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FC-Bosse mit klarer Ansage an die Mannschaft


Verhilft der 1. FC Köln dem rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf zum Rettungsanker Relegation oder kann sich Werder Bremen gegen die Geißböcke noch im letzten Moment die Bonus-Spiele um den Klassenerhalt sichern? Diese Frage gehört zu den entscheidenden am 34. Bundesliga-Spieltag. Die Kölner wollen sich am Samstag nichts nachsagen lassen, und so haben die FC-Bosse den Profis noch einmal ins Gewissen geredet.

Köln – Wenn man Markus Gisdol glaubt, dann trainiert der 1. FC Köln nach dem gesicherten Klassenerhalt endlich wieder befreit. Die letzten Einheiten der Saison, die wegen der Coronakrise weiter hinter verschlossenen Türen stattfinden, seien von einer besonderen Stimmung geprägt gewesen, erklärte Gisdol am Donnerstag: von Erleichterung. „Man merkt, dass der negative Druck der letzten Wochen von den Spielern abgefallen ist“, sagte der FC-Coach. „Das bedeutet nicht, dass die Spieler keine Lust mehr haben. Im Gegenteil. Ich habe in dieser Woche Dinge im Training gesehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.“

Hat der gesicherte Verbleib in der Bundesliga also jene Fesseln gelöst, die den Spielern in den letzten Wochen an den Füßen gehangen hatten? Am Samstag werden die Spieler dies beweisen können. „Jeder will noch mal zeigen, was er kann“, sagte Gisdol und kündigte an, personell nichts dem Zufall zu überlassen. „Wir wollen unsere beste Mannschaft auf den Platz bringen. Deswegen wird auch Timo Horn zu 100 Prozent unsere Nummer eins sein.“ Gisdol wolle „rein nach Leistung“ aufstellen und dies auch schon am Freitag mit einem entsprechenden Kader zum Ausdruck bringen.

Die werden versuchen uns aufzufressen

Dass es für den FC um nichts mehr geht, ist eine Mär. Bekanntlich kämpft der FC um die letzte Hoffnung auf rund fünf Millionen Euro mehr aus dem TV-Gelder-Topf. Das betonte am Donnerstag auch Horst Heldt und machte deutlich, dass man den Spielern diesbezüglich noch mal ins Gewissen geredet habe. „Wir können mit diesem Spiel in der Tabelle nach oben rücken. Das ist auch aus finanzieller Sicht für den Verein sehr wichtig. In der Tabelle zu klettern bedeutet mehr Möglichkeiten. Deswegen haben wir das auch noch mal dem Mannschaftsrat mitgeteilt, wie wichtig uns das ist.“

Während es für den FC um Millionen geht, geht es für Werder nicht nur um Geld, sondern um das Überleben in der Liga. „Die werden versuchen uns aufzufressen und werden wie die Feuerwehr loslegen“, ist Heldt überzeugt. Doch die Bremer wissen auch, dass sie mit einem Auge beim Spiel Union Berlin gegen Fortuna Düsseldorf sein werden. Selbst ein Sieg über den FC könnte nicht reichen. Doch das wollen die Geißböcke ohnehin verhindern.

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