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Heldt nach Schalke-Kritik gelassen: „Bleibe bei meiner Aussage“


Die Beziehung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Schalke 04 ist dieser Tage eher unterkühlter Natur. Nachdem Markus Gisdol im Trainingslager in Donaueschingen noch einmal die Hoffnungen auf einen Transfer von Mark Uth unterstrichen hatte, folgte prompt die unmissverständliche Absage aus Gelsenkirchen. Horst Heldt nahm die Worte seines Manager-Kollegen anschließend gelassen. Hoffen die Kölner weiterhin auf die Kraft eines Spielers, der unbedingt wechseln will? 

Aus Donaueschingen berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Geht es nach dem FC Schalke 04, bleibt Mark Uth in der kommenden Saison ein Königsblauer. Die Tatsache, dass der Offensivspieler nicht erneut zum 1. FC Köln wechseln wird, bezeichnete Sportvorstand Jochen Schneider im Schalker Trainingslager als „Fakt“. Gleichzeitig warf Schneider dem FC vor, mit der offenen Kommunikation hinsichtlich des Transfer-Wunsches einen Ehrenkodex zu verletzen.

Ich bleibe bei der Aussage

Auf die Worte Schneiders angesprochen, reagierte FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Samstagabend nach dem Testspiel-Erfolg gegen Union Berlin (2:1) gelassen. „Ich will das nicht zu hoch hängen“, sagte der 50-jährige, konnte sich eine kleine Retourkutsche in Richtung Schalke aber nicht verkneifen: „Es gibt ein paar Ehrenkodizes, die man rausholt, wenn es wichtig wird. Ich könnte auch einen nennen, nämlich, dass wenn man einen Spieler ausleiht, ihn auch überall spielen lässt. Aber wer nie Fußball gespielt hat, kann so etwas vielleicht nicht empfinden.“ Die Schalker hatten im Leihvertrag mit dem FC und Mark Uth eine entsprechende Klausel verankern lassen, die es untersagte, den Spieler gegen Schalke einzusetzen. Gleichzeitig war Schalke-Boss Schneider nie Fußball-Profi gewesen.

Dem Inhalt der Schalker Kritik wollte Heldt jedoch gar nicht widersprechen, änderte trotz der zumindest öffentlich unmissverständlichen Absage jedoch auch seine Meinung nicht. „Es bleibt dabei, dass wir den Spieler haben wollen, und es ist auch kein Geheimnis, dass Mark sich das vorstellen kann. Deswegen bleibe ich bei der Aussage.“ Allerdings weiß der Geschäftsführer auch, dass das Heft des Handelns weder beim FC noch bei Mark Uth liegt. „Trotz alledem bin ich nicht doof und weiß, dass Schalke einen Vertrag mit Mark hat und sie am Ende alles zu entscheiden haben.“

Transfer-Sommer bleibt ein Geduldsspiel

Hoffen die Kölner also auf die Kraft eines wechselwilligen Spielers? In die gleiche Richtung scheinen sich die Verhandlungen des FC mit dem SC Paderborn zu gehen. Im Werben um Streli Mamba blitzte Heldt auch mit seinem zweiten und deutlich verbesserten Angebot ab. Für den ehemaligen Profi bleibt der diesjährige Transfersommer damit ein Geduldsspiel. Dass der FC für die kommende Saison jedoch noch dringend auf einigen Positionen nachlegen muss, gab auch Trainer Markus Gisdol in Donaueschingen zu, sagte: „Wir haben effektiv momentan zu wenige Spieler. Wir brauchen noch Verstärkung auf der einen oder anderen Position. Das ist klar besprochen.“ Unklar ist jedoch, wie viel Geld die Geißböcke wirklich zur Verfügung haben. Einerseits betonen die Verantwortlichen, jenen Cent umdrehen zu müssen. Andererseits wären die einzigen Spieler, um die der FC öffentlich wirbt (Mamba, Uth, Hack), wohl nur per Kaufgeschäft zu verpflichten. In der Sommerpause hatte noch alles danach ausgesehen, dass der FC lediglich Leihgeschäfte würde tätigen können. Millionen-Ablösen für Uth und Mamba passen da für den FC eigentlich nicht ins Bild.

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