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Konkurrenz spielt für den FC – Freiburg als gefährliche Hürde


Nach Abschluss der Transfertätigkeiten richtet sich die Aufmerksamkeit beim 1. FC Köln wieder auf das Wesentliche. Am Sonntag steht für die Geissböcke das nächste Heimspiel an. Der SC Freiburg ist zu Gast. Können die Kölner zum vierten Mal in Folge in Müngersdorf gewinnen? Im Abstiegskampf könnte der FC den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Köln – Als die Spieler des 1. FC Köln ihr Abschlusstraining absolvierten, lief die Bundesliga-Konferenz mit Spielen von Mainz 05, Union Berlin, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Augsburg, und Düsseldorf. Nach dem einen Punkt der Hertha am Freitag gegen Schalke waren also bis auf Paderborn und Wolfsburg alle in Reichweite befindlichen Mannschaften oberhalb wie unterhalb der Tabelle im Einsatz.

Die Ergebnisse dürften dem FC gefallen haben. Augsburg gewann gegen Bremen, Düsseldorf kassierte in der Nachspielzeit den Ausgleich gegen Frankfurt, Union ging in Dortmund mit 0:5 baden, die Bayern besiegten Beierlorzers Mainz. Augsburg wurde so im direkten Duell gegen Bremen zum bisherigen Gewinner im Abstiegskampf, Frankfurt verhinderte das Herankommen Düsseldorfs, und sollte Paderborn am Sonntag sogar gegen die stauchenden Wolfsburger gewinnen, würde der SC – Achtung – auf Rang 15 springen. Für den 1. FC Köln ist es also angerichtet: Mit einem Sieg könnte man einer der großen Gewinner des 20. Spieltags werden.

Schläfrigkeit in den Griff kriegen

Markus Gisdol jedoch waren die Ergebnisse am Samstag angeblich egal. Der FC-Trainer hatte am Freitag betont, konsequent nicht auf die Tabelle zu schauen. Ob dies nun der Wahrheit entspricht oder letztlich dem Unterstreichen dient, dass aktuell nichts anderes zählt als jedes einzelne Spiel für sich, ist nebensächlich. Gisdol will den Fokus nur auf Freiburg lenken. Nicht auf das, was war, nicht auf das, was noch kommt. Freiburg am Sonntag, drei Punkte im Blick, darum soll es für seine Mannschaft gehen.

Muss es auch, denn zuletzt gewann man zwar gegen Wolfsburg, schlief jedoch gegen den VfL ebenso wie gegen Dortmund eine Woche später jeweils in der Anfangsphase. Das soll gegen den Sport-Club nicht noch einmal passieren. „Das gefällt uns nicht, natürlich haben wir uns da Gedanken gemacht“, betonte Gisdol. „Wir waren in den ersten Minuten nicht auf Sendung. Das ist besprochen und wir müssen nun umsetzen, was wir vorgeben, um das in den Griff zu kriegen.“ Dennoch ließ der FC-Coach seine Mannschaft nach dem 1:5 beim BVB vom Haken, trotz der hohen Niederlage wollte der 50-Jährige den Auftritt vom vergangenen Freitag abhaken. „Die Mannschaft ist jetzt nicht in der Bringschuld. Ich erwarte keine besondere Reaktion auf das Spiel gegen Dortmund. Es war keine gute Leistung, aber die Spieler müssen sich keinen zusätzlichen Druck machen.“

Christian Streich hat das Prädikat ‚Meister des Unterstatements‘ verdient

Gegen den SC Freiburg ist jeder Spieler wohl auch so gewarnt. Die Breisgauer stehen nach 19 Spieltagen mit starken 29 Punkten weit weg von der Abstiegszone in Schnupperweite zu den europäischen Plätzen. Der Ex-Kölner Dominique Heintz betonte unlängst, so manches erinnere ihn im Team von Christian Streich an den 1. FC Köln der Saison 2016/17. Tatsächlich hat in Freiburg bekanntlich Christian Streich alles noch stärker im Griff als dies Peter Stöger zu seiner besten Zeit in Köln hatte. Das weiß auch Markus Gisdol. „Christian Streich hat das Prädikat ‚Meister des Unterstatements‘ verdient. Jedes Jahr aufs Neue erklärt uns Christian, den ich sehr schätze, wie schwierig es für Freiburg ist ein Bundesliga-Spiel zu gewinnen. Er hat damit Recht, auf der anderen Seite schafft er so den Nährboden, den er möchte, auf dem jedes kleine Erfolgserlebnis in Freiburg sehr hoch gewertet wird und Freiburg immer in der Außenseiterrolle bleibt.“

Nun darf Freiburg wahrlich nicht erwarten aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation beim Aufsteiger aus Köln der klare Außenseiter zu sein. Die Hoffnungen bei den FC-Fans sind jedoch auch aufgrund des 2:1-Auswärtssieges im Hinspiel groß. Entsprechend gefährlich ist die Situation für die Geissböcke. Denn Freiburg tritt in dieser Saison noch mehr als zuvor als taktisch flexible, zweikampfstarke und jederzeit stabile Mannschaft auf. „Das wird sehr schwer für uns“, mahnte Gisdol entsprechend. Drei Heimsiege in Folge hat der FC bereits auf dem Konto, der vierte soll am Sonntag folgen. Doch die Favoritenrolle, so sehr es Christian Streich widerstreben dürfte, liegt am Sonntag bei den Gästen. Das könnte dem FC zu Gute kommen.

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