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Meré für Leistner? Gisdol muss einen Spagat schaffen


Den 1. FC Köln erwartet am Sonntag zum Abschluss des 30. Spieltags eine schwierige Aufgabe. Beim FC Augsburg treffen die Geissböcke auf eine kämpferisch starke und zweikampfbetonte Mannschaft, die dem FC körperlich alles abverlangen wird. Doch weil das Team von Heiko Herrlich dem Gegner am liebsten den Ball überlässt, müssen die Kölner auch spielerisch Akzente setzen.

Augsburg – Markus Gisdol muss einen Spagat schaffen. Einerseits wird er am Sonntag in Augsburg eine Mannschaft aufbieten müssen, die den Gastgebern in Laufstärke und Aggressivität ebenbürtig ist. Andererseits verriet der FC-Coach bereits, dass er davon ausgeht, mit dem Effzeh am Sonntag deutlich mehr Spielanteile zu bekommen. Die Kölner werden sich also auch fußballerisch beweisen und alternative Lösungen in der Offensive finden müssen zu Ballgewinnen mit anschließenden Kontern.

Daher könnte Jorge Meré für Gisdol eine Option in der Defensive werden. Der Spanier gilt als passstärkster Innenverteidiger der Geissböcke und könnte neben dem ebenfalls ballsicheren Rafael Czichos das Duo in der Zentrale bilden. Toni Leistner, zuletzt mit mehr Fehlern als gewohnt, könnte sich auf der Bank wiederfinden, obwohl er im Vergleich zu Meré der körperlich stärkere und aggressivere Verteidiger wäre – und damit eigentlich ebenfalls gut zum FC Augsburg passen könnte. Klar ist: Sebastiaan Bornauw kann aufgrund seiner Rotsperre weiterhin nicht helfen.

Uth fit – Chance für Modeste?

Offen ist auch, ob Gisdol in der Offensive umstellt. Neben Jhon Cordoba hat sich Anthony Modeste wieder in eine gute Form zurückgearbeitet und zuletzt mit zwei Toren gegen Düsseldorf und Leipzig geglänzt. Wird der Franzose mit einem Startelf-Platz belohnt? Dafür müsste der FC-Trainer sein System ändern und auf ein 4-4-2 mit zwei Spitzen umstellen. Das schloss der 50-jährige zwar unter der Woche nicht aus. Doch die Kölner würden damit vom 4-2-3-1 abweichen, mit dem man lange erfolgreich gewesen war. Auch wenn der FC seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet, ist der Glaube an diese Grundordnung bei den Kölner Spielern weiter hoch.

Zudem ist Mark Uth rechtzeitig nach seiner Zerrung wieder fit und wäre hinter Cordoba eigentlich gesetzt. Eine Umstellung käme wohl nur für den Fall in Frage, dass Gisdol noch Restzweifel an der Fitness seines Zehners hat. Modeste müsste sich dann wieder mit der Joker-Rolle genügen. Als weitere Alternative bliebe ein 4-3-3 mit drei laufstarken Mittelfeldspielern hinter Uth auf der Zehn und der Doppelspitze Cordoba/Modeste. Dass sich Gisdol für diese offensive Ausrichtung entscheidet, gilt aber als unwahrscheinlich. Zu wichtig war ihm zuletzt der Fokus auf die defensiven Abläufe, auf die Stabilität, die den Geissböcken zuletzt abhanden gekommen war. Nach dem in weiten Teilen guten Auftritt gegen RB Leipzig spricht vieles für ein 4-2-3-1 und lediglich der spielerischen Variante in der Defensive.

So könnte der Effzeh spielen: Horn – Ehizibue, Meré, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector – Kainz, Uth, Jakobs – Cordoba

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