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Ehizibue über Rassismus: „Es tut sehr weh das zu sehen“


Seit dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd protestieren Menschen weltweit täglich gegen Rassismus und Polizeigewalt. Auch in Deutschland erheben immer mehr Menschen ihre Stimme, auch im Fußball. Beim 1. FC Köln hatte Anthony Modeste mit seinem Torjubel gegen Leipzig für ein Zeichen gesetzt. Auch andere FC-Spieler wie Kingsley Ehizibue hoffen, dass sich nun etwas in der Gesellschaft ändert. 

Köln – Zuletzt war es David Alaba, der sich prominent äußerte. In der Bild sprach der Bayern-Star über seine eigene Erfahrungen mit Rassismus, im Fußball und außerhalb. „Jeder von uns schwarzen Spielern hat seine eigene Geschichte. Ich ermutige alle: Teilt diese, erhebt eure Stimme, berichtet von euren Erfahrungen“, sagte der Österreicher. „Mich haben beispielsweise die Gesten von Jadon Sancho, Weston McKennie und Marcus Thuram gefreut. Sie haben gezeigt: Es gibt jetzt Themen, die wichtiger sind als Fußball.“

Das sieht auch Kingsley Ehizibue so. Der gläubige Niederländer, der sich seit Jahren kirchlich und sozial engagiert, sagte am Mittwoch mit Blick auf seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus: „Da spreche ich für meine Brüder und Schwestern: Es tut sehr weh das zu sehen und zu erfahren. Das ist eine große Sache. Und wenn ich jemanden sehe, dem so etwas widerfährt, fühlt es sich an, als geschehe es meinem Bruder, meiner Schwester oder meinen Eltern.“

Der 25-jährige kam im vergangenen Sommer nach Köln und fühlte sich hier schnell wohl. In der Domstadt habe er noch keine negativen Erfahrungen aufgrund seiner Hautfarbe machen müssen. „Das ist das Kraftvolle an dieser Stadt. Hier scheint jeder zu verstehen, dass es egal ist, ob man schwarz oder weiß ist, Mann oder Frau. Jeder kann so sein, wie er will“, sagte Ehizibue. „Ich möchte Liebe geben, jedem Menschen. Ich möchte nicht anders sein, sondern der, der ich bin. Wir müssen zusammenstehen. Dann werden wir etwas bewirken.“

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