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Schmadtke kritisiert Fortuna – Heldt glaubt nicht an Vorteil

Marcel Risse und die FC-Spieler beim Training am Dienstag. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln trainiert weiter ohne Zweikämpfe. Die Geissböcke erfreuten sich auch am Dienstag des guten Wetters und der Möglichkeit, in der Coronakrise überhaupt auf dem Trainingsplatz stehen zu können. Derweil sorgte Fortuna Düsseldorf für Ärger in der Bundesliga. Der vermeintlich übernächste Gegner des FC trainierte am Montag erstmals wieder mit Zweikämpfen und verstieß damit gegen eine Abmachung innerhalb der Liga.

Köln – So mancher FC-Spieler und -Verantwortlicher dürfte sich sichtlich freuen, wenn wieder ein Friseursalon oder Barbier geöffnet hat. Markus Gisdol, Marco Höger und Kingsley Ehizibue mit länger werdenden Haaren, Höger und Timo Horn mit Corona-Bärten wie in Playoff-Zeiten im Eishockey: Doch außer dem Äußerlichen hofft man beim FC auf nicht allzu große Veränderungen durch die Krise.

Doch wie spielfit und taktisch eingespielt die Spieler über die Pause geblieben sind, wird erst klar werden, wenn das Training wieder mit Zweikämpfen und körperbetont geführt werden darf. Erst dann werden sich Rhythmen und das Timing für Spielsituationen wieder einstellen. Etwas, auf das man sich innerhalb der Liga eigentlich geeinigt hatte, erst gemeinsam und zeitgleich wieder beginnen zu wollen. Doch am Montag wurde Fortuna Düsseldorf beim Training mit Zweikämpfen erwischt.

Schmadtke sauer – Heldt bleibt ruhig

„Die Klubs hatten sich über Gruppengröße und Zweikämpfe verständigt. Wenn sich da einige nicht dran halten, finde ich das ärgerlich und nicht kollegial“, kritisierte beispielsweise Wolfsburgs Sportchef Jörg Schmadtke seinen Ex-Klub via Bild. „Ich prangere das sogar an. Ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken. Wir müssen aufpassen, dass einige nicht Sachen propagieren, an die sie sich dann nicht halten.“

Beim 1. FC Köln hielt man sich dagegen zurück. „Ich finde es wichtig, dass wir uns an die Vorgaben der Behörden und an die Absprachen halten“, sagte FC-Sportchef Horst Heldt auf GBK-Nachfrage. „Von Ausreißern aber mal abgesehen, halten sich die meisten Klubs daran.“ Der 50-Jährige wollte die Meldung aus Düsseldorf nicht zu hoch hängen, auch wenn – sollte der Spielplan nach dem Unterbruch regulär fortgesetzt werden – für Köln am zweiten Spieltag nach Wiederbeginn das Duell mit Düsseldorf anstünde. „Natürlich sind Zweikämpfe und mannschaftstaktische Einheiten mit die wichtigsten Komponenten im Training. Aber ich glaube nicht, dass man sich gerade dadurch große Vorteile erarbeiten kann.“ Der FC trainiert weiter zweikampflos und berichtet regelmäßig der Kölner Bezirksregierung von den Maßnahmen beim Training.

12 Kommentare
  1. OlliW says:

    Die Fortuna kann trainieren so viel sie will. Der Abstieg dürfte so oder so kommen. An deren Stelle würde ich auch daher für den Abbruch votieren, demnach die Saison keinen Absteiger hat.
    Außerdem ist „durchgesickert“, dass die DFL wohl erst die Spiele durchführen lassen will, die am 33. und 34. Spieltag angestanden hätten. In dem Fall käme erst die SGE nach Müngersdorf, dann nach Bremen, dann erst kämen die Spieltage Mainz, Düsseldorf und so weiter.
    Aber wer weiß schon was tatsächlich kommt…

  2. Gerd1948 says:

    Bin da voll bei Schmadtke dem Schwerenöter. Es gehört sich nicht. Ok,ich könnt jetzt auch sagen,wer im Glashaus sitzt…. Düsseldoof ist halt aufgekippt,andere werden auch 5 gerade sein lassen,ganz sicher. Wichtig ist nur,dass Kackbach nicht in die CL kommt und Dummdorf wieder in der Versenkung verschwindet. Hugh,hab gesprochen.

  3. Michael H says:

    Dafür sollten sie vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden.

    Nicht, weil wir Düsseldorf nicht mögen, sondern weil sie damit die gesamte DFL-Geisterspielaktion gefährden.

    Zwar werden diese durch den Laschet Populismus eh kommen, aber das ist ein anderes Thema…

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