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Nach Punkteteilung: „Das war Angst vor der eigenen Courage“


Die U21 des 1. FC Köln wartet auf ihren ersten Sieg der neuen Saison. Gegen Rot Weiss Ahlen scheiterte die Mannschaft an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Trainer Mark Zimmermann erklärte hinterher die Gründe und nahm seine Spieler in die Pflicht. Gegen Lippstadt soll am Samstag nun der erste Sieg her. Möglich, dass der Trainer dann wieder Unterstützung von den Profis bekommt. 

Köln – Trotz zahlreicher guter Gelegenheiten musste sich die U21 des 1. FC Köln am Mittwochabend mit einem 1:1 (0:0) gegen Rot Weiss Ahlen zufrieden geben (hier mehr zum Spiel). Dabei waren die Geißböcke vor allem in der ersten Halbzeit das spielbestimmende Team. „Nach der anfänglichen Hektik haben wir das Spiel gut in den Griff bekommen und uns Chance um Chance erspielt“, zog Trainer Mark Zimmermann nach der Partie sein Resümee. „Im letzten Drittel fangen wir dann plötzlich an zu überlegen und versuchen die Bälle mit Risiko in die Spitze zu spielen.“ Dabei kreidete der Trainer seiner Mannschaft vor allem die fehlende Überzeugung vor dem gegnerischen Tor und die Verantwortungsabgabe an. „Mir hat gefehlt, dass sie mit aller Macht das Tor machen wollen. Das war Angst vor der eigenen Courage.“

Tim übertreibt manchmal noch ein bisschen

Mit von der Partie waren am Mittwochabend auch Christian Clemens, Tim Lemperle und Robert Voloder. Während letzterer schon gegen den BVB II auf dem Platz stand und vornehmlich für die U21 eingeplant ist, sollten sich die beiden Flügelspieler in der Regionalliga Spielpraxis holen. Während Clemens dabei weitestgehend unauffällig agierte, gehörte Lemperle zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz. Häufig zeigte sich der Youngster aber noch zu verspielt und vergab zudem eine Großchance nach einem Konter zur vermeintlichen Führung. „In der ersten Halbzeit ging viel über Lemperle und Georg Strauch“, bestätigte auch Zimmermann. „Tim übertreibt manchmal noch ein bisschen, dann aber zündet er ab und an richtig und kommt auch in Abschlusspositionen. Man muss auch sehen, dass er das erste Mal bei uns war und im Vorfeld kein einziges Training bestritten hat.“ Während Lemperle über die rechte Seite kam, stand Clemens auf der für ihn eher ungewohnten linken Seite auf dem Feld. „Er hatte nicht die Unterstützung auf seiner Seite. Ich hätte mir gewünscht, dass er besser ins Spiel findet, aber er war jetzt anderthalb Jahre draußen“, bilanzierte der Trainer die Leistung des 29-jährigen.

Den späten Ausgleichstreffer erzielte schließlich der Südkoreaner Jan-Hwan Hwang, der nach seiner Einwechslung noch einmal für neuen Schwung in der Offensive sorgte und die Ahlener mit seiner Dribbelstärke häufig vor Probleme stellte. „Er hat seine Form bestätigt, die er bis zu seiner Verletzung hatte. Wir hätten ihn gegen Dortmund schon gerne dabei gehabt, aber ich denke, jetzt ist er soweit“, lobte Zimmermann den Auftritt des Mittelfeldspielers. Während Hwang also inzwischen wieder fit ist, müssen die Geißböcke weiterhin mehrere Wochen auf Mathias Olesen, Philipp Höffler, Oliver Schmitt und Erkan Akalp verzichten. Eladan Islamovic und Neuzugang Florian Zorn brauchen derweil ebenfalls noch etwas Zeit. „Die beiden hatten noch kein Mannschaftstraining und haben noch Rückstand“, berichtete der Trainer.

Clemens und Lemperle Samstag möglicherweise wieder dabei

Nach der Niederlage in Dortmund und der Punkteteilung gegen Ahlen geht es für die U21 am Samstag nun zum SV Lippstadt. Die Gastgeber sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. In der vergangenen Saison konnte die Zimmermann-Elf gegen den SV mit 4:1 gewinnen. Trotzdem will der Trainer den Gegner nicht unterschätzen: „Sie haben ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl, stemmen sich gemeinsam dagegen und feiern jeden Ball, der ins Aus getackelt wird. Das müssen unsere Jungs erkennen. Sie werden uns auf den Füßen rumstehen. Wir werden den Willen brechen müssen. Das haben wir letzten Jahr gut hinbekommen.“ Möglich, dass Tim Lemperle und Christian Clemens dann erneut für die U21 auflaufen werden. „Es könnte sein“, sagte Zimmermann. „Ich habe noch keine hundertprozentige Rückmeldung.“ Gerade durch die beiden Neuzugänge Sebastian Andersson und Ondrej Duda könnten die Plätze im Kader für den Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim für das Duo eng werden.

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