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Lob für Neuzugänge: „Das war schon erstaunlich“


Sebastian Andersson und Ondrej Duda standen zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim direkt in der Startelf des 1. FC Köln. Obwohl nur die beiden Neuzugänge nur wenige Trainingseinheiten mit ihrer neuen Mannschaft absolvieren konnten, erwies sich das Duo bereits als echte Bereicherung für die Geißböcke. Vor allem Andersson konnte seine Stärken direkt unter Beweis stellen. 

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich 

Gerade einmal zwei Trainingseinheiten hatte Ondrej Duda mit seinen neuen Mannschaftskollegen, ehe der offensive Mittelfeldspieler am Samstag für den 1. FC Köln in seinem ersten Pflichtspiel auf dem Platz stand. Zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim schenkte Markus Gisdol dem Slowaken das Vertrauen auf der Zehn. Nach seiner schwierigen letzten Saison bei Hertha BSC und Norwich City musste man dabei nicht unbedingt davon ausgehen, dass der Neuzugang auf anhieb eine erheblich Verstärkung für die Geißböcke sein würde. Doch der 25-jährige zeigte schnell, warum der FC einen ordentlichen Anteil der Cordoba-Summe für Duda auf den Tisch legte.

Beide hatten ein wirklich gutes Debüt

Zwar war der feine Techniker nicht immer optimal in das Spiel der Gisdol-Elf eingebunden. Nach nur zwei Einheiten war es aber erwartbar, dass noch nicht alle Laufwege abgestimmt sein können. Trotzdem überzeugte Duda schon jetzt mit seiner Ballführung auf engem Raum, seiner Übersicht und der Fähigkeit, öffnende Pässe zu spielen. Getoppt wurde das Debüt des Ex-Herthaners lediglich durch den Auftritt von Sebastian Andersson. Der andere ehemalige Berliner, der jetzt im Trikot der Geißböcke unterwegs ist, legte für seinen neuen Verein einen Traumstart hin. Nach 22 Minuten stellte der Angreifer erstmals seine Kopfballstärke unter Beweis und versenkte eine schöne Thielmann-Flanke zum zwischenzeitlichen 1:1. Auch den zweiten Treffer durch Drexler leitete Andersson maßgeblich ein, indem er einen Freistoß von Özcan an den Pfosten setzte. Überhaupt zeigte sich Andersson als der Wandspieler, den sich Gisdol und Horst Heldt wohl versprochen hatten. Der Schwede machte zahlreiche Bälle vorne fest, zeigte sich in den Zweikämpfen präsent und bestätigte vor allem in der Luft seine Stärke. Einzig der späte Gegentreffer zur 2:3-Niederlage verhinderte das perfekte Debüt für den 29-jährigen.

Sörensen als Notlösung

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch der Trainer nach der Partie mit seinen beiden Neuzugängen. „Wir haben gesehen, dass die Spieler uns helfen können und auch werden. Beide hatten ein wirklich gutes Debüt“, lobte Gisdol das Duo, wollte jedoch keinen von beiden herausstellen. „Es war aber schon erstaunlich, wie sie nach den wenigen Trainingseinheiten im Spiel drin waren“, erklärte der 51-jährige. Ohne Andersson wäre es am Samstag personell für den Trainer wohl äußerst schwierig geworden, einen durchschlagskräftigen Angriff aufs Feld zu schicken. Als Gisdol den Offensivdruck in der Schlussphase noch einmal erhöhen wollte, musste der Trainer den ebenfalls kopfballstarken Frederik Sörensen einwechseln, weil kein weiterer Stürmer im Kader gestanden hatte. „Das zeigt, dass wir personell nicht so gut aufgestellt sind“, sagte Gisdol, verwies aber schon auf Neuzugang Toluwalase Arokodare: „Das wird sich in den kommenden Tagen ja ändern.“

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