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„Auseinandersetzungen müssen unbedingt beendet werden“


Die Vereinsführung im Krisen-Modus: Erst die Aussprache mit den Abteilungsleitern auf der Geschäftsstelle, nun das Treffen des Vorstand und der Geschäftsführung mit den Alt-Internationalen um Wolfgang Overath und Toni Schumacher. Am Mittwoch haben sich die Granden der Geißböcke im Astoria getroffen und Tacheles geredet. Anschließend verständigte man sich auf eine gemeinsame Erklärung. Doch das Ende der Krisengespräche bedeutet der Abend noch nicht.

Köln – Sie kamen alle zusammen: Der Vorstand des 1. FC Köln um Präsident Werner Wolf, die Geschäftsführer Horst Heldt und Alexander Wehrle, dazu die Alt-Internationalen: Wolfgang Overath, Toni Schumacher, Karl-Heinz Thielen, Stephan Engels, Wolfgang Weber und Bernd Cullmann. Das Treffen war nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Donaueschingen anberaumt worden, nachdem sich die einstigen Spieler und Idole mit einem Brief an den Vorstand gerichtet und eine Aussprache gefordert hatten.

Am Mittwochabend folgte dann das Treffen im Astoria, am Donnerstagmorgen gab es eine gemeinsame Erklärung: „Wir haben uns über verschiedene FC-Themen offen, ruhig und vertrauensvoll ausgetauscht“, hieß es. „Vorstand, Geschäftsführung und Altinternationale sind sich einig, dass alle vereinsinternen Auseinandersetzungen unbedingt beendet werden müssen. Probleme müssen offen, aber nicht öffentlich diskutiert und gelöst werden.“ Zuletzt hatte man beim FC, wie so häufig in der jüngeren Vereinsgeschichte, übereinander, aber nicht miteinander geredet. Künftig, so hieß es, wolle man sich „mindestens zwei Mal im Jahr treffen“, um „wichtige aktuelle und strategische Themen in vertrauensvoller Atmosphäre zum Wohle des Vereins“ zu diskutieren.

Sondersitzung wegen Müller-Römer

Ein regelmäßiger Austausch, den es in den letzten Jahren nicht gegeben hatte. Das Ziel: Der FC soll wieder enger zusammenrücken und keine Grabenkämpfe führen. Ob dies gelingt, wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen und dürfte wohl auch mit einer Personalie eng zusammenhängen. Stefan Müller-Römer ist nicht erst seit der E-Mail-Affäre bei den Alt-Internationalen in Kritik geraten. An seiner Person stören sie sich besonders. Zwar gab es in der gemeinsamen Erklärung kein Wort zum Chef des Mitgliederrates. Jedoch hatte der Mitgliederrat selbst am Mittwoch verlauten lassen, sich mit der Causa nächste Woche in einer Sondersitzung zu befassen. „Der Mitgliederrat des 1. FC Köln befasst sich intensiv mit den Ereignissen, welche zu einem Beitrag des Kölner Stadt-Anzeigers geführt haben“, hieß es in der Stellungnahme des Gremiums. „Hierzu wird der Mitgliederrat im Laufe der nächsten Woche zu einer Sondersitzung zusammenkommen und anschließend eine Erklärung abgeben.“

Die Zeit der Krisensitzungen und klärenden Gespräche ist also längst nicht vorbei. Nach dem Treffen mit den Abteilungsleitern am Geißbockheim und der Aussprache mit den Alt-Internationalen will sich auch der Vorstand noch mit Müller-Römer persönlich treffen. Gut möglich, dass es dann auch zu einem gemeinsamen Treffen mit dem Mitgliederrat kommt. Zunächst gehen die politischen Gespräche also weiter.

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