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Mit Fans gegen Gladbach? FC-Konzepte „als tragfähig eingestuft“


Nachdem RB Leipzig vom örtlichen Gesundheitsamt in Sachsen die Freigabe erhalten hat, bereits zum Saisonstart vor rund 8.500 Zuschauern in die Bundesliga starten zu dürfen, stellen sich auch bei allen anderen Klubs die Verantwortlichen und Fans gleichermaßen die Frage: Können auch in die anderen Stadien bald wieder Zuschauer eingelassen werden? Alexander Wehrle sieht den 1. FC Köln auf einem guten Weg. 

Köln – Die Gespräche laufen seit Wochen, die Entscheidungswege sind lang, das Thema ist heikel: Der 1. FC Köln hat den Kölner Gesundheitsbehörden ein umfassendes Hygiene-Konzept mit mehreren Alternativen vorgelegt. Grundsätzlich ist man sich einig, dass Zuschauer im RheinEnergieStadion wieder zugelassen werden können. Doch der Teufel steckt im Detail. Es geht um die genaue Anzahl der Fans, vorgeschlagen hat der FC mehrere Optionen zwischen 5.000 und 15.000 Zuschauern. Geregelt sein müssen An- und Abfahrt, Ein- und Auslass, Blockbesetzung, Hygiene- und Abstandsregelungen inklusive Maskenpflicht sowie personalisierte Tickets (möglichst digital) mit Kontaktverfolgung.

Doch neben den Kölner Behörden entscheidet inzwischen auch das Land Nordrhein-Westfalen mit. Entsprechend viel Geduld muss der FC an den Tag legen. „Wir haben mehrere Konzepte vorgestellt. Alle Vorschläge wurden als tragfähig eingestuft“, bestätigte Alexander Wehrle am Mittwoch und zeigte sich zurückhaltend optimistisch. „Ich bin zuversichtlich – natürlich immer unter Berücksichtigung der pandemischen Entwicklung und des Pandemie-Levels –, dass die ein oder andere lokale Behörde die Lage aufgrund des Sachverhalts in Leipzig neu bewerten wird.“ Ob dies auch für Köln gelten wird, dürfte auch vom Verlauf der Corona-Fallzahlen in der Stadt abhängen.

Kölner Heim-Zuschauer im Derby gegen Gladbach?

Die Rahmenbedingungen sind bekanntlich jetzt schon klar: kein Alkoholausschank, keine Gästefans und keine Stehplätze bis zum 31. Oktober. Das RheinEnergieStadion würde also komplett bestuhlt werden, um womöglich schon gegen die TSG Hoffenheim am ersten Spieltag oder zum Derby gegen Borussia Mönchengladbach zwei Wochen später wieder Zuschauer einlassen zu können. Wehrle bekräftigte, dass alle Klubs in der Lage seien, „innerhalb eines Zeitfensters von drei bis vier Stunden mehrere Tausend Fans mit digitalen Registrierungs-Maßnahmen und unter Einhaltung von Hygieneregeln ins Stadion zu bekommen“. Man habe durch den erfolgreichen Re-Start im Mai bewiesen, tragfähige Konzepte aufstellen und durchsetzen zu können. „Keiner fordert, dass wir wieder mit vollem Haus starten wollen, aber kleine Schritte sind notwendig.“

Beim 1. FC Köln würde im Falle von rund 10.000 Zuschauern der Verlust pro Heimspiel von 1,8 Millionen Euro auf rund 1,1 Millionen Euro sinken – zwar noch immer schmerzlich, jedoch eine leichte Entspannung der wirtschaftlichen Schieflage. „Was in Leipzig in Absprache mit den lokalen Behörden funktioniert, sollte Vorbild für alle anderen Bundesligisten sein“, sagte Wehrle. „Ich bin mir sicher, dass unter Berücksichtigung aller Regeln und Maßnahmen auch wieder Fans im Stadion möglich sind.“

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