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„Dann muss ich wohl nochmal eine Regelschulung machen“


Schwach begonnen, stark zurückgekommen und am Ende steht der 1. FC Köln trotzdem mit leeren Händen da. Entsprechend niedergeschlagen äußern sich die FC-Spieler nach der Partie gegen die TSG Hoffenheim. Ein Streitpunkt bleibt der Elfmeter kurz vor der Pause. 

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich 

Dominick Drexler: „Es ist bitter, wenn man in der 92. Minute so ein Gegentor bekommt. Wir müssen in der Analyse schauen, wer da seinen Mann verloren hat. Da müssen wir am Ende einfach aggressiver sein. Im Endeffekt müssen wir das konsequenter verteidigen. Vielleicht hat uns ein letzter Prozentpunkt Frische im Kopf gefehlt, so fängt man sich so ein dummes Tor noch am Ende. Meiner Meinung nach, ist das kein Elfmeter vor der Pause. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht und hatten das Momentum auf unserer Seite. Am Ende hätten wir auch noch ein Tor machen können. Ich blicke nicht genau durch, welche Grenzwerte es bei Corona gibt. Als Spieler ist es sehr schwer, das zu akzeptieren, dass keine Zuschauer ins Stadion dürfen. Das Stadion ist so groß und die Fans können das Spiel mit großem Abstand zueinander verfolgen.“

Rafael Czichos: „Das dritte Tor bekommen wir zu einfach. Da sind wir viel zu inkonsequent. Am Ende sind wir im eigenen Strafraum in Unterzahl. Das ist selten dämlich. Wir bringen uns damit um den Erfolg, den wir in der zweiten Hälft erarbeitet haben. Das ist sehr schade. Wenn er den Elfmeter zunächst nicht pfeift, dann muss der Schiedsrichter ihn auch nach dem Studium der Bilder nicht geben. Angeblich hat der Schiedsrichter auch noch nachgeguckt, ob ich Rot bekomme. Im Endeffekt kriege ich noch nicht mal Gelb. Die Regel ist so, dass der Video-Assistent nur dann eingreifen darf, wenn die Entscheidung auf dem Platz klar falsch ist. Wenn der Schiedsrichter mir dann sagt, dass es in der Szene eine klare Fehlentscheidung war, muss ich wohl noch mal eine Regelschulung machen.“

Sebastian Andersson: „Im ersten Spiel können immer komische Dinger passieren. Dafür sind wir in der zweiten Hälfte stark zurückgekommen und haben viele Torchancen kreiert. Ich bin eigentlich sehr glücklich über die zweite Hälfte. Das Remis hätten wir gerne mitgenommen. Es ist immer schön zu treffen, aber wir hätten lieber den einen Punkt mitgenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Ich blicke optimistisch in die Saison.“

Markus Gisdol: „Glückwunsch an Hoffenheim und Sebastian zum Sieg. Es fällt mir schwer, das heute in der Form zu akzeptieren. Wir hatten tolle Anteile an dem Spiel. In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv und hatten zu wenig Druck im Spielaufbau. Das hat Hoffenheim gut ausgenutzt. Im zweiten Durchgang war es dann das Gegenteil, wir hatten guten Ballbesitz. Im Laufe des Spiels hatte ich teilweise das Gefühl, dass wir das Spiel komplett drehen können, weil ich finde, dass wir körperlich überlegen waren. Nach dem Ausgleich waren wir zu passiv. Wir hätten einfach ganz normal weiter spielen können. Schade, ich glaube es wäre ein hochverdientes Unentschieden gewesen. Aber wir werden auf diese Leistung aufbauen.“

Sebastian Hoeneß: „Wir haben heute ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften gesehen. Wir sind sehr gut reingekommen und haben den Gegner früh unter Druck gesetzt. Was die Großchancen angeht, war unsere Führung in der Halbzeit in Ordnung. Dann hat sich das Blatt gewendet. Köln ist mit sehr viel Wucht aus der Pause gekommen. Davon haben wir uns beeindrucken lassen. Das späte 2:2 war für uns bitter, aber die Art und Weise, wie die Mannschaft zurückgekommen ist, war sensationell. Das war ein Sieg der Moral.“

 

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