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Gerade noch ausreichend: FC braucht Kontinuität und Härte

Der 1. FC Köln hat mit der Verlängerung von Horst Heldt ein Signal setzen wollen. Gleiches erhofft man sich von der wohl bevorstehenden Verlängerung mit Markus Gisdol. Die Geißböcke richten sich in der Krise auf Kontinuität ein. Dass der Klub Ruhe braucht, steht außer Frage. Dass die Verantwortlichen intern aufräumen müssen, aber auch. Gerade deshalb könnten die Verlängerungen tatsächlich das richtige Mittel sein – wenn alle verstehen, worum es geht.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Ich gebe zu: Mathematik war in der Schule meine große Schwäche. Damals, in der 10. Klasse, ging mein Saisonstart ziemlich in die Hose. Ne glatte Fünf in der ersten Klassenarbeit. Mündlich war es etwas besser, aber alles kam auf die zweite Arbeit an. Am Tag der Rückgabe stellte sich unser Lehrer vor die Klasse und sagte: „Nachdem ich Eure Arbeiten korrigiert hatte, habe ich es gemacht wie in der Bibel: Ich ging hinaus und weinte bitterlich.“ Es wurde sehr still in der Klasse. Dann bekam ich meine Arbeit wieder. Überall Rotstift. Mit zitternden Händen blätterte ich bis zur letzten Seite. Dort stand die Note. Wortwörtlich hatte der Lehrer geschrieben: „gerade noch ausreichend“. Das „gerade noch“ hatte er doppelt unterstrichen. Glück gehabt – meine Versetzung war nicht mehr gefährdet.

Auch die Versetzung des 1. FC Köln war in dieser Saison letztlich nicht mehr gefährdet – dank des Zwischenspurts im Winter und Frühjahr. Doch dass nun der Präsident des 1. FC Köln die Leistung in dieser Saison in die Schulnote „voll befriedigend“ gepackt hat, überrascht. Eher würde passen: „gerade noch ausreichend“. Denn ja, der FC erreichte den Klassenerhalt, und nichts anderes war das realistische Ziel. Doch erstens schaffte der FC diesen nicht ansatzweise souverän oder durch kontinuierlich stabile Leistungen wie Union Berlin. Sondern zweitens kostete dieser Klassenerhalt alle Kraft und jeden einzelnen Cent, den der Klub aufbringen konnte – inklusive eines neuen Trainerteams und eines neuen Sport-Geschäftsführers. Von „voll befriedigend“ kann da keine Rede sein. Der FC entkam dem nächsten Abstieg nur hauchdünn.

Niemand erwartet den Gang nach Canossa

Wie heißt es so schön? Der erste Schritt, um ein Problem zu lösen, ist zu erkennen, dass es eins gibt. Daher verwundert die Aussage von Werner Wolf. Denn eigentlich hatten die FC-Bosse zuletzt häufiger betont, dass es sehr wohl große Probleme gebe und dass man nicht zufrieden sein könne und dürfe. Der Vorstand forderte eine Analyse von der sportlichen Leitung an. Horst Heldt und Markus Gisdol erklärten, man habe bereits wichtige Erkenntnisse gesammelt, welche Veränderungen man im Sommer anstreben müsse. Und auch die Spieler zeigten sich reumütig nach dem Desaster von Bremen.

Niemand erwartet vom FC den Gang nach Canossa. Was es braucht, ist ein seriöses Aufarbeiten der Krise und harte Entscheidungen. Genau dafür hat man nun mit Horst Heldt verlängert. Der Sportchef kann mit der Gewissheit in die Gespräche mit Spielern und Beratern gehen, dass man ihm langfristig vertraut. Das Gleiche soll eine Verlängerung mit Markus Gisdol bewirken. Wüssten die Spieler, dass der Trainer die Vorbereitung ab August nur mit einem Vertrag bis 2021 und auf Bewährung aufnimmt, könnte man gleich jetzt einen Schlussstrich ziehen, um sich eine Trennung im Herbst in einer noch tieferen Krise zu ersparen. Nein, der FC will mit Heldt und Gisdol längerfristig arbeiten. Das sollen und müssen nun aber auch die Spieler kapieren – und zu spüren bekommen.

Zu lange durften die Spieler ihre Trainer verschleißen

Die Spieler haben bereits den Worst Case leichtfertig in Kauf genommen, indem sie sich ihrer hochgezahlten Arbeit in Teilen lustlos verweigert haben und zehn Spiele ohne Sieg geblieben sind. Sie haben es zu verantworten, dass Zweifel an Markus Gisdol aufgekommen sind, dass einmal mehr ein negativer Schleier über der Sommerpause hängen wird, dass alles hinterfragt wird, was man sich in der Hochphase der Saison erarbeitet hatte. Jetzt müssen es die Spieler zu spüren bekommen. Heldt muss mit der Autorität seines neuen Vertrags mit eisernem Besen kehren, Gisdol mit Beginn der Vorbereitung jedes Nachlassen der Spieler bestrafen. Zu lange durfte sich die Mannschaft als stärkstes Glied der Kette fühlen und in den zweieinhalb Jahren nach Peter Stöger drei Trainer verschleißen (Ruthenbeck, Anfang, Beierlorzer) und einen (Gisdol) nach zwischenzeitlichen Erfolgen wieder in Frage stellen.

Wenn man Tabellenplätzen aus Kölner Sicht Schulnoten geben würde, dann wäre Europa eine Eins, ein einstelliger Tabellenplatz eine Zwei, die Plätze zehn bis zwölf eine Drei, die Plätze 13 bis 15 eine Vier, die Relegation eine Fünf und der direkte Abstieg eine Sechs. In der nächsten Saison würde sich wohl fast jeder FC-Fan mit einer Vier zufrieden geben, mit einem verdienten Ausreichend, mit einer stabilen, ausreichend erfolgreichen, den Klassenerhalt sichernden Saison, die dem FC mehr Ruhe beschert und Stabilität verleiht. Dafür hat der FC seinen Manager mit einem starken Mandat ausgestattet, damit dieser wiederum dem Trainer ein solches verleiht. Was es nun braucht, sind willige Spieler, die den Auftrag auf dem Rasen umsetzen.

60 Kommentare
  1. Gerd1948 says:

    Alibis wären für die Spieler natürlich passe, aber es bleibt das immense finanzielle Risiko, der Langfristigkeit des Vertrages. Wir sprechen hier schon von 7 stelligen Summen bei einem 3 Jahresvertrag und zwar von etwas höheren

  2. Horst Simon says:

    Guter Kommentar. Nicht immer alles schönreden . Ich erwarte, daß mit den Spielern Klartext gesprochen wird. Wer nicht mitzieht, fliegt aus dem Kader. Auch Spielern mit noch laufenden Verträgen muß gesagt werden, daß sie keine Einsatzzeit zu erwarten haben und sich daher nach anderen Vereinen umsehen sollen. Ansonsten droht die 2. Trainingsgruppe. Neuen Spielern keine langfristigen Verträge geben. Wir brauchen kämpferisch und läuferisch starke Spieler. Hoffen wir, daß unser neuer Manager ein glückliches Händchen bei den Neuverpflichtungen hat.

    • Gerd1948 says:

      Ich hoffe , dass relativ viele Spieler Einsicht zeigen , dass man auf diesen Positionen dann eben noch nachbessern kann mit jungen hungrigen Spielern. Elementar wird in der Tat der Nachdruck sein, den der Verein den Spielern klar macht , die durch das Raster fallen. Man könnte jetzt mutmassen ,dass es bei etwas älteren ( ich schreib jetzt nicht satteren) eben was schwieriger wird, ihnen die Wohlfühloase madig zu machen.

      • mario lindenberg says:

        Das mit der Einsicht ist aber ein sehr optimistischer Ansatz. Was gegen Bremen passiert ist, zeigen uns einige unserer Profis in schöner Regelmäßigkeit immer wieder. Und danach kommt dann das reumütige Gelaber. Damit muss endlich mal Schluss sein. Deshalb gefällt mir der Artikel von M. Merten.

  3. Bert Hebborn says:

    Haha – glaube ja nicht das ein mit einem längerfristigen Vertrag ausgestatteter Herr Gisdol die Sautruppe beeindrucken kann. By the way, den Nachweis, das Gisdol eine Mannschaft entwicklen und eine Spielphilosophie etablieren kann steht ebenfalls noch aus… das ist ein Feuerwehrmann! Wirklich, vielen Dank Herr Gisol für das Halten der Klasse, aber mit ihm geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit kommende Saison runter! Just my 2 cents…

  4. Dieter says:

    Was für ein absoluter Schwachsinn, wir brauchen Ruhe ? Nein wir brauchen Aufbruch ! Wiedermal wird mit Vorwürfen an die Spieler die ja zum Teil berechtigt sind völlig überdeckt das Gisdol ohne jede Spielidee mit Hoch und lang unterwegs ist, wo ist die Kritik ? Es wird mit den Spielern gesprochen ? Wie wäre es mit ein paar Traningsinhalten bei Timo Horn die ihm etwas beibringen ? Oder einige Trainingseinheiten wo man Spielaufbau aus der 4er Kette übt, Doppelpass wär auch nicht schlecht, Flanken ? Es fehlt doch an allem, und das fehlen soclher Elemente den Spielern anzulasten ist reichlich naiv und trift das Problem nicht. Horn muss weg, einen spielenden IV rein , dann sieht schon vieles besser aus. Und Fragen, wieso wurden Spieler wie Simon Terodde und Jorge Mere völlig aus dem Kader verbannt, obwohl man sich nichts zu schulden hat kommen lassen , und das ohne chance sich zu zeigen ? geliches galt schon zum Start bei Koziello , Schaub und Hauptmann. Wiesieht das aus in der Nachschau, waren die wirklich shclechter wie das Personal was hier seit 8 Wochen nur noch Scheiße spielt ? Wenn schon keine Ideen von der Bank kommen wäre es zumindest mal schön gewesen den einen oder anderen Kreativen dabei zu haben, Uth ist das jedenfalls nicht, ein einfallsloser Egomane der aus jeder Lage abzieht, leider nicht mit der nötigen Präzission. Fragen über Fragen, aber oben im Artikel sind die Falschen Lehren gezogen und die bösen Spieler alleine anzugehen völlig falsch. Es sind nunmal keine Spitzenfussballer, und es sieht oft danach aus als wenn die nötige Anleitung zu mehr fehlt !

      • Gerd1948 says:

        Wir sind am 12.09. mit Spitzenreiter. Da will ich auch anderen Fussball sehen, ne anders motivierte Truppe, ne Mannschaft, in der man Feuer spürt was erreichen zu wollen. auch Gisdol steht in der absoluten Bringschuld, das muss man aber nicht kommunizieren jetzt.

    • Jhen says:

      Ich habe am Sonntag das Spiel Stuttgart gegen Darmstadt verfolgt, mit zwei bis vor kurzem noch für uns angemeldeten (nicht auflaufenden) Spielern. Beide brachten hervorragende Leistungen, dass ich mich fragte, warum bekamen die in Köln nie eine Chance. Da fiel mir ein wer im ersten Spiel Gisdohls auf Feld kam. Das war der Mannschaftsrat mit ein paar anderen garniert. Und so lange dieser Mannschaftsrat besteht wird sich auch nichts ändern. Gisdohls hat aber sein Pulver längst verschossen. Seine Spielidee, sofern man das überhaupt so nennen kann haben wir gesehen und wissen von seinen vorherigen Stationen, auch daß er nichts anderes kann. Folgt man ihm, wird das Kader vollends in eine Bolzertruppe (Techniker unerwünscht) umgewandelt. Mit Gisdohl, Horn, Modeste, Höger, Hector sehe ich schwarz.
      Es wird sich nichts ändern.

  5. Gerd1948 says:

    Kann dir ja keiner in Abrede stellen, dann müssen wir eben wieder einen präsentieren. Ich behaupte einfach, dass die Mannschaft vom Potential zwischen 10 und 14 spielen müsste, und das ohne Abstiegsängste. Dazu muss sie aber nah an die Leistungsgrenze. Dann dürfen da nicht 5-7 Spieler unterperformen , sondern höchstens 2. Dieses Potential muss der Trainer raus holen . Klingt banal , ist es aber nicht.

      • Gerd1948 says:

        Kann ich nicht bestreiten, ach doch, wenn es bescheuert läuft bekommt man die Chance auf Platz 7. Dazu sollte man aber das Fundament haben. Fundament bedeutet Kontinuität nunmal auf den wichtigen Positionen. Denn die Trainer auf Platz 7-18 nehmen sich kaum was. Ich nehme mal Christian Streich die geile Sau da raus.

    • Ziesi says:

      Und ich warte immer noch auf die Begründung von Max Moor, wieso er mir gestern in seinem User-Saison-Ranking eine 3 gegeben hat sowie der konstruktiven Kritik für die neue Saison, was ich besser machen soll um in seinem Ranking auf Champions League Niveau zu kommen.

      • Gerd1948 says:

        Bist doch noch nicht so lange hier Ziesi , oder? Ich denke auch ,dass Max grundsätzlich nur an fundierten Expertisen rund um den Spieltag interessiert ist und unter der Woche kaum was liest, denn sonst würde er ab und an was rein schreiben. Ich glaub sogar, dass ne „unauffällige“ 3 als Note ein Riesenkompliment ist.

        • Ziesi says:

          Eigentlich bin ich sogar schon recht lange hier und habe vor mittlerweile 5 Jahren als Gastautor auch mal nen Beitrag geschrieben, der ganz gut ankam. Puh, dann hat die Saison wenigstens für mich ein versöhnliches Ende mit einem Riesenkompliment aus der Naschwerk-Innung.

          • Ziesi says:

            Den hatte ich am 04.07.2015 zum 25. Jahrestag auf Facebook geschrieben und er wurde dann vom Geißblog dankenswerterweise aufgegriffen. Dadurch bin ich erst auf den Geißblog gekommen.

  6. Frank Offermann says:

    Die Notenbewertung von Herrn Merten kann ich absolut nachvollziehen. Dem würde ich mich anschließen. Wir sind drin geblieben, mehr aber auch nicht. Also 4- oder 4. Die Bewertung unseres Präsidenten steht für sich. Wenn er dies als befriedigende Saison bezeichnet, dann hat sich schon eine gewisse Resistenz gegen Schmerzen im Alter eingestellt. Wir sind wegen eines fulminanten Zwischenspurts drin geblieben, das erste Drittel und die letzten 10 Spiele waren eine grottenschlechte Leistung von Mannschaft und damit auch vom Verein. 2/3 der Saison waren nicht bundesligatauglich! Das letzte charakterlose Spiel in Bremen eine Unverschämtheit für den Sportgeist und die Reputation dieses Vereins. Und richtig Geld hat das auch noch gekostet. Aber Reflexion war ja noch nie eine große FC-Tugend….
    Mir erschließen sich aber nicht die Ausführungen von Herrn Merten , warum ich jetzt mit dem Trainer, der Vertrag bis 2021 hat, bis 2023 verlängern muss. Ist der Trainer beschädigt, wenn er einen Vertrag über die komplette folgende Saison hat?
    Wenn dem so ist, und man nur mit einem 3-Jahres-Vertrag die Mannschaft hinter sich bringen kann, dann lass uns doch den laden schließen. So macht das dann auch keinen Sinn mehr..
    Einen großen strukturellen Umbruch kann es sowieso nicht geben. Der Trainer muss sowieso mit dem reduzierten bestehenden Personal weitestgehend weiter arbeiten.
    Seine Vorstellungen kann er sowieso nur im Kreise der bestehenden Mannschaft umsetzen. Bei 35 oder 36 Spielern ist Ausmisten angesagt, aber ein Umbruch der Mannschaft ist faktisch unmöglich.
    Insofern frage ich mich, ob wir gerade im Geld schwimmen. Warum verlängert ich jetzt mit dem Trainer so lange ohne Not? Man könnte das Ganze ja in der Winterpause bewerten. Da ist immer noch genug Zeit für eine Verlängerung. Und das ist auch gegenüber Markus Gisdol immer noch eine faire Lösung.
    Um ehrlich zu sein, muss man doch festhalten, dass mit den Spielen in der Corona Zeit schon Zweifel an dem Konstrukt Gisdol aufgekommen sind. So überrascht ich persönlich von der Winter/ Frühjahr-Serie war, so geschockt bin ich über die letzten Spiele. Als Vorstand wäre ich da jetzt mal ganz vorsichtig und würde die weitere Entwicklung genau beobachten. Aber das scheint vielleicht in der Struktur des 1. FC Kölns zu viel verlangt zu sein.

    • Jörg Schieber says:

      Sehr guter Kommentar! Es gibt wirklich keinen einzigen sachlich fundierten Grund, den Vertrag zum jetzigen Zeitpunkt zu verlängern. Und den seh ich auch nicht im Kommentar von Hr. Merten. Den Spielern ist völlig wurscht, wie lange ein Trainer Vertrag hat. Die wissen völlig unabhängig von der Vertragslaufzeit des Trainers, wie sie einen Trainer los bekommen würden, wenn sie es drauf anlegen. Dazu könnte man auch argumentieren, dass der Anreiz für Hr. Gisdol viel höher ist, jetzt erst mal mit Leistung zu zeigen, dass er eben genau der Richtige ist, bevor er mit einer Vertragsverlängerung belohnt wird. Wenn er Eier und Stil hätte, würde er das Thema sogar selber auf den Winter schieben, weil die Vertragsverlängerung in der jetzigen Situation Null angemessen ist…

      • Geisbock514 says:

        Du bist nicht nur doof, sondern auch noch blöd dabei…empathie für eine Mannschaft, die solche Arschlöcher als Fans hat…du bist ja total bescheuert…du vollpfosten…wenn das der Ulli lesen würde, was du für eine scheiße von dir gibst…ich glaub der würde dich arsch auch nicht mehr für voll nehmen….vollpfosten

      • Dieter says:

        Also ich find die Bayern spielen den besten Fußball in Deutschland und sind mehr als verdient Meister geworden. Neid ist schon schlimm……… Neben dem FC ist das oft mein Wochenendprogramm das Spiel der Bayern anzuschauen, man brauch auch mal etwas Fußballkost vom Feinsten ! Leipzig hab ich auch öfter angeschaut, die haben auch tolle Spiele gezeigt ! Schalke auch, aber das ist schon sehr nah an unserm FC was die zeigen ! Nur den Kick&Rush, der ist bei uns einzigartig !

  7. maradonna says:

    Wenn ich wieder im Express lese, dass Sauren sagt dass es eigentlich positiv war was nach dem 11. spieltag passiert ist, und dass dies deren Analyse der Situation ist, wird mir Angst und Bange.
    Wieso eigentlich schaffen es immer wieder solche ahnungslosen in den FC Vorstand? Wie kam der eigentlich da rein?
    Diese Aussage ist nicht zu ertragen. Der FC spielt diese Saison 8 Spiele lang ordentlich wobei die letzten beiden der acht Spiele nur mit glück gewonnen wurden, und der Vizepräsident sagt, es sei doch alles toll!
    Die Aufarbeitung der Fehler fängt damit an mal die Fehler von Armin Veh zu beleuchten und dann sollte man sich fragen warum Gisdol einen so vielversprechenden Trend zunichte gemacht hat. Die Mannschaft hat am Ende nichts gezeigt und dafür gibt es Gründe. Und wenn ich Gisdol höre dass es an Corona lag, verliert der meinen ganzen Respekt. Als ob die Fussballmillionäre alles Freunde wären und weil die sich nicht mehr in den Arm nehmen dürfen, ist es so schlecht gelaufen. Das sind Ammen-Märchen. Davon dass sie alle befreundet sind sehe ich auf dem Platz recht wenig. Da griffen am Ende die altbekannten Mechanismen. Wenn es nicht läuft, spielt man so dass man selber nicht schlecht wegkommt. Das schadet zwar der mannschaft, aber man selber hat immer ein Alibi. Das ist das was ich gesehen habe. Alibi -Pässe z.B. von Leistner zu Katterbach, der unnötig in Zweikämpfe geschickt wird usw..
    Wen will Gisdol für dumm verkaufen‘? Manche nehmen ihm das auch noch ab, aber viele werden anfangen zu zweifeln und das zu Recht.

  8. BM says:

    „Sie haben es zu verantworten, dass Zweifel an Markus Gisdol aufgekommen sind,…“ – Ja, z. T., wenn ich aber seine Aufstellungen sehe und schon vor Anpfiff klar wird, dass nachgesteuert werden muss, dann fehlt doch etwas in der Vorbereitung. Siehe Augsburg, Leipzig, Bremen, wo ein langsamer, bewegungsarmer, spielschwacher und eigentlich nicht bundesligatauglicher Abwehrspieler (Leistner, trifft aber leicht abgeschwächt auch auf Czichos zu), gegen den schnellsten gegnerischen Kicker antreten muss, dann sind wohl Zweifel berechtigt, weitere taktische Fehlleistungen kommen zuhauf hinzu, inklusive völlige Ratlosigkeit. Der Kader ist nicht gut, aber ausreichend für einen Klassenerhalt – mit entsprechenden Vorgaben von der Trainerbank. Der FC ist ja extrem spielschwach, es liegt aber auch am Trainer, welche Kicker ich bevorzuge, die eher risikoreichen ballfertigen Spieler oder die simplen Wegpöler – unser Trainer steht offensichtlich auf letztere. Kann so Zukunft aussehen?

    • Dieter says:

      nein, ganz sicher nicht. Gisdol hat nun die Chance bekommen von 0 zu starten und auf Fußball statt Kick& Rush umzustellen. Wenn er dass nicht tut muss er schnell weg, denn dann geht es runter in Liga 2. Wenn er es tut brauchen wir aber auch ein Stück weit Geduld, denn er muss ja einiges umstellen. Ich weiß allerding nicht mit welchen Fussballern, aber die Holzfüße in der Abwehr müssen auf jeden Fall raus. Davon braucht man in jedem Spiel einen, das wäre Bournow.

        • Dieter says:

          wann war das denn ? Ich hab seit Anfang keinen Speilaufbau gesehen der nicht nach 2 Pässen nicht direkt beim Gegner oder bei langen Ball endete. Wenn wir zu Toren kamen fast immer Standards oder Ballverluste des Gegners, wo bei Pressing mal gut mal weniger gut funktioniert. So hohes Pressing wie Anfangs unter Anfang haben wir schon lange nicht mehr drin, reduzierte sich also auf keine erzwungenene Fehlerquote , sondern auf die normale Fehlerquote des Gegners, das ist zu wenig. Man sollte ja zumindest gegen Gegener der unteren Hälfte auch mal im Stande sein das Spiel in die Hand zu nehmen um mit Ballbesitzfussball dominant zu sein. Völlig verloren gegangen zugunsten von Sichern und Ergebnisfussball.

  9. Holger says:

    Ich zitiere Carsten Wettich bei Insta:

    „Die Aufs und Abs sind keine Momentaufnahmen. Das kommt bei uns seit Jahren vor. Wir müssen analysieren, woran das liegt“!

    Dann analysiert mal liebe Herren. Hoffentlich kommt zumindest etwas dabei raus!!!

    • Dieter says:

      Was will ein Jurist den im Fußball analysieren ? Oder tut das Rutemöller und informiert dann 2 Juristen und einen Wirtschaftsboss die dann die richtigen konsequenzen ziehen…….Die gnaz Diskussion mit ‚wir müssen analysieren…‘ kannst du vergessen, das muss Held mit seinem Team tun. Der Vorstand soll sich am besten um die Farbe der Tischdecken im Geißbockheim kümmern, und um den Ausbau des selbigen. Oder Stadionpläne vorantreiben, das wäre eine Sinnige Aufgabe für so ein Team !

  10. Matthias says:

    Ich stimme dem Artikel weitestgehend zu. Allerdings kann man m.E. nicht von „die Mannschaft“ sprechen, denn deren Zusammensetzung hat sich in den vergangenen Jahren doch sehr stark verändert. Richtig müsste es heißen „die unterschiedlichsten Mannschaften“ haben sich Jahre als stärkstes Glied fühlen dürfen“!
    Wenn es aber unterschiedliche Mannschaften waren und sich unterschiedliche Trainer und sogar unterschiedliche Vorstände, ja verdammt nach mal, was ist denn wirklich das Problem oder die Probleme? Mit fehlt leider jedwede Erklärung dafür!

  11. aldie says:

    Heute hat der Vorstand ( laut Stadt-Anzeiger) mal wieder Uns, die fehlenden Zuschauer, als ursächliche Menge dieser desolaten Darbietungen, als einen der Gründe genannt. Das ist erbärmlich:-( Wir spielen in der AH seit Jahren ohne Zuschauer und reißen uns den Arsch für einen Sieg auf. Das volle Ränge motivierender sind als leere, dass dürfte klar sein. Es heißt nicht umsonst „der zwölfte Mann“.
    Ist aber keine Entschuldigung!

    • Ali Perez says:

      Vor gar nicht sooooo langer Zeit, war angeblich die fehlende Kulisse das Problem der Spieler. Den Druck in Müngersdorf wähnte man zu hoch. Jedes Spiel 50.000 Zuschauer waren zu viel für das Nervenkostüm unserer Spieler. Jetzt stellt man genau das Gegenteil in den Raum. Es ist nur noch lächerlich!

  12. Ali Perez says:

    Aus meiner Sicht ist die Analyse sehr einfach. Wir bekommen zu viele einfache Gegentore; teilweise dilettantisch. Hoffnung auf Besserung habe ich unter Gisdol keine; auch nicht mit neuem Spielermaterial. Hoffenheim und der HSV waren unter Gisdol Schießbuden. Und der Effzeh ist unter Gisdol auch nicht sattelfest. Vor der Saison habe ich hier mal geschrieben, dass wir einen Lauf brauchen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Diesen Lauf hatten wir unter Gisdol, aber nachhaltig waren die gezeigten Leistungen nicht. Die Mannschaft war nie in der Lage, ein Spiel zu verwalten. Wenn sie es versuchte, ging es in die Hose. Wenn sie vom Gas ging und die Gegner kommen ließ, entstanden sofort brenzlige Situationen. Es ist der mangelnden Effektivität unserer Gegner zu verdanken, dass wir oft ungeschoren davon kamen. Wie man für die Zukunft da Ruhe erwarten kann, ist mir schleierhaft. Vielleicht liege ich aber auch total falsch; schön wäre es ja.

    • Gerd1948 says:

      Irgendwas war ja immer.Entweder geht man zu passiv in die Halbzeiten, oder man macht zu viele leichte Fehler. Leichte Fehler zeugen von fehlender Qualität oder zumindest von fehlender Konzentration. Die Jungs sollten einfach mal mehr trainieren auch taktisch.Ich denke nicht , dass man die Truppe mit 3 Stunden täglich überfordert. Es soll ja nicht Straftraining sein, es muss nur mehr Fokus auf den Beruf gelegt werden, um vllt fehlende Klasse was zu kompensieren. Die Erfolge würden sich einstellen, da bin ich von überzeugt. Aber jetzt müssen erst mal 2 Hände Spieler aus dem Profikader raus.

  13. aldie says:

    Es wurden keine Spieler weiter Entwickelt. Muss leider immer Horn als bestes Beispiel nehmen. Bei Easy hatte ich zu Anfang Hoffnung, der Kopf scheint ihm leider einen Streich zu spielen. So könnte man den ganzen Kader aufarbeiten, man würde auf allen Positionen fündig. H.H ist zu bedauern, der verbringt keinen entspannten
    Sommer. Der Kader bedarf einer Generalsanierung, sehe ich zumindest so.

    • Gerd1948 says:

      Dass er keinen entspannten Sommer 2020 haben wird, war ihm bei Dienstantritt klar. Urlaub haben die Manager nach den Transferperioden vornehmlich. Da muss er diesmal länger drauf warten, wird ihm aber Recht sein. Ich bin da auch nicht deiner Meinung mit der Entwicklung. Gerade die jungen Spieler haben jetzt schmerzlich erfahren wie kalt das Wasser in der Bundesliga ist. Das wird sie weiter entwickelt haben. Dass allerdings gewisse Spieler wie Horn, Höger oder vllt auch Czichos und Drexler nicht weiter zu entwickeln sind, ist durchaus möglich.

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