,

Einzelkritik: Viel Leerlauf mit einigen Hoffnungsschimmern

Die Zeugnisse der Startelf-Spieler

Contents


Schwacher Beginn, starker Zwischenspurt, noch viel Leerlauf, aber Härte und Einsatz: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:1 (2:0), das erste Testspiel gegen einen direkten Konkurrenten. Die GBK-Einzelkritik verzichtet in der Vorbereitung auf Noten. Lediglich die Zeugnisse geben einen Eindruck vom Leistungsniveau der FC-Profis, aufgeteilt nach Startelf und Einwechselspielern.

Aus Friedrichshafen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Timo Horn (1.-45. Minute)

Die Nummer eins blieb eine Halbzeit lang ohne Gegentor, hatte am Anfang Probleme mit den vielen hohen und langen Bällen der Berliner. Dann aber mit seiner besten Aktion gegen den heraneilenden Becker, als er mit langem Arm verhinderte, dass der Berliner Horn umkurvte. Zur Pause für Zieler raus.

Benno Schmitz (1.-62. Minute)

Schmitz macht bislang den stabileren Eindruck als Ehizibue, daher bekam er gegen Union den Vorzug. Hatte gegen Endo zunächst einiges zu tun und blieb dabei nicht fehlerlos. Danach defensiv besser, offensiv aber trat er praktisch nicht in Erscheinung.

Sebastiaan Bornauw (1.-62. Minute)

Lautstarker Dirigent, dabei aber unsauberer Taktgeber: Bornauw wirkte gegen Union noch nicht so sicher wie in der letzten Saison. Mit Flüchtigkeitsfehlern, verlorenen Duellen und Problemen im Spielaufbau. Bei Standards mit vorne, verpasste per Kopf knapp (56.).

Rafael Czichos (1.-76. Minute)

War nicht sein Spiel! Früh mit einem leichtfertigen Fehler im Spielaufbau. Auch danach nicht sicher. Musste Endo foulen, kassierte dafür Gelb. Klärte per Kopf in letzter Sekunde nach Fehler von Keeper Horn (18.). Verursachte den Strafstoß zum 2:1, worüber er gar nicht glücklich war.

Noah Katterbach (1.-45. Minute)

Der Youngster jagte mit seiner gefühlt ersten Aktion den Ball aus 24 Metern mit der linken Klebe in die Maschen. Hatte defensiv seine Mühe gegen den schnellen Becker, besonders bei Pässen in seinen Rücken. Bis auf das Tor offensiv zurückhaltend. Zur Pause für Jannes Horn raus.

Jonas Hector (1.-45. Minute)

In den ersten Minuten hatte der Kapitän Probleme, dann aber mit dem entscheidenden Ballgewinn gegen Luthe und dem Pass auf Cordoba zum 2:0. Ließ im Ballbesitz zu große Räume zu den Offensivspielern, sodass er als Anspielstation fehlte. Wenn der FC aber vorne anlief, war Hector einer der auslösenden Faktoren.

Elvis Rexhbecaj (1.-62. Minute)

Rexhbecaj wirkte müde und nicht so spritzig, wie es nötig gewesen wäre. Lief vorne mit an, kam aber im Rückwärtsgang nicht immer hinterher. Vor dem Elfmeter eroberte er den Ball zwar in der eigenen Hälfte, verlor ihn aber direkt wieder, sodass Union zum Anschlusstreffer kam.

Florian Kainz (1.-45. Minute)

Kainz begann über rechts, blieb aber weitgehend blass. Ohne eine echte Szene in der Offensive. Konnte seinen Flügel kaum einmal beleben, sein Tempo einsetzen oder zum Flankenlauf bis zur Grundlinie durchbrechen. Einzig bei Standards auffällig.

Jan Thielmann (1.-76. Minute)

Der Youngster begann hinter Cordoba auf der Zehn, agierte zwar auffällig, weil laufstark und als Anspielstation, brachte aber wenige Aktionen zu Ende. Das lag mitunter aber daran, dass er auf der Zehn nicht von den beiden Sechsern unterstützt wurde. Schob später für Cordoba in die Sturmspitze, konnte sich aber keine Chancen erarbeiten.

Ismail Jakobs (1.-45. Minute)

Der künftige U21-Nationalspieler fiel auf der linken Seite in der ersten Halbzeit praktisch überhaupt nicht auf. Defensiv erledigte er zwar seine Aufgaben, offensiv fand er aber praktisch nicht statt.

Jhon Cordoba (1.-62. Minute)

Brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu kommen. Dann staubte der Kolumbianer zum 2:0 ab (12.) und erarbeitete sich in den folgenden Minuten weitere Chancen, die er jeweils knapp vergab. Nach der Pause legte er sich mit dem Schiri-Gespann wegen des Elfmeters für Union an. Danach raus.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar