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Youngster nach Vorlage gegen Bayern: „Bin noch nicht ganz angekommen“


Jan Thielmann spielt beim 1. FC Köln gerade seine erste volle Saison als Profi. Am 15. Spieltag der vergangenen Saison debütierte der damals gerade erst 17-jährige gegen Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga. Nun hat der Mittelfeldspieler neue Konkurrenz auf seiner Position bekommen und wird sich zunächst wohl erst einmal wieder hinten anstellen müssen. 

Köln – Im DFB-Pokal hatte Jan Thielmann gegen die VSG Altglienicke in der Startformation gestanden. Aus Mangel an Alternative musste der Youngster gegen den Regionalligisten in der Sturmspitze aushelfen. Eine Woche später zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim durfte Thielmann dann über seine gewohnte rechte Seite kommen. Bei der 2:3-Niederlage machte der inzwischen 18-jährige sein bislang wohl auffälligstes Spiel im Dress der Profis und steuerte mit seiner starken Hereingabe auf Sebastian Andersson die Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich bei.

Gegen Bielefeld war ich nicht zufrieden

Im darauffolgenden Spiel beim Aufsteiger Arminia Bielefeld bliebt der Deutsche U17-Meister von 2019 dann allerdings äußerst blass und wurde nach einer Stunde für Neuzugang Dimitris Limnios ausgewechselt. In der Folge kam Thielmann nur noch zu Joker-Einsätzen, gegen den VfB Stuttgart blieb der Youngster sogar 90 Minuten auf der Bank und spielte einen Tag später für die U21 in der Regionalliga. „Gegen Bielefeld war ich nicht zufrieden mit mir selbst und mit meiner Leistung. Nach einem schlechten Spiel ist es wichtig, diese negative Energie dann ins Training zu stecken. Jetzt blicke ich positiv auf die nächsten Spiele und hoffe auf weitere Einsatzzeiten“, sagte Thielmann nun selbst zu seinen Leistungen auf der Homepage des Vereins. Nach einer ordentlichen halben Stunde gegen den FC Bayern München, bei der Thielmann mit seinem beherzten Abschluss sogar den Anschlusstreffer einleitete, hat sich Thielmann nun selbst aus seinem kleineren Leistungstief befreien können. Dabei will sich der Youngster vor allem im Spiel unter Druck noch verbessern. „Das ist wichtig und bei mir noch ein großes Thema. Aber auch an ein paar technischen Dingen muss ich noch feilen“, gibt er zu. „Das alles kann durch die die Erfahrung kommen, die ich in den Spielen sammle.“

Trotz inzwischen 16 Bundesligaspielen fühlt sich der 18-jährige noch nicht völlig angekommen in der Beletage des deutschen Fußballs. Zwar sei der schnelle und körperlich starke Rechtsfuß schon weiter als in der letzten Saison, aber „ganz angekommen bin ich im Profi-Bereich auch noch nicht“, sagt er. „Da bin ich noch ein paar Profi-Spiele von entfernt.“ Dass sich Thielmann auf der rechten Außenbahn oder im Zentrum auf der Zehn am wohlsten fühlt, bestätigte er schon im Trainingslager in Donaueschingen im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. Damals sagte Thielmann: „Beide Positionen traue ich mir zu und kann sie gut ausfüllen, wenn ich viel laufe und konzentriert arbeite. In der Mitte habe ich mehr Freiheiten, kann nach links oder rechts passen, in die Tiefe stoßen oder mich fallen lassen. Das liegt mir.“ Ausgerechnet auf diesen beiden Positionen hat Thielmann zur neuen Saison mit Dimitris Limnios, Marius Wolf und Ondrej Duda jedoch ordentlich an Konkurrenz hinzugewonnen. Bisher durfte sich jeder davon auch einmal in der Startelf von Markus Gisdol zeigen. „Die Startformation hat sich in den letzten vier Spielen oft geändert. Das ist manchmal auch gut“, erklärt Thielmann. Verbissen gehe man innerhalb der Mannschaft mit der Situation aber nicht im um – im Gegenteil: „Die Konkurrenz ist eine sehr gesunde in der Mannschaft. Wir verstehen uns alle gut und keiner hat ein Problem mit dem anderen. Auf dem Platz kann es im Training trotzdem mal heiß hergehen. So muss es aber auch sein. Ich fühle mich wohl in der Truppe – und auch mit meinen Konkurrenten.“

Das steht über allem

Aktuell dürfte es vor dem Spiel gegen Werder Bremen auf einen Zweikampf zwischen Dimitris Limnios und Jan Thielmann auf der rechten Außenbahn hinauslaufen. Marius Wolf dürfte zunächst auf der Rechtsverteidigerposition gesetzt sein. Sowohl Limnios als auch Thielmann machten ihre Sache zuletzt gut. Möglich, dass sich wie gegen die Bayern zunächst Dimitris Limnios auspowern soll, ehe Thielmann in der Schlussphase noch einmal für neuen Schwung sorgen soll. Egal wer gegen Werder am Ende zum Einsatz kommt, am Ende zählen für die Geißböcke ohnehin nur die ersten drei Punkte der Saison. „Das steht über allem“, sagt Thielmann. „Das ist auch wichtig für das Selbstvertrauen. Danach steht die Länderspielpause an und es warten mit Union und Dortmund schon die nächsten wichtigen Aufgaben.“

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