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Transfers: Heldt sucht Bundesliga-erfahrene Verstärkung


Noch drei Wochen bis Weihnachten: Der 1. FC Köln muss sich bis zum Ende der Hinrunde in eine möglichst gute Position im Abstiegskampf befördern. Doch nach nur acht Punkten aus 13 Spielen weiß der neue Sportchef Horst Heldt auch, dass der Kader womöglich noch einmal verstärkt werden muss. Geld ist zwar kaum da, doch der 49-Jährige sondiert den Markt.

Köln – Horst Heldt redet nicht schlecht über seinen Vorgänger Armin Veh. Dafür sind die beiden einstigen Meistermacher aus Stuttgarter Zeiten zu eng befreundet. Doch Heldt dürfte in den ersten zwei Wochen als neuer Geschäftsführer Sport bereits aufgefallen sein, dass Veh ihm eine womöglich nicht Bundesliga-taugliche Mannschaft hinterlassen hat. Entgegen allen Behauptungen und Hoffnungen taumelt der FC wieder gen Zweite Liga.

Weil Veh und Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle jedoch das Transferbudget im vergangenen Sommer bis in den tiefroten Bereich ausreizten, sind Heldts Möglichkeiten im Winter personell nachzulegen, eingeschränkt. Zwar verfügt der 1. FC Köln über genügend Eigenkapital, um sich zu annehmbaren Konditionen im Winter noch einmal bei einem Finanzinstitut Geld zu leihen, wie es bereits im Sommer geschehen war. Doch der Spielraum ist deutlich kleiner geworden.

Wir prüfen den Markt

„Wir sind handlungsfähig. Das beruhigt mich“, sagte Heldt nun bei Sky im Talk mit Jörg Wontorra – bemerkenswerter Weise also genau dort, wo sein Vorgänger Veh noch Mitte Oktober seinen Abschied indirekt angekündigt und so die heutige Krise der Geissböcke mit eingeläutet hatte. Nun war Heldt bei Wontorra zu Gast und musste über das Chaos sprechen, das Veh zu verantworten hat.

Den finanziellen Spielraum für Winter-Neuzugänge nannte Heldt „ausreichend“ und erklärte: „Wir wären in der Lage Spieler zu holen. Das Geld dafür stünde bereit.“ Darüber hat sich der 49-Jährige also bereits mit seinem Co-Geschäftsführer Wehrle ausgetauscht. Muss er auch, denn die Zeit ist knapp, schließlich hat der FC nur noch vier Spiele vor der Brust, ehe eine kurze Winterpause ansteht und es am 4. Januar in ein einwöchiges Trainingslager nach Spanien geht. „Wir prüfen den Markt und werden vorbereitet sein auf das, was wir noch machen wollen.“

Den Schrei nach Neuzugängen wollen wir nicht zulassen

Ob der FC überhaupt noch etwas machen wird, wird von den Ergebnissen aus den Spielen gegen Union Berlin, Leverkusen, Frankfurt und Bremen abhängen sowie davon, wie sich der Kader in diesen vier Partien präsentieren wird. Bekommt Markus Gisdol die Mannschaft wieder in die Spur? Auf welchen Positionen wird der dringendste Bedarf herrschen? Klar ist: Heldt wird nicht im großen Stil einkaufen können, womöglich auf Leihgeschäfte zurückgreifen müssen. Klar ist auch: Heldt will nicht schon jetzt die Diskussion über einzelne Schwachstellen eröffnen, hielt sich damit gegenüber Wontorra entsprechend zurück. „Transfers sind nicht das alleinige Heilmittel. Den Schrei nach Neuzugängen wollen wir nicht zulassen, um nicht schon im Vorfeld Alibis zu schaffen für die nächsten Wochen.“

Dennoch muss sich Heldt in den nächsten zwei bis drei Wochen entschieden, ob der FC noch einmal ein oder zwei Spieler hinzunehmen muss, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu erhöhen. Darauf bezogen, betonte Heldt lediglich, dass man sich solche Transfers im Winter gut überlegen müsse, da insbesondere Bundesliga-unerfahrenere Spieler eine längere Eingewöhnungszeit benötigen würden. Im Falle des FC jedoch müsse ein Neuzugang sofort weiterhelfen und somit im Bestfall Bundesliga-Erfahrung aufweisen. Heldt und das Scouting um Chefscout Willi Kronhardt sichtet also nun vor allem den nationalen Markt auf der Suche nach Spielern, die sich im Winter aufgrund ihrer unzufriedenen Situation im Heimatklub verändern wollen.

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