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Nach zwei Niederlagen in Folge: Jetzt wartet Kölns Angstgegner


Seit fünf Spielen wartet der 1. FC Köln mittlerweile auf einen Sieg. Beim FC Augsburg wollen die Geißböcke zurück in die Erfolgsspur finden und mit einem Dreier den Klassenerhalt praktisch perfekt machen. Allerdings haben sich die Augsburger in den letzten Jahren zu einer Art Angstgegner vom FC entwickelt. Da kommt es den Geißböcken auch nicht gelegen, dass sich die Gastgeber unter ihrem neuen Trainer Heiko Herrlich inzwischen verbessert zeigen. 

Köln – Wenn der 1. FC Köln am Sonntagabend beim FC Augsburg den 30. Spieltag beschließt, kommt es zum Duell zweier direkter Tabellennachbarn. Während die Geißböcke mit 34 Punkten auf dem zwölften Platz rangieren, lautern die Bayern mit 31 Punkten direkt dahinter auf Rang 13. Beide Mannschaften sind damit im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht gerettet, wenngleich die Augsburger mit nur vier Zählern vor dem Relegationsrang noch einmal weitaus schneller in Bedrängnis geraten könnten als der FC. Bei einem erfolgreichen Verlauf der letzten fünf Saisonspiele könnten die Geißböcke hingegen sogar nochmal die einstelligen Tabellenplätze angreifen, was am Ende auch im Hinblick auf die TV-Tabelle eine entscheidende Rolle spielen könnte.

FC mit Ladehemmung gegen Augsburg

Für beide Mannschaften hat das Duell am Sonntag also eine große Bedeutung. Gerade der FC will nach fünf sieglosen Spielen in Folge in der Fuggerstadt endlich wieder dreifach punkten. Einfach dürfte dies für die Gisdol-Elf aber mitnichten werden, wie der FC in der Vergangenheit mehrfach erfahren musste. Denn noch nie konnten die Domstädter in der Bundesliga beim FC Augsburg gewinnen. Einzig in der 2. Liga gelang den Geißböcken 2006 und 2008 ein Erfolg. Überhaupt haben sich die Augsburger in den letzten Jahren zu einer Art Angstgegner für den FC entwickelt: Seit zehn Spielen sind die Kölner gegen den FCA ohne Sieg. Bei fünf Niederlagen und fünf Unentschieden konnten die Kölner dabei sogar nur fünf eigene Treffer erzielten. In der Bundesliga konnte Köln nur das allererste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften für sich entscheiden: beim 3:0-Erfolg im Oktober 2011. Damals sicherte ein Doppelpack von Lukas Podolski und ein Treffer von Slawomir Peszko den Dreier. Im Hinspiel dieser Saison trennten sich beide Teams in Köln mit einem 1:1-Unentschieden. Dabei stand Markus Gisdol nicht nur erstmals in einem Heimspiel an der Seitenlinie des FC, vielmehr holte der Trainer dank eines Tores von Jhon Cordoba seinen ersten Punkt mit den Geißböcken.

Nicht über Schönspielerei zum Erfolg kommen

Die Augsburger spielen ihrerseits derzeit die schwächste Bundesliga-Rückrunde ihrer Vereinsgeschichte. Nur acht Punkte holte der FCA in diesem Jahr. Vier davon allerdings bereits seit dem Liga-Restart im Mai unter ihrem neuen Trainer Heiko Herrlich. Dessen Spielphilosophie scheint den Bayern etwas an Sicherheit zurückgebracht zu haben und ähnelt in gewisser Weise auch dem Ansatz, der den FC vor der Corona-Unterbrechung so erfolgreich gemacht hatte. „Unter Heiko Herrlich konzentriert sich die Mannschaft auf die Arbeit gegen den Ball. Der Gegner hat in der Regel deutlich mehr Ballbesitz, aber sie laufen sehr aggressiv an“, erklärte FC-Trainer Markus Gisdol am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel und forderte deshalb klare Tugenden von seinem Team: „Augsburg ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft, die über den Kampf kommt. Du musst dieses Spiel zu 100 Prozent annehmen und nicht versuchen über Schönspielerei zum Erfolg zu kommen.“ Gisdol erwartet am Sonntag kein sonderlich ansehnliches Fußballspiel. Vielmehr hofft der 50-jährige, dass seine Mannschaft dem Gegner kämpferisch Paroli bieten wird, um somit den lang ersehnten ersten Sieg nach der Liga-Unterbrechung einfahren zu können. Und vielleicht kommt dem FC dabei ja eine Schwäche der Augsburger entgegen, denn seit elf Bundeliga-Heimspielen konnten die Gastgeber keinen Sieg mehr gegen einen Aufsteiger einfahren.

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