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Nach Winter-Abgängen: So schlagen sich Schaub, Koziello und Sobiech


Zehn Spieler des 1. FC Köln stehen aktuell bei einem anderen Verein auf Leihbasis unter Vertrag. Sieben davon hatte der FC bereits im letzten Sommer an andere Klubs verliehen. Mit Louis Schaub, Lasse Sobiech und Vincent Koziello haben in der vergangenen Transferperiode noch einmal drei Profis die Geißböcke vorübergehend verlassen. So schlug sich das Trio seit seinem Wechsel. 

Köln – Langweilig dürfte Manfred Schmid in dieser Saison nicht werden. Seit der ehemalige Co-Trainer von Peter Stöger und Achim Beierlorzer nicht mehr auf dem Trainingsplatz steht, ist der Österreicher für die Leihspieler bei den Geißböcken zuständig. Der 49-jährige pflegt den Kontakt zu den Spielern, beobachtet sie und hält den FC somit über ihre Entwicklung auf dem Laufenden. Nachdem bereits in der Hinrunde mit Yann-Aurel Bisseck, Joao Queiros, Jannes Horn, Jan-Christoph Bartels, Tomas Ostrak, Frederik Sörensen und Salih Özcan sieben Spieler beim FC zu anderen Vereinen verliehen wurden, haben die Kölner im Winter noch einmal drei weitere Spieler vorübergehend abgegeben. Bei ihren neuen Vereinen haben sich Lasse Sobiech, Vincent Koziello und Louis Schaub in jedem Fall zu Stammspielern entwickelt.

Sobiech hat altbekannten Nebenmann in Belgien

Lasse Sobiech wechselte im Winter nach nur einem Einsatz in der Hinrunde und mangelnder Perspektive zum belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron. Dort kam der Innenverteidiger bislang in allen sechs Partien über die vollen 90 Minuten zum Einsatz. Beim 3:1-Erfolg über den KV Oostende traf der 29-jährige zudem zum zwischenzeitlichen 1:1. Bei Mouscron spielt Sobiech neben einem ehemaligen Kölner und bildet gemeinsam mit Kevin Wimmer die Innenverteidigung. Der Österreicher hatte sich in der Sommerpause noch beim FC fit gehalten und dort schon gemeinsam mit Sobiech agieren können. Nun laufen die beiden gemeinsam in der Jupiler Pro League auf. Beim FC wäre Sobiech in der Rückrunde wohl durch die Verletzung von Rafael Czichos und den zwischenzeitlichen Ausfall von Sebastiaan Bornauw ebenfalls auf Einsatzzeit gekommen. Doch die Verantwortlichen trauten dem Abwehrspieler die Bundesliga nicht zu und verpflichteten stattdessen Toni Leistner. Beim FC hat Sobiech noch einen Vertrag bis 2022. Ob die Belgier über eine Kaufoption verfügen, ist nicht bekannt. Allerdings stehen die Zeichen im Sommer klar auf Trennung.

Koziello Stammspieler in Paris

Vincent Koziello wurde in der Winterpause 2017/18 von Armin Veh mit vielen Vorschusslorbeeren für drei Millionen Euro vom OGC Nizza geholt. Bei den Geißböcken ließ der kleine Mittelfeldspieler immer mal wieder seine Technik aufblitzen, insgesamt konnte er sich aber unter drei unterschiedlichen Cheftrainern nicht durchsetzen. In der Hinrunde kam der Franzose beim FC zu keiner einzigen Bundesligaminute und durfte lediglich zwei Mal in der Regionalliga ran. Am letzten Tag der Wintertransferperiode wechselte Koziello schließlich zum französischen Zweitligisten Paris FC. Dort stand der Mittelfeldspieler seither sechs Mal in der Startelf und konnte mit seinem Team drei Spiele gewinnen. Auf eine Torbeteiligung für seinen neuen Verein wartet Koziello allerdings noch. Auch bei ihm ist nicht bekannt, ob die Pariser über eine Kaufoption verfügen. Doch beim FC hätte man den 24-jährigen am liebsten schon in diesem Winter fest abgegeben. Eine Zukunft dürfte also auch er nicht mehr am Geißbockheim haben.

Schaub hofft auf HSV-Verbleib

Louis Schaub gehörte wohl zu den überraschendsten und prominentesten Abgängen in dieser Wintertransferperiode. Dem Offensivspieler wurde im Winter nahe gelegt, sich mangels Perspektive auf Einsatzzeit einen neuen Verein zu suchen. Fündig wurde der Österreicher beim Hamburger SV, die ihr Glück nach eigenen Angaben kaum fassen konnten, einen Spieler mit Schaubs Qualitäten verpflichten zu können. Zumindest über die Einsatzzeiten beim Zweitligisten konnte sich Schaub bislang nicht beschweren. In allen sieben Partien stand der 25-jährige für die Hanseaten in der Startelf und konnte dabei einen Assist beisteuern. Nachdem die Hamburger mit Schaub die ersten drei Spiele für sich entscheiden konnte, folgte eine Flaute mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Zuletzt gab es allerdings wieder einen 2:1-Erfolg über Jahn Regensburg. Trotzdem stehen die Hamburger aktuell nur auf dem dritten Rang und müssten bei einer Beendigung der Saison Stand jetzt in die Relegation. Für den Fall des Aufstieges hat sich der HSV zudem eine Kaufoption gesichert und würde diese mit relativ großer Wahrscheinlich auch ziehen. Schaub zumindest verkündete bereits in einem Interview mit der Hamburger MoPo, gerne in Hamburg bleiben und nicht mehr zum FC zurückkehren zu wollen.

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