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Die FC-Karnevalsbilanz: Katerstimmung statt Alaaf

Der 1. FC Köln ist inmitten des Straßenkarnevals am Samstag zu Gast bei Hertha BSC. Bevor es am Rosenmontag auf dem eigenen Festwagen durch die Straßen geht, wollen die Geißböcke noch drei Punkte aus der Hauptstadt entführen. Doch in den letzten Jahren gab es für die Kölner während der Jecken Tage nur wenig Grund zum Feiern. 

Köln – Unvergessen bleibt der 21. Februar 2009: Auf den Tag genau vor elf Jahren reiste der 1. FC Köln am Karnevalssamstag als krasser Außenseiter zum FC Bayern München. Trainer Christoph Daum sorgte beim Rekordmeister für eine personelle Überraschung: Daniel Brosinski feierte mit 20 Jahren sein Bundesliga-Debüt als Rechtsverteidiger bei den Geißböcken. Und eben jener Brosinski war es, der in der 34. Minute nach Vorarbeit von Nemanja Vucicevic das 2:0 erzielte. Zuvor hatte Fabrice Ehret die Kölner in Führung gebracht. Bayern-Verteidiger Daniel Van Buyten erzielte in der Schlussphase zwar noch mal den Anschluss für die Münchener, am Ende jubelten aber die Geißböcke und konnten in Köln anschließend ausgelassen Karneval feiern.

Nur zwei Siege in elf Jahren

Sucht man in der jüngeren Vereinsgeschichte dann aber nach dem nächsten Sieg während des Straßenkarnevals, muss man schon zehn Jahre weiter gehen. In der vergangenen Saison gewann der FC am 18. März, dem Karnevalssonntag, mit 2:1 in Ingolstadt. Anthony Modeste brachte die Kölner per Elfmeter in Führung, Dominick Drexler erhöhte auf 2:0. In der Schlussphase traf Paulsen zwar noch zum Anschluss, doch mit drei Punkten im Rücken konnte der Rosenmontag ausgelassen in Köln gefeiert werden.

Zwischen 2009 und 2019 setzte es beim FC an Karneval sechs Niederlagen. Vier Mal sprang für die Geißböcke zumindest noch ein Punkt heraus. Auch die Berliner wollen am Samstag gegen den FC zum Spielverderber werden. Doch die Kölner dürften alles daran setzen, die Fahrt auf dem Wagen beim Rosenmontagszug mit einem Sieg anzugehen. Unabhängig des Ergebnisses werden sich die FC-Spieler am Montag den Menschen in Köln zeigen und mit ihnen feiern. Mit drei Punkten im Rücken dürfte das aber wesentlich leichter fallen.

Die FC-Karnevalsbilanz der letzten elf Jahre im Überblick 

Karnevalssamstag, 21. Februar 2009: FC Bayern München – 1. FC Köln 1:2 (0:2) Tore: Ehret, Brosinski, Van Buyten

Karnevalssonntag, 14. Februar 2010: FC Schalke 04 – 1. FC Köln 2:0 (1:0) Tore: Matip, Farfan

Karnevalsfreitag, 4. März 2011: Borussia Dortmund – 1. FC Köln 1:0 (1:0) Tor: Lewandowski

Karnevalssamstag, 18. Februar 2012: 1. FC Nürnberg – 1. FC Köln 2:1 (1:0) Tore: Esswein, Novakovic, Pekhart

Karnevalssamstag, 9. Februar 2013: Energie Cottbus – 1. FC Köln 0:0

Karnevalssamstag, 1. März 2014: Erzgebirge Aue – 1. FC Köln 2:2 (1:0) Tore: Sylvestr, Löning, Halfar (2)

Karnevalssamstag, 14. Februar 2015: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:0 (0:0) Tor: Xhaka

Karnevalssonntag, 6. Februar 2016: Hamburger SV – 1. FC Köln 1:1 (0:1) Tore: Zoller, Müller

Karnevalssamstag, 25. Februar 2017: RB Leipzig – 1. FC Köln 3:1 (2:0) Tore: Forsberg, Eigentor Maroh, Osako, Werner

Karnevalssamstag, 10. Februar 2018: Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln 4:2 (1:0) Tore: Rebic, Terodde, Russ, Falette, Wolf, Terodde

Karnevalssonntag, 18. Februar 2019: FC Ingolstadt – 1. FC Köln 1:2 (0:1) Tore: Modeste, Drexler, Paulsen

12 Kommentare
  1. OlliW says:

    Ja die Bilanz ist gruselig. Vor allem zuhause (da der FC, glaube ich, nicht am Karnevalswochenende zuhause spielen DARF, wohl wegen Polizei etc.). Und die Bilanz in Berlin gegen die Hertha ist ähnlich bescheiden. Grund genug, eine weitere Serie zu beenden!

  2. Boom77 says:

    So… da mittlerweile alle relevanten Statistiken veröffentlicht und breitgetreten wurden…. hier nun eine maßgebliche Statistik, die noch nie genannt wurde… der FC hat noch nie ein spiel verloren, wenn ich Dünnpfiff hatte!

    Pfeif auf die Statistik… konzentriert sein von der ersten Minute und dann Leistung bringen wie gegen Frankfurt (2. Halbzeit) oder gegen Freiburg und vielen anderen spielen (mit Ausnahme der 1. Halbzeit gegen den BVB und Bayern)…. dann braucht uns nicht Bange sein vor dem neuen „Welt-Club“ aus Berlin und wir schauen einfach, was am Ende bei rum kommt. Wenn die Leistung stimmt und zu sehen ist, dass die Jungs wollten und alles versucht haben, kann ich mit jedem Ergebnis leben (am liebsten natürlich ein Sieg)… Statistik hin oder her

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