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Meré für Bornauw: Belgier noch nicht wieder in Form?


Erstmals seit seinem Wechsel zum 1. FC Köln saß Sebastiaan Bornauw aus Leistungsgründen auf der Ersatzbank. Der Belgier scheint nach seiner starken Debüt-Saison in der Bundesliga noch nicht wieder bei hundert Prozent angekommen zu sein. Gleichzeitig bestätigte Jorge Meré seine ordentliche Vorbereitung. 

Köln – Neben Jhon Cordoba war die Personalie Sebastiaan Bornauw am Samstag wohl die überraschendste in der Startformation des 1. FC Köln. Doch während Cordobas Platz auf der Bank in seinem wohl bevorstehenden Vereinswechsel begründet lag, zog Markus Gisdol Jorge Meré dem Belgier aus Leistungsgründen vor. Dabei gilt Bornauw als einer der Säulen innerhalb der Mannschaft und in der Innenverteidigung eigentlich als gesetzt. „Seb ist noch nicht bei 100 Prozent“, erklärte Gisdol seine überraschende Entscheidung nach dem Spiel gegen die VSG Altglienicke und lobte gleichzeitig den Auftritt von Meré: „Andererseits hat Jorge speziell gegen tiefere Gegner tolle Qualitäten, die er heute auch gezeigt hat. Er hat es sehr konsequent gespielt.“

Meré bestätigt aufsteigende Form

Dabei gehörte Meré nach einer enttäuschenden letzten Saison zunächst erneut zu den Wechselkandidaten beim FC. Markus Gisdol setzte vielmehr auf robuste Innenverteidiger wie Rafael Czichos oder Toni Leistner, weshalb Meré unter dem 51-jährigen nur sechs Mal zum Einsatz kam. Doch nachdem entsprechende Angebote für einen Wechsel ausgeblieben waren, schien der Spanier bei den Geißböcken noch einmal neu angreifen zu wollen. Der 23-jährige kam deutlich fitter aus der Sommerpause und machte auch in den Testspielen einen soliden Eindruck. Auch eine kurze Verletzungspause während des Trainingslagers in Donaueschingen warf Meré nicht zurück. Vielmehr scheint der Spieler den Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung voll angenommen zu haben und inzwischen für Gisdol zu einer echten Alternative geworden zu sein.

Kein Spieler ist unantastbar

Gegen die VSG setzte der Trainer bereits auf den im Spielaufbau stärkeren Spanier. Dass Meré in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen Altglienicke direkt den Vorzug erhielt, dürfte zudem aber auch durch die aktuelle Form von Sebastiaan Bornauw zu begründen sein. Als neues Mitglied im Mannschaftsrat soll der Belgier in der kommenden Bundesliga-Saison noch mehr Verantwortung übernehmen. Aktuell kann der 21-jährige aber noch nicht an seine Leistungen aus der vergangenen Spielzeit anknüpfen. „Seb hat in der Vorbereitung einige Zeit gebraucht, um in Form zu kommen“, bestätigte Gisdol. Tatsächlich zeigte sich der U21-Kapitän der belgischen Nationalmannschaft in den Testspielen nicht fehlerfrei. Zwar fiel Bornauw als lautstarker Dirigent seiner Mitspieler auf, leistete sich aber auch den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler sowohl im Defensivverhalten als auch im Spielaufbau. Nach der intensiven Vorbereitung und der zusätzlichen Belastung des EM-Qualifikationsspiels gegen Deutschland bekam Bornauw vor dem Ligastart noch einmal eine Pause. Auch während seine Teamkollegen am Ende des Spielerersatztrainings am Sonntag noch Sprints absolvierten, wurde Bornauw geschont und verschwand bereits frühzeitig wieder in der Kabine. Bis zum Bundesliga-Start am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim soll der Innenverteidiger im besten Fall wieder bei 100 Prozent sein. Zwar sagt Gisdol: „Kein Spieler ist unantastbar“ und dementiert damit eine Einsatzgarantie, doch an einem fitten Bornauw dürfte der Trainer wohl kaum vorbeikommen.

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