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„Kein Gegner hat jetzt Lust, hier nach Köln zu kommen“

Der 1. FC Köln ist der große Gewinner dieses Spieltages im Abstiegskampf. Als einzige Mannschaft der unteren Tabellenhälfte konnten die Geißböcke gegen den SC Freiburg drei Punkte einfahren. Dank einer konzentrierten Leistung und zweier später Tore in der Nachspielzeit sicherten sich die Kölner am Ende einen ungefährdeten 4:0 (1:0)-Erfolg und damit den vierten Heimsieg in Folge. Umso erleichterter zeigten sich auch die Spieler nach der Partie, richteten aber gleichzeitig bereits den Fokus auf das anstehende Derby. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten 

Mark Uth: „Es fühlt sich gerade zuhause vor den eigenen Fans natürlich gut an, Freiburg so zu dominieren und 4:0 zu gewinnen. Hut ab vor den Jungs, wir haben gut verteidigt und vorne die Tore eiskalt gemacht. So können wir weiter machen. Die Fans haben schon in Dortmund Fingerspitzengefühl bewiesen. Dort haben wir klar verloren, aber sie haben gewusst, dass die wichtigen Spiele erst kommen. Ich will nicht sagen, dass wir heute gewinnen mussten. Aber wir sollten es und haben es getan. Auf die Ergebnisse von gestern habe ich gar nicht geguckt. Was die anderen momentan machen ist uns egal, wir müssen uns auf uns konzentrieren. Keiner hat jetzt Lust, hier nach Köln zu kommen und ein Bundesliga-Spiel zu bestreiten. Wir versuchen für jeden Gegner eklig zu sein, spielen aber dazu auch guten Fußball. Wir wollen jetzt in Gladbach etwas mitnehmen. Es ist fast wie im Pokal: Ein Derby schreibt seine eigenen Gesetze.“

Wir haben nicht vergessen, dass wir das Hinspiel gegen Gladbach verloren haben

Dominick Drexler: „Wenn wir so auftreten wie in den letzten vier Heimspielen, kann man der Meinung sein, dass das hier eine Festung ist. Wir werden versuchen diese Festung zu halten. Jetzt kommt im nächsten Heimspiel Bayern. Aber es ist ein Trumpf, wenn man merkt, wie man von der Stimmung hier im Stadion getragen wird. Selbst, wenn wir ein bisschen müder werden, pusht einen das Stadion und feiert jeden Zweikampf. Ab der 25. Minute waren wir voll drin im Spiel und haben am Ende verdient gewonnen, wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch. Die Statistik von Cordoba können wir auch gerne bis zum Ende der Saison mitnehmen. Er ist ganz wichtig für uns. Jetzt geht es nach Gladbach. Wir haben nicht vergessen, dass wir das Derby im Hinspiel verloren haben. Das tat weh und war auch eine schwierige Phase, durch die wir da gegangen sind. Einen Sieg kann man nie versprechen. Aber ich kann versprechen, dass wir 100 Prozent geben und in die Zweikämpfe fliegen werden. Wir versuchen, den Sieg nach zu Köln zu holen.“

Christian Streich: „Herzlichen Glückwunsch an Köln zum Sieg. Wir waren insgesamt im Zweikampf schwächer. Wir haben gewusst, wie Köln die Zweikämpfe angehen wird. Sie waren aber besser und wir nicht ballsicher genug. Sie machen dann das Standardtor, welches wir nicht gemacht haben. Insgesamt ist es eine verdiente Niederlage.“

Ich will heute nicht das Haar in der Suppe suchen

Markus Gisdol: „Wir hatten großen Respekt vor den Freiburgern. Speziell in der ersten Halbzeit hat man auch gesehen, dass das angebracht war. Kurz vor der Halbzeit hätte das 1:1 kommen können. Aber ich will die Leistung meiner Mannschaft heute gar nicht schmälern. Wir haben wenig zugelassen und uns vor allem fußballerisch sehr reif gezeigt. Da will ich nicht das Haar in der Suppe suchen. Wir haben sehr konzentriert durchgespielt und waren zu keinem Zeitpunkt nachlässig.“

6 Kommentare
  1. Franz-Josef Pesch says:

    Es war ein tolles Spiel, ein super Nachmittag und es machte wieder Spaß sich die Bundesliga-Tabelle anzuschauen. Aber bitte jetzt nicht abheben, die nächsten 3 Spiele, MG, Bayern und Berlin sind hammerhart. Drei oder vier Punkte aus diesen 3 Spielen das wärs doch…..oder ?

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