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Sieger tritt ab: Wettich statt Müller-Römer neu im FC-Vorstand


Der 1. FC Köln hat nach nur 97 Tagen sein Präsidium umbauen müssen. Wie die Geissböcke am Sonntag bestätigten, hat Jürgen Sieger „aus privaten Gründen“ sein Amt als Vizepräsident niedergelegt. Der Mitgliederrat musste daraufhin nun entscheiden, wer aus dem Vereinsgremium in den Vorstand aufrücken wird. Interimsweise wird dies nun Carsten Wettich sein.

Köln – Dass Sieger sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, war am Samstag während des Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen bekannt geworden. Die Geissböcken wollten dies aber zunächst noch nicht bestätigen. Auch, weil im Hintergrund offenbar noch abgestimmt werden musste, wie man Siegers Abtritt kommunizieren wollte. Schließlich ließ Präsident Werner Wolf ausrichten: „Wir bedauern die Entscheidung von Jürgen Sieger sehr. Im Vorstandsteam haben wir gemeinsam Veränderungen angestoßen. Wir danken ihm für sein Engagement und haben Verständnis für seine Entscheidung.“

Siegers Entscheidung soll zwar auch wegen unterschiedlichen Auffassungen über diese gemeinsamen Veränderungen im Vorstandsteam gefallen sein, letztlich hatten aber wohl persönliche Gründe den Ausschlag gegeben, dass der Posten des Vizepräsidenten nicht mit Siegers Leben vereinbar war. „Mir ist die Entscheidung nicht leichtgefallen“, erklärte Sieger selbst. „Allen Gremien danke ich für die gute, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.  Ich danke Carsten Wettich, dass er bereit ist, zusätzlich zu seiner beruflichen Belastung diese Aufgabe interimsweise zu übernehmen.“

Wettich statt Müller-Römer

Wettich wurde am Sonntag vom Mitgliederrat als Interims-Mitglied bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst 2020 in den Vorstand entsandt. Auf der Mitgliederversammlung 2020 soll dann ein Nachfolger für die restliche Amtszeit des Vorstands gewählt werden. Der amtierende Vorstand war erst im September für drei Jahre gewählt worden, nachdem er vom Mitgliederrat ausgesucht und vorgeschlagen worden war.

Damit rückt bereits zum zweiten Mal im Jahr 2019 ein Mitgliederrat in den Vorstand nach. Im März hatte Werner Spinner nach einem Machtkampf mit Ex-Sportchef Armin Veh als Präsident abdanken müssen. Für ihn war Stefan Müller-Römer nachgerückt. Auch jetzt hätte Müller-Römer als Vorsitzender des Mitgliederrates wieder zur Wahl stehen können für den Interimsposten im Vorstand. Doch Wettich, stellvertretender Vorsitzender, wurden offenbar bessere Chancen für eine ruhige Zusammenarbeit mit Werner Wolf und Eckhard Sauren im Vorstand eingeräumt. „Ich bedauere den Rücktritt von Jürgen Sieger“, sagte Wettich nach der Wahl. „Ich bedanke mich für das Vertrauen des Mitgliederrats und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Werner Wolf und Eckhard Sauren sowie dem Team am Geißbockheim.“ An Wettichs Stelle rückt Ho-Yeon Kim als zweites Mitglied des Mitgliederrats in den Gemeinsamen Ausschuss auf.

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