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Höwedes löst Vertrag in Moskau auf – Neue Chance für den FC?


Im Winter wäre Benedikt Höwedes beinahe beim 1. FC Köln gelandet. Grundsätzlich waren sich die Parteien bereits einig, am Ende scheiterte der Deal jedoch an der Vertragslaufzeit. Höwedes wollte langfristig zu seiner Familie nach Deutschland zurückkehren und hat dies mit seiner Vertragsauflösung bei Lokomotive Moskau nun noch einmal deutlich gemacht. Damit wäre der Innenverteidiger im Sommer ablösefrei zu haben. 

Köln – Die Personalie Benedikt Höwedes war im Januar das zentrale Transfer-Thema rund um den 1. FC Köln. Weder Spieler noch Verein machten dabei einen Hehl daraus, dass sie sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen könnten. Der Weltmeister von 2014 ließ sich schnell von den Geißböcken überzeugen und stand bereits in den Startlöchern für einen Wechsel zurück nach Deutschland. Doch am Ende platzte der Deal, weil der FC dem Verteidiger lediglich einen Vertrag bis zum Saisonende anbieten wollte. Höwedes jedoch plante bereits Anfang des Jahres die langfristige Rückkehr zu seiner Familie nach Deutschland.

Höwedes löst Vertrag in Moskau auf

Diesen Wunsch hat sich der 32-jährige nun vorerst selbst erfüllt. Wie sein aktueller Verein Lokomotive Moskau am Montagabend bekannt gab, hat Höwedes seinen Vertrag in Russland „in gegenseitigem Einvernehmen“ aufgelöst. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie weilt der Spieler bereits seit einigen Monaten wieder in Deutschland. Zwar wird die Saison in Russland am 21. Juni fortgesetzt, zurückkehren wird Höwedes nun aber nicht mehr. Der Weltmeister habe sich aus „familiären Gründen“ dazu entschieden, in seiner Heimat zu bleiben. Ursprünglich lief der Vertrag von Höwedes in Moskau bis 2021.

Der 1. FC Köln sicherte sich im Winter stattdessen die Dienste von Toni Leistner. Der von den Queens Park Rangers ausgeliehene Innenverteidiger steht noch bis zum Saisonende bei den Geißböcke unter Vertrag. Der FC handelte zudem Ende Januar eine Kaufoption für den bulligen Abwehrspieler aus. Ob die Kölner den 29-jährigen am Saisonende jedoch fest verpflichten wollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Auch die Zukunft von Jorge Meré ist nach wie vor ungeklärt. Zwar besitzt der Spanier noch einen Vertrag bis 2023, an seiner Unzufriedenheit nach nur elf Saisoneinsätzen dürften aber keine Zweifel bestehen. Aktuell wird der U21-Europameister von 2019 mit dem FC Valencia in Verbindung gebracht, wo er auf seinen ehemaligen Trainer Albert Celades treffen würde.

Alternative für Leistner und Meré?

Möglich also, dass sich der FC nach der Saison noch einmal mit der Personalie Höwedes befasst, sollten sowohl Leistner als auch Meré den Verein verlassen. Selbst durch die Rückkehr von Frederik Sörensen hätten die Geißböcke wohl noch Bedarf auf der Innenverteidigerposition. Angesichts seiner Erfahrung sowohl im Zentrum der Abwehrreihe als auch auf der Rechtsverteidigerposition würde ein ablösefreier Höwedes dem FC wohl gut zu Gesicht stehen und könnte auch den jungen Talenten um Robert Voloder oder den zurückkehrenden Yann-Aurel Bisseck eine Hilfe sein. Einzig im Gehalt müsste der Weltmeister wohl Einbußen akzeptieren. Doch schon seine Vertragsauflösung in Moskau zeigt, dass Höwedes die Nähe zu seiner Familie in Haltern am See wichtiger erscheint.

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