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Die fehlenden Vier! Der FC schießt ohne Offensive sechs Tore


Der 1. FC Köln gewinnt mit 6:0 (3:0) gegen die VSG Altglienicke. Die Geißböcke spielen praktisch ohne nominelle Angreifer, schießen gegen den Viertligisten am Ende aber doch sechs Tore. Horst Heldt erklärte das Spiel letztlich für weitgehend erkenntnisfrei, was nicht bedeutete, dass der FC nicht genau das erreichte, was er wollte: in die zweite Runde einzuziehen.

Geschichte des Spiels: Der 1. FC Köln spielte in der vergangenen Rückrunde in der Offensive mit Jhon Cordoba, Mark Uth, Ismail Jakobs und Florian Kainz. Am Samstag gegen Altglienicke fehlten alle vier. Der FC hat personell abgerüstet, aber noch nicht aufgerüstet. Das ist die Geschichte des Spiels, verbunden mit der Vermutung, dass der FC nicht mehr lange so dünn besetzt bleiben wird wie am Samstag. Zum Glück für die Geißböcke reichte es trotzdem.

Das Ergebnis: Von den sechs Toren erzielte der FC drei nach ruhenden Bällen (ein Elfmeter und zwei Eckbälle). Glänzen konnten die Geißböcke nicht. Das war aber auch nicht ihre Aufgabe. Weiterkommen, mehr zählte nicht. Insofern: Ziel erreicht!

Szene des Spiels: Klar, eigentlich der Elfmeter. Doch das 4:0 blieb am meisten in Erinnerung. Erst vergab Jan Thielmann, dann wurde Jannes Horns Schuss von der Linie gekratzt, ehe Elvis Rexhbecaj den Ball aus zwölf Metern humorlos in die Maschen drosch. Der zweifache Torschütze hatte genug gesehen und jagte die Kugel vor der leeren Südkurve ins Tor. Rexhbecaj zeigte sich gegen die Berliner überrascht konsequent vor des Gegners Tor. Eine Qualität, die er sich gerne für die neue Bundesliga-Saison bewahren darf. Schließlich ist er aktuell der gesetzte Mann auf der Zehn und damit auch für Torgefahr verantwortlich.

Zitat des Spiels: „Guck dir die Aktion im Fernsehen mal an!“ Wem Jonas Hector diese Worte zurief, wurde nicht ganz klar. Er blickte dabei in Richtung Fans der VSG hoch auf den Oberrang der Westtribüne. In jedem Fall hatten die 300 anwesenden Zuschauer keinen Effekt darauf, dass man nicht mehr verstand, was unten auf dem Rasen gerufen wurde. Hectors Beschwerde galt dem Foul an Benno Schmitz, mit offener Sohle auf den Knöchel. Hector forderte Rot für den Gegenspieler, sah dafür selbst aber Gelb.

Einwechslung des Spiels: Marco Höger als Rechtsverteidiger, der neben Doppel-Torschütze Rexhbecaj zum besten Spieler avancierte. Verrückte Welt! Doch Höger gehörte an diesem Tag genau dorthin, nach rechts hinten auf eine Position, die er seit Schalker Zeiten nicht mehr gespielt hatte und für die er, bei allem Respekt, eigentlich inzwischen viel zu langsam ist. Doch Höger zeigte am Samstag jene Qualitäten, die ihn noch immer auszeichnen: Spielverständnis, Ballbehandlung, Übersicht. So strukturierte er das Kölner Spiel und war eine treibende Kraft des ungefährdeten Sieges.

Erkenntnis des Spiels: Horst Heldt meinte hinterher, es gehe in einer ersten Pokalrunde nicht darum, „Erkenntnisse für die Bundesliga zu gewinnen“, sondern darum, weiterzukommen. „Klar können wir einige Dinge noch besser machen, aber das Wichtigste war, hier souverän aufzutreten.“ Das tat der FC, insofern hielt sich der weitere Erkenntnisgewinn des Spiels in Grenzen. Doch die zweite Runde ist ja schon was. Das Finale ist nur noch vier Siege entfernt.

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