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„Es wurde Zeit!“ Erleichterung pur nach Sensations-Sieg


Ausgerechnet gegen Borussia Dortmund hat der 1. FC Köln am Samstagnachmittag seine Negativ-Serie von 18 sieglosen Spielen in Folge beendet. Der 2:1-Sieg war hart erarbeitet, umso größer war hinterher die Erleichterung bei den Spielern, die zugegebenermaßen auch mit einem Punkt hätten leben können. Markus Gisdol freute sich derweil über den beendeten Corona-Fluch. Die Stimmen zum Spiel. 

Timo Horn: „Es wurde Zeit. Dass es heute passiert, hätten wohl die wenigsten gedacht. Wir sind dezimiert angereist, haben im Abschlusstraininung noch zwei Jungs verloren. Das war alles andere als optimal. Wie sich die Jungs heute gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner reingehauen haben war sensationell. Ich bin richtig stolz. Der Trainer hat eine sehr gute Ansprache gehalten, hat uns zusammengeholt und gesagt, dass wir jetzt einen Schlussstrich unter die Zeit ziehen und nochmal neu starten. Es wurde viel diskutiert und viel geschrieben. Je länger du nicht gewinnst, desto schwieriger wird es natürlich. Im Vorfeld hätten wir auch einen Punkt unterschrieben. Dass es drei werden, war so nicht zu erwarten. Das muss jetzt die Richtung für die nächsten Wochen sein. Wir haben keine Zeit, unsere Situation ist immer noch mehr als brenzlig. Dass wir uns zeitnah steigern müssen, um in der Liga zu blieben, hat der Trainer gefordert. Das haben wir heute super umgesetzt. Wir wissen das richtig einzuschätzen, aber es wird jetzt nicht leichter.“

Marius Wolf: „Jeder Fußballer geht in ein Spiel, um es zu gewinnen. Aber im Vorfeld wären wir auch mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wir haben es geschafft, heute ein anderes Gesicht auf dem Feld zu zeigen. Wir halten immer an unserem Plan fest und arbeiten hart. Der Druck wurde natürlich immer größer, aber wir hatten heute auch nichts zu verlieren. Ich gehe mit meiner Größe bei der Ecke gerne auf den ersten Pfosten. Es freut mich natürlich, dass das heute so gut geklappt hat. Ich habe gehofft, dass einer von mir reinfällt, aber ich freue mich für Ellyes Skhiri. Er ist ein unheimlicher Arbeiter. Für mich persönlich freut es mich, gegen die alten Kollegen zu spielen. Ein Sieg fühlt sich immer gut an.“

Wir sind nicht verflucht

Ellyes Skhiri: „Es war ein sehr schwieriges Spiel gegen eine gute Mannschaft. Wir sind heute sehr glücklich, wir haben die beste Reaktion für die Fans und den Klub gezeigt. Jetzt können wir als Mannschaft durchatmen. Wir leben noch!“

Markus Gisdol: „Wir haben immer den Zusprang von unseren Fans gespürt. Es ist auch ein Dankeschön an sie. Wir sind natürlich glücklich, dass wir es geschafft haben. Das Adrenalinlevel ist noch relativ hoch, die Freude in der Kabine ist riesig. Aber wir müssen ja nicht alles nach außen tragen. Es ist ein Anfang gemacht und diese schier unendliche Serie ist jetzt vorbei. Trotz dieses Drecksvirus sind wir nicht verflucht, sondern können auch Spiele gewinnen.“

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