfte er eine neue Chance bekommen.

Ob Gisdol über die drei erzwungenen Wechsel hinaus personelle Veränderungen vornehmen wird, wird zwar erst eine Stunde vor dem Anpfiff klar sein. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass sich Jhon Cordoba dank seines Tores gegen Augsburg einen Platz in der Startelf verdient hat. Der Kolumbianer brachte gegen den FCA genau jenes kämpferische Element, das dem Rest des Teams zwischenzeitlich verloren gegangen war. „Seine Chancen sind natürlich größer geworden“, sagte Gisdol mit Blick auf Cordobas Startelf-Chancen. Cordoba habe sich in dieser Woche im Training so präsentiert, wie er es gegen den FC Augsburg gezeigt hatte. „Am liebsten wäre es mir, wenn zwei Stürmer beginnen, beide treffen und der dritte, der reinkommt, auch noch ein Tor macht“, sagte Gisdol und verriet damit bereits, dass er in Berlin mit zwei Stürmern spielen lassen wird.

Wie verfährt Gisdol mit Höger?

Das größte Rätselraten dürfte sein, wer am Sonntag beim FC neben Florian Kainz im Vierer-Mittelfeld auflaufen wird. Gegen Leipzig und Augsburg vertraute Gisdol zunächst jeweils Marco Höger. Beide Nominierungen konnte der Routinier nicht bestätigen, blieb erschreckend schwach. Birger Verstraete war zu Wochenbeginn etwas angeschlagen, Ellyes Skhiri ist zwar der laufstärkste Spieler des FC, unter Gisdol muss er sich aber erst wieder neu beweisen. Höger hatte einen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten, weil sich Trainer und Spieler aus gemeinsamen Schalker Zeiten kannten. Ob dieser Vorsprung aufgrund der enttäuschenden Vorstellungen Högers nun aufgebraucht ist, wird das Spiel in Berlin zeigen. Und dann wäre da noch die Position des Rechtsaußen. Schindler fällt aus, Dominick Drexler spielte gegen Augsburg, Louis Schaub scharrt mit den Hufen und Kingsley Ehizibue, defensiv ein Fehlerteufel, wäre offensiv die pfeilschnelle Alternative.

So könnte der FC spielen: Horn – Schmitz, Sobiech, Bornauw, Katterbach – Drexler, Verstraete, Skhiri, Kainz – Cordoba, Terodde

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