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Cordobas Zukunft: „Zeitfenster noch nicht geschlossen“


Sie ist eine der zentralen Fragen beim 1. FC Köln in diesem Transfersommer: Bleibt Jhon Cordoba oder verlässt er die Geißböcke nach drei Jahren? Eine Entscheidung ist noch immer nicht gefallen. Sportchef Horst Heldt erklärte am Donnerstag, dass ein Wechsel noch immer möglich sei, der FC habe einem Abschied des Kolumbianers noch keinen Riegel vorgeschoben.

Köln – Die Diskussionen sind längst entbrannt. Die Versuche des 1. FC Köln Spieler wie Dimitris Limnios oder Robin Hack zu kaufen, wecken ob der leeren Kassen am Geißbockheim die Vermutung, Horst Heldt gebe bereits das Geld eines Cordoba-Verkaufs aus. Das ist dem Vernehmen nach nicht so und wäre wohl auch grob fahrlässig, denn Heldt bietet derzeit für Spieler auf allen Positionen, nur nicht für die Position im Sturmzentrum. Insofern scheint das Agieren der sportlichen Führung auf dem Transfermarkt bislang ohne konkrete Hintergedanken in Richtung eines Cordoba-Transfers passieren.

Andererseits wäre es nicht das erste Mal, wenn ein Transfer unter der Voraussetzung geschlossen wird, dass er nur durchgeführt wird, wenn der abgebende Verein einen Nachfolger auf eben jener Position verpflichtet hat. Heldt würde in jedem Fall nachlegen müssen, sofern Cordoba tatsächlich den Verein ein Jahr vor Ende seines Vertrags verlassen wollte. Doch noch sagt der 50-jährige: „Es ist nichts entschieden. Wir bewegen uns weiter im luftleeren Raum.“ Ein deutlich zu niedriges Angebot im einstelligen Millionenbereich soll der FC angeblich im Laufe der letzten Wochen abgelehnt haben. Darüber hinaus jedoch soll es um konkrete Angebote ruhig geblieben sein. Der FC will erst im Falle eines Angebots im zweistelligen Millionenbereich, wohl ab rund 15 Mio. Euro, anfangen über einen Transfer nachzudenken.

Eine offene Frage, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten ist

Cordoba selbst absolvierte über weite Teile der letzten Wochen eine für ihn typische Vorbereitung mit Einsatz, Biss und Aggressivität. Nach der Rückkehr aus Donaueschingen schien er aber wie so mancher FC-Spieler in ein kleines Loch gefallen zu sein, wohl auch aufgrund der unbefriedigenden Trainingsbedingungen mit einem Rumpfkader und ausbleibenden Neuzugängen. Es wäre nicht das erste Mal im Bundesliga-Fußball, dass sich ein Leistungsträger mit Wechselgedanken herumschlägt und dabei seine Entscheidung auch davon abhängig macht, ob sein aktueller Verein noch auf dem gewünschten Niveau konkurrenzfähig ist oder eher nicht. Gut möglich also, dass Heldt mit seinen Transfers in den kommenden Tagen einen Verbleib des Mittelstürmers wahrscheinlicher machen könnte – und anders herum unwahrscheinlicher.

Heldt trat am Donnerstag dem Eindruck entgegen, Cordoba wirke nicht ganz bei der Sache. „Er ist sehr engagiert. Er geht hier seinem Job nach. Das tut er und gibt alles“, sagte der Geschäftsführer Sport. Cordobas Zukunft bleibe jedoch „eine offene Frage, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten ist. Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hatte einen großen Anteil daran, dass wir die Liga gehalten haben. Er ist eine wichtige Säule. Deswegen würde sich zu einem gewissen Zeitpunkt in dieser Transferperiode auch das Fenster schließen. Jetzt aber noch nicht. Es ist noch nichts entschieden.“

Faktor Modeste weiter „nicht absehbar“

Viel dürfte auch an Anthony Modeste liegen, der seit Wochen ausfällt und in den letzten Tagen lediglich das Aufwärmprogramm mit der Mannschaft absolvieren konnte. Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining sei jedoch „noch nicht absehbar“, sagte Markus Gisdol am Donnerstag. Eine Unsicherheit, die die Geißböcke hart trifft, umfasst sie damit doch beide Mittelstürmer und damit das Duo, von dem sich die FC-Führung für die kommende Saison eigentlich 20 Tore und mehr erhofft. Solange Modeste nicht ansatzweise fit ist, käme ein Cordoba-Verkauf ohne schlagkräftigen Ersatz daher einem Totalschaden gleich.

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