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DFB legt zwei Transferfenster fest – Wechsel bis 5. Oktober möglich

Der Deutsche Fußball-Bund hat am Montag wie erwartet die Transfer-Regelungen für die Sommerperiode neu definiert. Aufgrund der Corona-Krise und des verschobenen Spielplans musste der Verband das Fenster für Spielerwechsel ändern. In diesem Sommer gibt es daher ausnahmsweise zwei Transferfenster.

Frankfurt – Jetzt herrscht Klarheit: Spielertransfers in Deutschland werden bis zum 5. Oktober möglich sein. Das gab der DFB am Montag bekannt. Der bisherige Zeitraum (1. Juli bis 31. August 2020) konnte aufgrund der Verschiebungen nicht gehalten werden. Nun wurden Anpassung zwischen DFB, DFL und der FIFA vorgenommen. Das Ergebnis ist eine zweigeteilte und verlängerte Wechselperiode.

Die erste Wechselperiode ist der 1. Juli 2020 als singulärer Tag, um alle bereits abgeschlossenen Verträge mit Vertragsbeginn zum 1. Juli 2020 zulassen zu können. Dazu zählen auch Spieler, die aus Leihverträgen zu ihren alten Klubs zurückkehren. Die zweite Wechselperiode beginnt zwei Wochen später am 15. Juli und läuft bis zum 5. Oktober 2020. „Die zweite Phase der Wechselperiode wird aufgrund des späteren Endes der Spielzeit 2019/2020 nach dem 1. Juli in anderen Verbänden/Ligen und des späteren Beginns der Pflichtspiele im Bereich von DFB und DFL in der Saison 2020/2021 verlängert, damit die Klubs – auch international – möglichst lange und flexibel Transfers tätigen können“, hieß es in der Erklärung des DFB.

Die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes folgt der Empfehlung des UEFA-Exekutivkomitees, das alle Mitgliedsverbände dazu aufgerufen hat, den 5. Oktober 2020 als gemeinsames Enddatum für das bevorstehende Sommer-Transferfenster zu bestimmen. Somit sollen alle internationalen Top-Ligen in diesem Jahr gemeinsam an einem Tag ihre Transferaktivitäten einstellen. In den vergangenen Jahren hatte es unterschiedliche Deadline Days gegeben. Die Bundesliga will am Wochenende des 12. und 13. September 2020 den Spielbetrieb der kommenden Saison aufnehmen. Demzufolge wären noch drei Wochen nach dem ersten Spieltag Transfers möglich.

16 Kommentare
  1. Norbert Neuheisel says:

    Um die Altlasten an Spielern loszuwerden, ist es günstig, ein längeres Transferfenster zu haben. Das wird seine Zeit brauchen und für den FC finanziell ins Minus gehen. Falls sich sinnvolle und günstige Möglichkeiten auf dem Spielermarkt bieten sollten, wird man schnell handeln müssen, da das Geld in Corona-Zeiten nicht mehr so locker sitzt und darum mehr Vereine nach „Schnäppchen“ suchen.

  2. Gerd1948 says:

    Jede Woche einen Spieler „wegloben“ :-). Wenn sich nichts ergibt, dann kostet der Spieler halt und verstärkt die Amateure. Mal sehen wieviel das wollen. Also zumindest das Format für die 3. Liga haben ja alle locker, oder eben 2. Liga Ausland. Man muss die Charaktere knallhart unter Druck setzen. Es geht um die Existenz, wenn man noch monatelang, vllt sogar 1 Jahr ohne Zuschauer spielt. Kann sich jeder 3 Monate lang überlegen , ob er nicht vllt selber nen Verein beibringt.

    • Bob Brown says:

      Der großzügigste Investor bringt dir nichts wenn mit dem Geld nur scheisse gemacht wird.
      Glaube kaum dass ein Investor zu finden ist der so lebensmüde ist den Verrückten Hunderte Millionen in die Hand zu drücken.
      Hätte zur Zeit ungefähr den selben Effekt als würde ich meiner 9 jährigen Tochter 500 Euro in die Hand drücken und sagen kauf dir was sinnvolles, die kauft nämlich dann auch nur Quatsch.

  3. Ziesi says:

    Der FC hatte vor 2 Jahren einen „Investor“ aus China, der uns 35 Mio gegeben hat. Okay, er wollte dafür auch einen Spieler haben. Aber dennoch haben wir 35 Mio bekommen. Und was haben wir damit gemacht? Nur Mist. Kein Investor der Welt würde die Probleme des FC auf Dauer lösen. Es fehlt einfach zu viel sportliche Kompetenz.

    • Bob Brown says:

      Genau, bevor der FC Transfer technisch nicht mit Geld umgehen kann und jede aberwitzige Forderung sofort akzeptiert, brauchst du dir keinen Investor ins Haus holen.
      Das war so bei den 35 Millionen, wie Ziesi schon sagt.
      Was würde das erst bei 200 Millionen werden? 40 Millionen für Schlotterbeck?

  4. Gerd1948 says:

    Wenn mans richtig macht bei Kindern, dann fangen sie mit kleinem Geld an und versuchen sich nach und nach was wertvolles zu holen, was spezielles. Wenn der FC zu viel Geld hat, dann lädt man zu viel andere Vereine ein, wie Mainz mit 17 Millionen, statt in der Vorwoche kolportierten 7 Millionen.

  5. Boom77 says:

    Ich mache mir seit heute keine Sorgen, dass der FC auch diesen Sommer auf dem Transfermarkt „mit vollen Händen Geld ausgeben kann“. Schalke zeigt doch, wie das auch ohne Investor geht. Man haut einfach Unsummen für Spielertransfers raus und wartet, bis die Überschuldung ein „existenzbedrohendes Ausmaß“ annimmt und schwups, bekommt man vom Land NRW eine „Landesbürgschaft“, mit der man sich günstig Kredite holen kann, ohne zum „reichen Onkel Tönnies“ (in unserem Fall zu „Onkel Overath“?) zu gehen und sich dort für „günstige“ 6 % (ja, die Liebe zum Verein muss da schon sehr groß sein) einen Kredit zu holen. Sollten wir auch so machen! Bringt wenigstens hin und wieder Euro League oder sogar Champions League fürs Fan-Herz (wenn auch nicht jedes Jahr).

    Was ist denn da los? Warum braucht Schalke überhaut eine Landesbürgschaft, um günstig an Kredite zu kommen? Wenn man eine ausreichende Sicherheit stellen kann, bekommt man auch ohne eine solche Bürgschaft ein günstiges Darlehen. Eine solche Sicherheit sollte Schalke doch haben… das Stadion! Hat nicht schon der Assauer erzählt, dass die Hütte schon unter seiner „Regentschaft“ komplett abbezahlt wurde? Na, dann können die darauf doch eine saftige Grundschuld für die darlehensgebende Bank eintragen lassen. Mit so einer Sicherheit bekommt man auch einen moderaten Zinssatz. Oder was ist da los? Haben die Knappen etwa den Mund zu voll genommen und die „Bierkiste mit Dach“ (habe ich von FC Neukoelln geklaubt, glaube ich) ist doch noch gar nicht abbezahlt oder schon bis über die Naht belastet?

    • Norbert Neuheisel says:

      Der Deutsche Meister aus den Jahren des Heils scheint noch immer ein Lieblingskind der Politiker zu sein. Wenn die Geld brauchen, sollen die zu Gazprom gehen. Es wäre eine Unverschämtheit, wenn eine solche Bürgschaft aus Steuermittel (!) zustande käme und ein Schlag ins Gesicht für alle durch Corona geschädigten Vereine in NRW.

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