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Cordoba zu Hertha gegen Duda plus Millionen-Ablöse?


Jhon Cordoba steht vor einem Wechsel zu Hertha BSC. Der Kolumbianer bat im DFB-Pokal nicht eingesetzt zu werden, um kein Verletzungsrisiko einzugehen. Denn nach dem Spiel gegen Altglienicke sickerte durch, dass Cordoba in konkreten Verhandlungen mit der Hertha steht und der Wechsel schon in den nächsten zwei Tagen über die Bühne gehen könnte. Im Gegenzug könnte der FC jedoch nicht nur Geld erhalten, sondern auch den gesuchten Zehner. 

Köln – Während des DFB-Pokal-Duells gegen die Berliner VSG Altglienicke ging es auch abseits des RheinEnergieStadions um die Hauptstadt. Denn Jhon Cordoba steht nach GBK-Informationen, die sich mit anderen Medien decken, vor einem Wechsel zur Hertha. Der „Big City Club“ will den Kolumbianer unbedingt verpflichten. Die Verhandlungen befinden sich in der entscheidenden Phase. Nach dem Pokalspiel seiner Mannschaft schien es, als verabschiede sich Cordoba bereits von seinen Mitspielern.

FC-Trainer Markus Gisdol hatte vor der Partie erklärt, Cordoba hätte gebeten gegen Altglienicke nicht eingesetzt zu werden. Sportchef Horst Heldt wollte sich nach dem Spiel nicht konkret zu der Personalie äußern. „Ich war bei dem Gespräch mit dem Trainer dabei. Mehr gibt es momentan nicht zu sagen. Es ist alles mit dem Spieler besprochen worden. Jetzt schauen wir weiter.“ Überrascht habe ihn die Entwicklung jedoch nicht. „Wenn ich überrascht worden wäre, hätte ich ein Problem in meiner Position.“

Duda für Cordoba – aber will der FC den Spieler überhaupt?

Dem Vernehmen nach sind sich Cordoba und die Hertha zwar weitgehend einig, der FC und die Berliner jedoch noch nicht. Es geht um viel Geld, um die Sockelablöse, um Bonuszahlungen und um einen möglichen Weiterverkauf. Vor allem aber geht es um die Frage, ob der FC im Gegenzug nicht nur Geld, sondern auch einen Spieler erhält. Angeboten wird den Geißböcken Ondrej Duda, der offensive Mittelfeldspieler der Hertha, der in der vergangenen Rückrunde an Norwich City ausgeliehen war. Der 25-jährige hat ein schweres Jahr mit wenigen Einsätzen hinter sich, nachdem er 2018/19 für die Hertha überragende elf Tore erzielt und sechs weitere vorbereitet hatte. Der laufstarke Zentrumspieler verfügt über einen guten Abschluss, ist auf der Zehn aber weniger Stürmer als Mittelfeldspieler und damit ein anderer Spielertyp als Mark Uth vor ihm beim FC. Darüber hinaus war die Saison 18/19 die einzige Spielzeit, in der Duda in seiner Karriere auch als Torjäger überzeugen konnte.

Auch deshalb ist man sich beim FC noch nicht sicher, ob man Duda für Cordoba nehmen würde. Dies käme wohl auch auf die Höhe der Zuzahlung an, die Hertha bereit wäre neben Duda für Cordoba zu zahlen. Angeblich verlangt der FC bis zu zehn Millionen Euro oben drauf, die Hertha soll bislang aber nur zu rund fünf Millionen Euro bereit sein. Darüber hinaus will der FC dem Deal erst dann zustimmen, wenn die Geißböcke einen Nachfolger für Cordoba gefunden haben. Andernfalls wäre Heldt bereit den Transfer platzen zu lassen. Daran glaubt jedoch inzwischen kaum mehr jemand, schließlich war das Zeichen des Angreifers am Samstag überdeutlich, nicht mehr für den FC spielen zu wollen.

Es dünn ist gerade – das weiß jeder, das sieht jeder

Markus Gisdol muss genau mit diesem Problem nun kurzfristig umgehen, denn weil Cordoba nicht mehr eingesetzt werden will und Anthony Modeste nicht eingesetzt werden kann, hat der FC-Coach gerade keinen einzigen Mittelstürmer zur Verfügung. Gegen Altglienicke reichte dies trotzdem zum Sieg. Gegen die TSG Hoffenheim in einer Woche dürfte das jedoch arg knapp werden. „Es gehört zur Transferpolitik Spieler abzugeben. Der andere Teil ist, andere Spieler hinzuzuholen“, sagte Gisdol und wies darauf hin: „In der vergangenen Rückrunde haben wir mit Jhon Cordoba, Mark Uth, Florian Kainz und Ismail Jakobs vorne gespielt. Heute stand von diesen Vier kein einziger auf dem Platz. Da ist es klar, dass es dünn ist gerade. Das weiß jeder, das sieht jeder. Das ist keine Kritik, aber da muss noch was passieren.“ Was genau, dürfte sich erst abzeichnen, sobald der Cordoba-Deal unter Dach und Fach ist.

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