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Verlängert auch Gisdol? „Es gibt sehr gute Gespräche“


Nach der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Geschäftsführer Horst Heldt wird wohl auch der Kontrakt mit Trainer Markus Gisdol beim 1. FC Köln ausgeweitet. Bei den Geißböcken will man die Arbeit des Trainers nicht nur anhand der letzten zehn Sieglos-Spiele bewerten. Mit einer genauen Aufarbeitung der Saison sollen die richtigen Schlüsse gezogen werden. 

Köln – Einen Tag nach dem desaströsen 1:6 beim SV Werder Bremen gab der 1. FC Köln die vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Horst Heldt bekannt. Der Sport-Geschäftsführer bleibt den Geißböcken bis 2023 erhalten. Zwar hatte sich das Arbeitspapier des 50-jährigen durch den geschafften Klassenerhalt ohnehin um ein Jahr bis 2021 verlängert, doch durch die Ausweitung um zwei zusätzliche Jahre erhofft sich das Präsidium um Werner Wolf Kontinuität.

Gleiches soll auch für Markus Gisdol gelten. Der FC-Trainer hatte den Klub nach elf Spieltagen mit nur sieben Punkten in einer beinahe aussichtslosen Situation übernommen und dank einer Serie von acht Siegen aus zehn Spielen zum kaum mehr für möglich geglaubten Klassenerhalt geführt. Als Dank dafür verlängerte sich auch der Vertrag des Schwaben automatisch um eine weitere Saison.

Müssen analysieren, woran das liegt

Trotzdem gehen die Kölner mit einer Hypothek von zehn Sieglos-Spielen in die neue Saison. Seit der Corona-bedingten Unterbrechung konnten die Geißböcke in keiner Weise an ihre Leistungen anknüpfen, die sie um den Jahreswechsel herum unberechenbar gemacht hatten. So lässt sich die Kölner Saison am Ende in drei Phasen aufteilen, die extremer kaum sein könnten. Während die Mannschaft an den Spieltagen eins bis 14 acht Punkte einfuhr und damit auf dem letzten Platz der Tabelle rangierte, fanden sich die Geißböcke zwischen Spieltag 15 und 25 mit 24 Zählern unter den Spitzenteams der Liga wieder. In diesen elf Partien gehörte der FC in seiner bestechenden Form zu den Top 3 der Bundesliga, nur um dann nach der Corona-Pause mit fünf Niederlagen und vier Unentschieden wieder in der Versenkung zu verschwinden.

Am Geißbockheim überwiegt zwar letztendlich die Erleichterung über den Klassenerhalt. Trotzdem wird man in der Sommerpause jeden Stein einzeln umdrehen müssen, um den Klub in ruhigere Fahrwasser zu lenken. „Die Aufs und Abs sind keine Momentaufnahmen. Das kommt bei uns seit Jahren vor“, urteilte FC-Vizepräsident Carsten Wettich am Sonntag nach dem offiziellen Saisonende und fügte hinzu: „Wir müssen analysieren, woran das liegt.“

Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen Dingen leiten lassen

Dies soll unter Leitung von Horst Heldt und Markus Gisdol geschehen. Obwohl Gisdol in den vergangenen zehn Spielen mit seiner Mannschaft kein Bewerbungsschreiben abliefern konnte, laufen im Hintergrund längst die Arbeiten an einer Vertragsverlängerung mit dem Trainer. „Die Personalie Markus Gisdol gehört nicht zu unserem Aufgabengebiet. Das ist die Aufgabe der Geschäftsführung. Es gibt aber sehr gute Gespräche“, erklärte FC-Präsident Werner Wolf und deutete eine baldige Einigung mit dem Schwaben an. Hätte es die zehn sieglosen Spiele in Folge zu Beginn einer Saison gegeben, würde Gisdol wohl zur Diskussion stehen. Doch beim FC weiß man um Gisdols Anteil am geschafften Klassenerhalt und an den offensichtlichen Problemen des Kaders. Für eine mögliche Vertragsverlängerung will man am Geißbockheim daher nicht nur auf die letzten Partien blicken. „Wir dürfen uns nicht von kurzfristigen Dingen leiten lassen. Wir müssen das Gesamte ab dem zwölften Spieltag betrachten. Die Saison hat aus drei extremen Phasen bestanden und wir befinden uns mitten in der Aufarbeitung“, kommentierte Vizepräsident Eckhard Sauren die Situation.

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