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272 Mal FC: Schickt Köln vier Ex-Spieler in Liga Zwei?


Yuya Osako, Leonardo Bittencourt und Claudio Pizarro sind 2018 mit dem 1. FC Köln abgestiegen. Den Gang in die Zweite Liga hat das Trio aber nicht mit angetreten. Nun könnte ihnen das gleiche Schicksal mit Werder Bremen blühen. Ausgerechnet gegen den FC haben die Ex-Kölner ihre letzte Chance auf die Relegation. 

Köln – Insgesamt steht am Samstag 272 Mal FC bei Werder Bremen auf dem Platz. So viele Spiele absolvierten Yuya Osako, Leonardo Bittencourt, Claudio Pizarro und Kevin Vogt im Summe für die Geißböcke. Mit 120 Einsätzen, 19 Toren und 18 Vorlagen kann Osako dabei auf die erfolgreichste Zeit zurückblicken. Doch auch der Japaner hat ein Jahr nach dem fulminanten Einzug in die Europa League einen bitteren Abstieg in seiner FC-Bilanz stehen. Während Kevin Vogt zwischen 2014 und 2016 mit dem Geißbock auf der Brust auflief, waren Bittencourt, Pizarro und eben Osako Teil des FC-Niedergangs in 2018. Dabei blieb keiner der genannten Spieler dem FC auch im Unterhaus treu. Während Pizarros Vertrags ohnehin nur bis zum Saisonende lief, wechselte Osako nach Bremen. Leonardo Bittencourt zog es derweil aufgrund von Champions League Ambitionen zur TSG 1899 Hoffenheim.

Entscheidender Unterschied zwischen Köln und Bremen

Zwei Jahre nach dem Abstieg steht das Quartett inzwischen gemeinschaftlich bei Werder Bremen unter Vertrag. Und genau dort könnte den Spielern nun ein ähnliches Schicksal blühen wie 2018 mit dem FC. Die Parallelen lassen sich dabei durchaus erkennen: Eine Bremer Mannschaft, die von der Qualität her eigentlich zu gut für Platz 17 ist, den Ernst der Lage aber zu spät erkannt hat. Der FC vor zwei Jahren und Werder Bremen heute besticht aber durch einen entscheidenden Unterschied: Während die Kölner bereits nach dem 32. Spieltag sicher abgestiegen waren, können die Bremer am letzten Spieltag zumindest noch den Relegationsrang erreichen.

Bremen hofft auf Berliner Schützenhilfe

Dafür benötigt Bremen am Samstag aber drei Punkte gegen den FC und Fortuna Düsseldorf müsste zeitgleich gegen Union Berlin verlieren. Dabei konnten die Bremer nur eines ihrer letzten zehn Spiele gegen den FC gewinnen: Beim 3:1-Erfolg im Kölner Abstiegsjahr. Überhaupt feierte der FC einzig gegen den FC Schalke 04 (37) mehr Bundesliga-Siege als gegen Werder (35) und gegen keine andere Mannschaft erzielten die Kölner so viele Tore (156). Überhaupt sind Tore ein wichtiges Stichwort für die Partie am Samstag. Sollte nämlich Fortuna Düsseldorf gegen Union Berlin nicht über ein Unentschieden hinaus kommen, könnte sich Bremen mit einem Sieg über den FC ebenfalls noch auf Platz 16 retten – vorausgesetzt, der Sieg fällt mit vier Toren Unterschied aus. Dass Werder Bremen allerdings in einem einzigen Heimspiele vier eigene Treffer erzielt, ist mit Blick auf die bisherige Saisonbilanz äußert unwahrscheinlich. Schließlich gelangen Werder in den bisherigen 16 Heimspielen der Saison nur neun Tore, also im Schnitt weniger als zwei Treffer pro Heimspiel. Damit ist es wenig verwunderlich, dass der letzte Bremer Heimsieg bereits über neun Monate zurückliegt: Am 3. Spieltag gewann die Kohfeldt-Elf mit 3:2 gegen den FC Augsburg. Mit zwölf Niederlagen und drei Unentschieden aus den Heimspielen steht bereits vor dem letzten Spieltag die schlechteste Saison der Werder-Geschichte fest: Selbst mit einem Sieg über den FC könnten die Bremer nur noch auf 31 Zähler kommen. Bislang hatten die Grün-Weißen am Ende einer Spielzeit jedoch immer mindestens 34 Punkte auf ihrem Konto. Für die Bremer geht es am Samstag gegen den FC also um alles. Selbst in der Hand haben sie die Relegation jedoch nicht mehr. Auf Geschenke dürften Bittencourt und Co. gegen ihre Ex-Kollegen jedoch vergeblich hoffen: Auch der FC will nach neun sieglosen Spielen in Folge mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause gehen.

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