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Limnios‘ Ex-Trainer Skibbe: „Gradlinig und unberechenbar“


Michael Skibbe war es, der Dimitris Limnios im Jahr 2018 zum griechischen Nationalspieler machte. Unter dem deutschen Trainer debütierte der künftige Flügelspieler des 1. FC Köln als 19-jähriger im Nationaldress. Nun beschrieb Skibbe, worauf sich die FC-Fans freuen können, betonte aber auch, dass Limnios eine große Schwäche habe, die so manchen Anhänger die Haare zu Berge stehen lassen könnte.

Köln – Gut möglich, dass der 1. FC Köln das Rennen um Ajdin Hrustic verliert. Der Offensivspieler des FC Groningen soll sich für Eintracht Frankfurt und gegen die Geißböcke entschieden haben. Bestätigt ist dies noch nicht, doch bei den Geißböcken bereitet man sich, wie zu hören ist, auf eine Absage aus den Niederlanden vor. Im Gegensatz dazu wurden bekanntlich die Bestrebungen Robin Hack vom 1. FC Nürnberg loszueisen noch einmal verstärkt. Doch es ist weiterhin Geduld gefragt.

Dies betrifft auch Dimitris Limnios aufgrund dessen Coronavirus-Infektion. Wann der Grieche nach Köln reisen kann, war am Donnerstagmorgen weiterhin unklar. Klar scheint hingegen, worauf sich die Kölner Fans freuen können. Denn einer, der es wissen muss, erklärte die Stärken des 22-jährigen im kicker. Michael Skibbe fungierte von 2015 bis 2018 als Nationaltrainer Griechenlands und verhalf Limnios damals nach längerem Beobachten zum Debüt in der Nationalelf. „Er ist ein ganz gradliniger, schneller Flügelstürmer. Wenn er einen guten Tag hat, dann kann er richtig Alarm machen“, sagte Skibbe nun. „Er ist unberechenbar, dribbelstark, ständig auf dem Weg nach vorne.“

…dann schießt er aber eineinhalb Meter daneben

Auch Horst Heldt hatte Limnios bereits als variablen, schnellen und dribbelstarken Außenbahnspieler beschrieben, der als Rechtsfuß eher auf der rechten Seite zuhause ist, aber auch links spielen kann. Skibbe vertiefte dies. „Er hat viel Potential im Eins-gegen-eins, Wendigkeit, Leichtfüßigkeit, Schnelligkeit – mehr in den kleinen Bewegungen, nicht so sehr auf längere Strecke – und so die Möglichkeit, in der Offensive Situationen zu verändern.“ Doch Skibbe betonte auch, dass Limnios eine klare Schwäche habe: den Torabschluss. „Er ist ein guter Vorbereiter. Was ihm fehlt, ist der Abschluss. Er hat Situationen, da hat er ein Eins-gegen-eins an der Mittellinie, spielt seinen Gegenspieler aus, dringt in den Sechzehner ein, schießt aber dann eineinhalb Meter daneben.“

Vier Tore standen in der vergangenen Saison nach 35 Ligaspielen zu Buche, darüber hinaus sieben Vorlagen. Die Vorlagen sind es auch, auf die der FC vor allem setzt. Futter für Jhon Cordoba und Anthony Modeste im Sturmzentrum. Darüber hinaus will man bei den Geißböcken neben den beiden Zentrumstürmern die Torlast für die kommende Saison auf mehrere Schultern verteilen. Die Rechnung ist einfach: Für den Klassenerhalt braucht es in der Regel über 40 erzielte Treffer. Limnios soll zumindest mit drei Toren und mehr dazu beitragen, genauso wie die anderen Offensivspieler auf den drei Positionen hinter dem jeweiligen Mittelstürmer des FC. Doch offensichtlich müssen sich die FC-Fans darauf vorbereiten, dass Limnios für seine Treffer deutlich mehr Chancen benötigt als andere.

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