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Vor Freiburg: Nur an zwei Tagen öffentliche Trainingseinheiten


Auf die Spieler des 1. FC Köln wartet eine lange Woche, ehe sie das 1:5 in Dortmund wieder zurechtrücken können. Nach der Partie am Freitagabend geht es erst am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg weiter. Trainer Markus Gisdol hat einen Trainingsplan festgelegt, der die Wichtigkeit des Spiels gegen die Breisgauer verdeutlicht.

Köln – Wenn der 1. FC Köln in der Woche vor einem Bundesliga-Spiel trainiert, schließen sich für Fans nur an den zwei Tagen vor der Partie die Tore. Dann wird nicht-öffentlich im Franz-Kremer-Stadion geübt. Markus Gisdol hat in der kommenden Woche auch für den Dienstag eine nicht-öffentliche Einheit anberaumt. Nur die Doppeleinheit am Montag (10 und 15 Uhr) sowie eine Einheit am Donnerstag um 10 Uhr sind öffentlich. Am Mittwoch haben die Profis trainingsfrei. Gisdol will die äußeren Einflüsse minimieren und den Fokus auf die so wichtige Partie am Sonntag legen.

Dem FC-Trainer hatten gegen Dortmund einige Dinge nicht gepasst. Allen voran monierte er zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und einzelnen Positionen. Gisdol war sauer, dass sich Dortmund nicht einmal durchkombinieren musste, um zu Torchancen zu kommen. Einfache lange Bälle reichten, um den FC auszuhebeln. „Das zweite Tor ärgert mich am meisten. Über die langen Bälle von Hummels haben wir immer wieder gesprochen.“ Auch das 0:1 war durch einen solchen Ball eingeleitet worden.

So kommst du unter die Räder

„Wir waren zu undiszipliniert“, hatte auch Rafael Czichos moniert und erkennen lassen, dass sich die Spieler nicht an die taktischen Vorgaben des Trainerteams gehalten hatten. „Wir wollten tiefer anlaufen, um die Räume hinter der Abwehr nicht zu groß werden zu lassen. Das ist uns nicht gelungen“, sagte der Innenverteidiger. Die Spieler hatten sich also von Dortmund locken lassen, waren mutig, aber auch kopflos vorne angelaufen und weiter aufgerückt als besprochen. So kam der BVB mit einfachen Mitteln immer wieder direkt vor die Kölner Viererkette oder gar in deren Rücken. „So kommst du unter die Räder“, beklagte Czichos, der wie viele seiner Teamkameraden einen schlechten Tag erwischt hatte.

Im Training dürfte Gisdol nun wieder an den essentiellen Dingen arbeiten lassen, die den FC zuletzt stark gemacht hatten: taktische Disziplin, Laufbereitschaft und Zweikampfhärte. Denn Köln ließ in allen drei Bereichen vieles vermissen. „Wir müssen gegen Freiburg wieder hart und diszipliniert spielen, dazwischen langen und die wichtigen Zweikämpfe gewinnen“, forderte Czichos und traf damit den Kern der Forderungen von Gisdol und Sportchef Horst Heldt. Ob das nicht-öffentliche Training am Dienstag auch einberufen wurde, um erneut ein internes Trainingsspiel über 90 Minuten zu absolvieren, wurde zunächst nicht bekannt.

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