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Drei Torbeteiligungen: Uth wird beim FC zum Unterschiedsspieler


Der 1. FC Köln hat das RheinEnergieStadion wieder zu einer Festung gemacht. Mit 4:0 (1:0) feierten die Geißböcke über den SC Freiburg den vierten Heimsieg in Folge. Einen entscheidenden Anteil an den beiden jüngsten Heimerfolgen hatte Winter-Neuzugang Mark Uth. Nicht nur aufgrund seiner überragenden Torbeteiligungsquote ist der Offensivspieler aktuell der entscheidenden Mann bei den Kölnern. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Gerade einmal einen guten Monat ist Mark Uth zurück beim 1. FC Köln. Doch der Winter-Neuzugang aus Schalke hat sich ohne den Hauch einer Anlaufschwierigkeit sofort in die Mannschaft integriert und ist aktuell aus der der ersten Elf nicht wegzudenken. „Mark war vom ersten Moment an so, als wäre er nie weggewesen“, lobte Trainer Markus Gisdol das Auftreten und die Leistung des offensiven Mittelfeldspielers.

Uths überragende Quote bei eigenen Toren

Bislang kommt der FC in der Rückrunde bei drei Spielen auf acht eigene Treffer. An ganzen sechs davon war Mark Uth direkt oder indirekt beteiligt. Beim ersten Rückrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg brachte der Neuzugang den Freistoß in den Strafraum, den Cordoba zum 1:0 verwertete. Das 3:0 durch Hector leitete er durch einen gut getretenen Eckball ein. Gegen Borussia Dortmund traf der Offensivspieler mit einer direkten Volley-Abnahme selbst. Und nicht zuletzt gegen Freiburg hatte Uth bei drei von vier Treffern seine Füße mit im Spiel. Beim Treffer von Bornauw trat Uth die entscheidende Ecke, das 2:0 von Cordoba leitete er mit er geschickten Drehung um zwei Freiburger und einem anschließenden Pass auf Hector ein. Aber erst beim 4:0 durch Jakobs durfte sich der 28-jährige wirklich über einen Scorerpunkt freuen, als er den Ball geschickt zu dem Youngster durchsteckte.

Im Fußball ist Selbstvertrauen das A und O

Doch nicht nur seine Vorlagen und Torbeteiligungen machen Uth für das Kölner Spiel aktuell so wertvoll. Der Mittelfeldspieler versteht es immer wieder in die freien Räume zu laufen, den Ball festzumachen und sich geschickt um seine Gegenspieler zu drehen. Zudem besticht der gebürtige Kölner durch starke Standards und ein gutes Auge für den Mitspieler. Hinter Rafael Czichos hatte Uth gegen Freiburg die zweitmeisten Ballaktionen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Uth die Bälle fordert und seine Kollegen ihn auf dem Platz gleichermaßen immer wieder suchen und anspielen. Seinen stark getreten Freistoß in der 59. Minute konnte Schwolow nur mit einer Glanzparade gerade noch entschärfen und damit einen eigenen Treffer von Uth verhindern. Und auch wenn sich Markus Gisdol nach Spielen selten dazu hinreißen lässt, einzelne Spieler hervorzuheben, fand er für die Leistung von Uth ebenfalls lobende Worte: „Mit Mark habe ich nach dem Spiel abgeklatscht. Es war eine gute Leistung von ihm heute. Die gilt es jetzt zu konservieren. Er kann gerne so weitermachen.“ Dann fiel dem Trainer aber doch noch ein Kritikpunkt an Uths Spiel ein: „Der große Kritikpunkt war natürlich, dass er selber kein Tor geschossen hat“, lachte Gisdol hinterher.

Während Uth beim FC aktuell mit den Unterschied aus macht, dürfte man sich beim FC Schalke 04 wohl fragen, warum der Angreifer nicht auch im königsblauen Trikot solche Leistungen abgerufen hat. Uth selbst hat für seine starken Auftritte aber eine einfache Erklärung: „Ich darf spielen. Ich darf auf der Zehn spielen. Ich habe das Vertrauen vom Trainer. Im Fußball ist Selbstvertrauen das A und O. Wenn man das hat, kann man guten Fußball spielen“, sagte der Spieler nach dem 4:0-Erfolg über Freiburg und fügte an: „Ich versuche der Mannschaft zu helfen wo ich kann und wenn es so gelingt wie heute, ist das natürlich perfekt.“ Beim FC hätte man wohl nichts dagegen, wenn Uth das auch in den nächsten Wochen in ähnlicher Weise gelingen würde.

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