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Heldt, Gisdol, Cordoba & Co.: Klassenerhalt gibt die Richtung vor

Beim 1. FC Köln würden sie gerne schon jetzt die Zukunft planen. Jhon Cordoba und Noah Katterbach sollen verlängern, Horst Heldt womöglich ebenso. Auch Trainer Markus Gisdol weiß um seine besondere Vertragssituation. Über allem steht aber erst einmal der kurzfristige Erfolg: der Klassenerhalt.

Köln – Es ist längst kein Geheimnis mehr am Geißbockheim: Die Verpflichtungen von Horst Heldt und Markus Gisdol haben sich in der Situation des FC im November 2019 als richtig erwiesen. Das Duo schaffte mit Augenmaß und teils harter Hand den sportlichen Turnaround und steuert nun mit dem Klub auf den Klassenerhalt zu. Dieser ist zwar längst nicht erreicht, die Hoffnungen sind aber berechtigt ob der sechs Punkte Vorsprung auf Platz 16 mit einem Spiel in der Hinterhand.

Kein Wunder, dass die ersten Gerüchte sprießen und Forderungen laut werden nach personellen Belohnungen. Bekannt sind die bereits laufenden Gespräche über Vertragsverlängerungen mit Jhon Cordoba und Noah Katterbach. Beide Verträge gehen aktuell bis 2021. Das gilt auch für jene der sportlichen Leiter Heldt und Gisdol – das jedoch nur im Falle des Klassenerhalts. Nun berichtet die Sport Bild, der Vorstand der Geissböcke wolle mit Heldt in diesem Sommer über eine Vertragsverlängerung bis 2023 sprechen – „Klassenerhalt vorausgesetzt“.

Diese Einschränkung gilt allerdings für alle Planungen beim FC und ist daher das Mantra für die Arbeiten der Geissböcke. Schon im Winter holte Heldt nur Spieler für den kurzfristigen Erfolg: Mark Uth und Toni Leistner kamen für ein halbes Jahr auf Leihbasis zum FC, Elvis Rexhbecaj für anderthalb Jahre – „Klassenerhalt vorausgesetzt“. Keine langfristigen Investitionen, keine Gelder fix verplanen, keine Kaderplätze blockieren, keine langen Verträge in eine unsichere Zukunft. Freilich würde Heldt gerne längerfristig planen, doch die Gespräche mit Cordoba und Katterbach zeigen, dass auf Spielerseite praktisch alles am Klassenerhalt hängt. Was auch die Personalie Uth zeigt, zu der Heldt sagte: Mit dem Klassenerhalt hätte Köln gute Argumente, den Stürmer über die Saison hinaus zu verpflichten. Aber eben nur dann.

Und so ist es auch auf der Ebene der sportlichen Führung. Gisdol hat bewiesen, dass er die Mannschaft richtig anfassen kann, um sie erfolgreich zu machen. Jetzt soll der Erfolg in den kommenden Wochen mit dem Klassenerhalt gekrönt werden. Dann wird der FC mit Gisdol in die nächste Bundesliga-Saison gehen. Im Falle des Abstiegs käme es dagegen womöglich zur Trennung, zumindest würde in Liga zwei der Trainervertrag bis 2021 nicht mehr gelten. Das betrifft auch Heldt, der ebenfalls nur einen in der Bundesliga gültigen Vertrag unterschrieben hat. Der Sportchef fühlt sich pudelwohl beim FC – und umgekehrt. Und so wäre eine Verlängerung mit Heldt im Sommer tatsächlich keine Überraschung – „Klassenerhalt vorausgesetzt“. Oder um im Bild der Karnevalskostüme der FC-Bosse (kamen als Musketiere) zu sprechen: „Einer für alle, alle für einen“.

1 Antwort
  1. OlliW says:

    Alles logisch. Man leider nicht einfach so vom Klassenerhalt ausgehen und schon handeln. Das ist das Blöde an der Sache. Ich bin mir sicher, dass die das schaffen. Und damit stehe ich sicher weder bei den Fans, Köln oder am Geißbockheim alleine da. Doch es nutzt ja nix. Erst im Mai – oder je nach Punktezahl – irgendwann Ende April wird man Sicherheit haben, ob man erstklassig bleibt. Das ist allen klar und Mannschaft, Trainerteam und Verein werden entsprechend performen.

    Anders herum, falls die das noch vergeigen, muss man rein wirtschaftlich und perspektivisch neu an die Sache herangehen. Es wäre hochdramatisch und alles Gute an Neuem wäre komplett versaut. Wollen wir also das Beste hoffen und in der kommenden Saison mit Heldt, Gisdol, Cordoba, Katterbach und bitte auch Uth die nächsten Aufgaben angehen: Eine etwas sicherere, stabilere und sorgenfreiere Saison als die laufende.

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