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Union Berlins Stärke ist die Schwäche des 1. FC Köln

Erstmals treffen der 1. FC Köln und Union Berlin am Sonntag in der Bundesliga aufeinander. Zwar sind die Geißböcke im Abstiegskampf erfahrener, was ihnen bislang aber bekanntlich keine Hilfe war. Im Gegenteil: Mit 16 Punkten aus 14 Spielen haben sich die Eisernen bereits ein gutes Polster auf den FC verschafft. Die Gründe für Unions Erfolg gehören dabei zu den Schwächen des FC. 

Köln – Seit dem Sommer ist Union Berlin der 56. Verein in der Fußball-Bundesliga. Der Verein aus dem Berliner Stadtteil Köpenick spielt derzeit seine erste Saison im deutschen Oberhaus und steht damit im krassen Gegenteil zum 1. FC Köln, der seit der Gründung der Bundesliga 49 Jahre am Stück erstklassig war und zahlreiche Erfolge feiern konnte. Seit 1998 stiegen die Geißböcke allerdings bekanntlich sechs Mal aus der Bundesliga ab. Das siebte Mal droht in der Saison 2019/20, sollte die Mannschaft von Markus Gisdol nicht die Wende schaffen.

Bei uns geht sofort die Welt unter

Was den Erfahrungswert in Deutschlands höchster Spielklasse und damit auch im Abstiegskampf angeht, sind die Kölner den Berlinern automatisch um einiges voraus. Allerdings schürt die Kölner Vergangenheit auch um Längen andere Erwartungshaltungen als bei Union Berlin, in diesem Jahr zudem unterstützt von den Aussagen der Verantwortlichen. Dabei stehen die Berliner aktuell acht Zähler vor den Geißböcken und fünf vor dem Relegationsrang. „Das hat uns ein Gegner wie Union Berlin voraus“, sagte Gisdol am Freitag und führte aus: „Da sind alle glücklich, dass sie überhaupt Bundesliga spielen. Und eigentlich müssen wir auch alle wieder glücklich sein, dass wir in der ersten Liga sind. Wir sind genauso Aufsteiger wie Berlin auch.“

Dabei kritisierte der Trainer die zu hohe Erwartungshaltung nach dem geschafften Aufstieg. „In Berlin war die Stimmungslage von Anfang an ganz anders als hier, obwohl sie zunächst auch keine Punkte geholt haben. Hier war die Erwartungshaltung: Wir sind ja sowieso Köln und gehören immer dazu.“ Die unterschiedlichen Einstellungen dürften Union Berlin einen entscheidenen Vorteil verschaffen, wie auch Gisdol erläuterte: „Da merkst du, dass alle eine Einheit sind und es akzeptiert wird, wenn sie mal ein Spiel verlieren. Bei uns geht bei einer Niederlage sofort die Welt unter.“ Dazu kommt, dass Aufstiegstrainer Urs Fischer bereits in der letzten Saison die Zügel in der Hand hielt, die Mannschaft formen und so jene Einheit bilden konnte, von der die Eisernen zehren, während beim FC inzwischen der vierte Trainer im Kalenderjahr 2019 am Werk ist.

Bewusstsein soll verändert werden

Für Markus Gisdol geht es aktuell also nicht nur darum, die Mannschaft sportlich und taktisch wieder auf den richtigen Weg zu bringen, sondern auch in den Köpfen der Spielern etwas zu verändern. „Wir sind dabei, ein anderes Bewusstsein zu erzielen, damit wir uns befreien können.“ Wie wichtig das Spiel an der Alten Försterei für den FC am Sonntag wird, zeigt alleine die Tabellenkonstellation: Bei einer Niederlage würde der Mitaufsteiger auf elf Punkte davon ziehen. Mit einem Sieg könnte der FC die Eisernen dagegen wieder mit in den Abstiegsstrudel ziehen und den Abstand zu den Nichtabstiegsrängen schließen. Zu Gute kommen könnte den Kölnern, dass die Berliner erstmals in dieser Saison als Favorit in eine Begegnung gehen. Auch Geschäftsführer Horst Heldt sieht den FC nur in der Außenseiterrolle, wenngleich die Chancen auf einen Sieg gegeben seien: „Die klare Favoritenrolle liegt bei Union Berlin, die das im Moment wirklich sehr gut machen. Wir sind aber in der Lage dort zu punkten und das nehmen wir uns vor.“

14 Kommentare
  1. Stephan says:

    Ich behaupte mal das der FC das Spiel gewinnt. Gegen Paderborn haben wir letzte Saison zweimal verloren und diese Saison locker geschlagen. Das ist quasi die selbe Situation jetzt. Nur das wir letzte Saison nur einmal gg Union verloren haben.
    Union nimmt uns wahrscheinlich nicht ernst, sie sind jetzt der Favorit. Nicht so ernst wie sie Dortmund oder Gladbach genommen haben.

  2. Jhen says:

    Nach Gisdols Ausführungen, dürfte morgen kein Spieler unter 1,80 m auflaufen, also kein Katterbach, kein Schaub, kein Kainz, kein Verstraete, kein Koziello, vielleicht gerade so ein Churlinov, der gestern nicht in der 2. spielte. Aber Bader und Hauptmann, beide unter 1,80m spielten auch nicht.

  3. Paul Paul says:

    Das Problem ist doch nicht die Erwartungshaltung! Das ist doch der gleiche Blödsinn wie das Geseier über das schwere Auftaktprogramm. Das Problem ist, dass die Mannschaft schlicht und ergreifend zu schlecht ist. Die permanenten technischen Fehler sind erschreckend, die Laufbereitschaft fehlt, es gibt viele individuelle Aussetzer, und wenn dann Terodde in einem entscheidenden Spiel freistehend aus 5 Meter Entfernung 3 Meter über das Tor köpft, dann bedeutet dies, dass er und viele andere Spieler einfach nicht bundesligatauglich sind, weil die Nerven versagen.

    Dem Kader fehlt die Harmonie, und die Spieler haben in 3 Jahren 4 Trainer verschließen, was viel über die dort herrschende Mentalität sagt. Das Geld wurde verschleudert, und es fehlt ein guter Spieler auf der wichtigsten Position überhaupt, im zentralen Mittelfeld.

    MENGER RAUS!!! KRAHL REIN!!!

  4. Max Moor says:

    Die Spieler reißen sich einfach nicht den Arsch auf ! Ohne Mum und Biss holst du in der Bundesliga nix . Die müssen Kämpfen für den Verein und nicht nur mitlaufen / spielen ! Ich habe selbst nach 4 Niederlagen nicht gesehen das die Spieler Augsburg unbedingt besiegen wollten . . Ohne Cordoba Guten Einsatz hätten wie auch wieder Zuhause Verloren !!! Es fehlen 2 richtige Spieler die den anderen aufn Platz im Arsch treten , im Mittelfeld muss einer her und in der Abwehr fehlt auch die klare Linie . Danke

  5. Klaus Höhner says:

    Das ist der Unterschied Union zum FC die nehmen die Bundesliga dankbar an,in Köln wird direkt weitergemacht Aufstieg ja aber die ersten 10 Spiele müssen mindestens 18 Punkte her das ist der Unterschied da sind die anderen Demütiger das würde uns manchmal gut tun. Aber so ist der FC Fan,erst ankommen aber dann im 2 Jahr mindestens Euroliga.Also mehr Demut Jungs.

  6. Robert Jakhel says:

    Union hat die Hälfte vom Budget von uns. Die Spieler sind sicherlich nicht so bekannt wie Modest, Horn, Hector etc. Aber sie machen eines sehr gut. Sie kämpfen und kämpfen. Für den Verein, für sich. Diese Spieler haben noch Stolz, was wir nicht mehr besitzen, aber dahin müssen wir wieder. Und nicht mit Stars, sondern mit unserer Jugend……wie z.b. mit Churlinov.
    Wenn diese Mannschaft kämpft und dann doch absteigt, hat sie alles gegeben…..dann werden wir nicht pfeifen und sie nicht niederbrüllen. Wir werden traurig sein, aufstehen und aplaudieren……..dann geht es wieder weiter.

  7. Immerfc says:

    Unterschied ist wir haben die hungrigen Spieler wie höger Risse kessler modeste Clemens ( zur Zeit verletzt) , und wenn es mal nicht läuft halten sie die Truppe zusammen, RealPlayer eben…
    ich freue mich schon mit ihnen in schöne fussballzeiten gehen

  8. Franz-Josef Pesch says:

    Ich denke das die jetztige Mannschaft in der konditionellen und technischen Verfassung nicht
    „Bundesliga“ tauglich ist. Es ist eine Charaktersache für den Verein alles zu geben, was dieser Mannschaft komplett fehlt. Was Gisdol bewegt hat diese Chaos-Truppe zu übernehmen ist und bleibt mir ein Rätsel.

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