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„Warnzeichen genug“: 1:6 spielt bei Rückkehr nach Bremen keine Rolle


Der 1. FC Köln muss am Freitagabend bei Werder Bremen antreten. Etwas mehr als vier Monate nach dem desolaten 1:6 an der Weser hoffen die Geißböcke nicht nur auf Wiedergutmachung, sondern auch auf den ersten Sieg der neuen Saison. Eine Rolle spielt das letzte Ergebnis in der Vorbereitung aber bei beiden Mannschaften nicht. 

Köln – Mit einem Sieg oder einem Unentschieden hätte der 1. FC Köln den SV Werder Bremen am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison in die Zweite Liga verabschieden können. Mit zwei Punkten Rückstand auf Fortuna Düsseldorf lagen die Bremer auf dem 17. Tabellenplatz. Der FC hatte sich mit einem 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt bereits einen Spieltag zuvor retten können. Trotzdem betonte man am Geißbockheim vor der Partie am 27. Juni, sich mit einem Erfolgserlebnis aus der Saison verabschieden und im Sinne des Wettbewerbs alles geben zu wollen.

Bittencourt nimmt FC in Schutz

Der Ausgang der Geschichte dürfte bekannt sein. Nach einer halben Stunde lag der FC bereits aussichtslos mit 0:3 im Hintertreffen. Am Ende gingen die Kölner mit einem blamablen 1:6 an der Weser unter, welches nicht nur in Düsseldorf für Kopfschütteln sorgte. Werder Bremen konnte derweil über die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim den Bundesliga-Verbleib sichern. Mit Yuya Osako, Claudio Pizarro und Leonardo Bittencourt waren damals auch drei ehemalige FC-Profis dabei. Letzterer relativierte das Ergebnis aber vor dem erneuten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein: „Das kann man nicht miteinander vergleichen, weil es für beide Mannschaften eine komplett andere Situation ist“, erklärte Bittencourt in der Kölnischen Rundschau. Der 26-jährige erwartet derweil eine spannende Partie mit knapperem Ausgang als im Juni: „Es ist die letzte Partie vor der Länderspiel-Unterbrechung, beide Teams werden sich mit einem guten Gefühl in die Pause verabschieden wollen.“ Auch Clemens Fritz, Bremens Leiter Profifußball, wollte das 6:1 aus Werder Sicht nicht zu hoch hängen: „Das spielt absolut keine Rolle. Die Kölner waren zu der Zeit durch. Sie hatten auch keine einfache Saison. Es war vielleicht unser Glück, dass wir in diesem Moment auf sie getroffen sind.“ Gleichzeitig fand der ehemalige Profi lobende Worte für die Gisdol-Truppe: „Sie haben eine gute Mannschaft, mit ein bisschen Pech in den letzten Wochen. Aber sie haben es gegen Bayern sehr gut gemacht. Das ist für uns Warnzeichen genug.“

Halbserie ohne Sieg droht

Auch beim FC spielt das Ergebnis in der Vorbereitung auf den siebten Spieltag der neuen Saison keine Rolle. „Das ist kein Thema mehr“, sagte Salih Özcan am Dienstag. Obwohl der Mittelfeldspieler die damalige Partie nur aus der Ferne beobachten konnte, glaubt der 22-jährige nicht, dass die Spieler, die beim 1:6 auf dem Platz standen, noch darüber nachdenken. „Was letztes Jahr war, ist in meiner Wahrnehmung nicht mehr in den Köpfen.“ Vielmehr wolle die Mannschaft kurz vor der Länderspielpause endlich den ersten Saisonsieg einfahren. „Wir versuchen von Spiel zu Spiel zu schauen und unser Saisonziel zu erreichen, egal, ob es gegen Bremen oder Bayern geht.“ Während die Kölner also noch immer auf den ersten Bundesliga-Sieg seit nunmehr 16 Spielen warten, konnte das Team von Trainer Florian Kohfeldt in der neuen Saison bereits neun Punkte einfahren. Nach einer Niederlage zum Auftakt gegen die Hertha folgten zwei Siege gegen Schalke und Bielefeld. Zuletzt trennte sich Werder dreimal in Folge mit einem 1:1-Unentschieden und ist damit seit fünf Spielen ohne Niederlage. Sollte es derweil für den FC am Freitagabend auch keine drei Punkte zu holen geben, wären die Geißböcke saisonübergreifend eine komplette Halbserie ohne Sieg.

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