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Die halbe Liga zittert: Der enge Kampf im Tabellenkeller


Am 18. Spieltag gehörte der 1. FC Köln dank des Sieges über Wolfsburg zu den Gewinnern des Wochenendes. Eine Woche später zählen die Geissböcke zu den Verlierern. Das liegt auch daran, dass die halbe Liga inzwischen im Abstiegskampf steckt. Ab Platz neun richtet sich der Blick der Mannschaften gen Tabellenkeller.

Köln – Die beste Nachricht für den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende war: Weil Düsseldorf, Bremen und Mainz ihre Spiele ebenfalls verloren, blieb der Abstand der Geissböcke zu den Plätzen 15 bis 17 gleich. Weil jedoch Paderborn, Hertha, Union und Frankfurt gewannen, stehen die Kölner nur noch auf Rang 14 und haben wieder ein bisschen Boden auf direkte Konkurrenten verloren.

Dieses Spielchen wird den Effzeh und viele andere Bundesligisten wohl noch lange in der Rückrunde begleiten. Zwischen Tabellenplatz neun (Eintracht Frankfurt, 24 Punkte) und dem Relegationsplatz (Werder Bremen, 17 Punkte) liegen nur sieben Zähler und damit weniger als zwischen der SGE und einem europäischen Platz (neun). In einer solchen Konstellation können zwei Siege in Folge, wie zuletzt die Adler aus Frankfurt, einen Sprung in die obere Tabellenhälfte bedeuten. Zwei Niederlagen, wie jene von Mainz 05 mit Achim Beierlorzer, drücken dagegen schnell aufs Gemüt.

Wolfsburg greift in den Abstiegskampf ein

15 Spieltage vor Ende der Saison muss die halbe Liga zittern. Der 1. FC Köln steckt mit seinen 20 Punkten mittendrin, könnte am nächsten Spieltag daheim gegen den SC Freiburg einen wichtigen Erfolg landen und sich noch etwas mehr von unten absetzen. Der Umkehrschluss gilt aber selbstverständlich genauso für den Effzeh wie für Mainz oder Hertha, das sich gerade erst mit einem Sieg in Wolfsburg etwas befreite. Die Wölfe wiederum sind das beste Beispiel dafür, wie schnell es in dieser Saison gehen kann. In den ersten neun Spielen der Spielzeit blieb der VfL ungeschlagen, holte satte 17 Punkte. Seit zehn Spieltagen aber kamen nur noch sieben Zähler hinzu – und das trotz einer hochkarätig besetzten Mannschaft und viel Selbstvertrauen nach starkem Saisonbeginn. Wolfsburg hat wie Frankfurt 24 Punkte und muss sich eher nach unten als nach oben orientieren. Köln trennen nur noch vier Punkte vom VfL, den man bislang nicht als potentiellen Kandidaten für den Abstiegskampf wahrgenommen hatte.

Wolfsburg wollte eher um Europa mitspielen – und kann dies womöglich in nur wenigen Wochen wieder tun. Denn der Spielplan beschert dem VfL in den nächsten fünf Wochen eine besondere Rolle im Abstiegskampf: Vier der fünf nächsten Gegner kommen aus dem unteren Tabellendrittel (Paderborn, Düsseldorf, Mainz, Union). Das bedeutet: Entsprechende Erfolge vorausgesetzt, wäre der VfL wieder raus aus der Abstiegsdiskussion und hätte gleichfalls Mannschaften wie den Geissböcken einen Gefallen getan. Auch hier gilt jedoch der Umkehrschluss: Sollte Wolfsburg weiter patzen wie zuletzt gegen den FC und die Hertha, stünden für Jörg Schmadtke und Co. düstere Zeiten an und das Feld der Abstiegskandidaten würde noch enger zusammenrücken.

Kölns Ziel muss sein: regelmäßig punkten

Der 1. FC Köln weiß derweil nach dem 1:5 in Dortmund, was die Stunde geschlagen hat. Die vier Siege in Folge haben dem Effzeh zwar eine gute Ausgangssituation für die restliche Saison beschert. Regelmäßiges Punkten ist ab sofort aber Pflicht. Schwer genug wird es bei den bekannten Gegnern der nächsten Wochen (Freiburg, Gladbach, Bayern, Hertha, Schalke). Gerade jetzt wird für den FC daher auch dazugehören müssen, hin und wieder mal ein Unentschieden mitzunehmen. Etwas, das in dieser Saison bisher lediglich zweimal gelang. Nur Mainz teilte sich seltener die Punkte als der FC, holte gar noch überhaupt kein (!) Unentschieden in der laufenden Spielzeit. Doch in einer so engen Liga wie in diesem Jahr wird jeder Punkt zählen. Vor allem dann, wenn das Torverhältnis derart schlecht ist wie jenes der Kölner.

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