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Weiter Rätselraten um Modeste: Woran leidet der Franzose?


Es ist das große Rätsel beim 1. FC Köln: Was fehlt Anthony Modeste? Der Angreifer der Geißböcke ist offenbar meilenweit vom Mannschaftstraining beim FC entfernt. Ob die Verantwortlichen inzwischen wissen, worauf die Knieprobleme des Franzosen wirklich zurückzuführen sind, ist unklar. Auf Nachfragen reagierten die Verantwortlichen am Donnerstag ungewöhnlich wortkarg. Auch der Spieler scheint ratlos.

Köln – Noch immer hat Anthony Modeste kein einziges Mannschaftstraining auf dem Platz absolviert. Seit rund zwei Monaten plagen den Angreifer nun schon mysteriöse Kniebeschwerden, die ihn nach wie vor zum individuellen Training zwingen. Zwar konnte sich der Franzose zwischenzeitlich beim Aufwärmen im Kreise der Mannschaft aufhalten, danach ging es für den 32-jährigen aber stets auf den Nebenplatz, um mit Reha-Trainer Leif Frach zu arbeiten.

Es ist ganz komisch

Modeste selbst scheint inzwischen verzweifelt ob seiner ungewissen körperlichen Situation. In der ersten Folge der zweiten Staffel der vereinseigenen Dokumentation 24/7 Effzeh ist der Franzose mit dem verletzten Florian Kainz zu sehen. „Manchmal habe ich Schmerzen, manchmal nicht. Es ist ganz komisch“, berichtet Modeste seinem ebenfalls verletzten Teamkollegen und macht dann seine eigene Ratlosigkeit deutlich: „Ich habe keine Ahnung, ich weiß es nicht.“

Die gleichen Worte wählte Markus Gisdol am Donnerstag, als er im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim auf Modeste angesprochen wurde. „Ich weiß es nicht“, lautete die knappe Antwort des Kölner Cheftrainers. Auf Nachfrage blieb er bei diesen Worten. Weitere Fragen waren anschließend sogar deshalb nicht mehr möglich, weil Pressesprecherin Lil Zercher die Pressekonferenz kurzerhand vorzeitig beendete.

Mit Modeste ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen

Im Trainingslager in Donaueschingen hatte es zu Modestes Knieproblemen noch geheißen, diese seien auf einen Beckenschiefstand zurückzuführen. „Es wurden ein paar Fehlerketten in seinem Körper festgestellt“, erklärte Geschäftsführer Horst Heldt damals, nachdem Modeste zu genauen Untersuchungen nach München gereist war. Fortschritte sind seitdem aber kaum zu sehen. Wann der Angreifer wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann, steht in den Sternen. Immer klarer wird dagegen, warum die Geißböcke auf dem Transfermarkt noch nach einem weiteren Stürmer Ausschau halten. Denn mit Modeste ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.

Ob die Verantwortlichen wirklich nicht wissen, woran Modeste leidet, oder ob man eine möglicherweise schlimmere Verletzung auch zum Schutze des Spielers geheim halten möchte, bleibt aktuell nur Spekulation. Doch zumindest am Donnerstag taten Gisdol und Heldt nichts dafür, diesen Spekulationen entgegen zu treten. Am Unbefriedigendsten dürfte die Situation freilich für den Spieler selbst sein. Nach seiner schwierigen letzten Saison hatte er mit drei Toren im Endspurt auf sich aufmerksam gemacht und gezeigt, dass er im fitten Zustand noch immer eine Verstärkung für die Gisdol-Elf sein kann. Doch nun muss der Franzose überhaupt erst einmal wieder gesund werden.

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