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Horn verteidigt Gisdol: „Wir sind als Mannschaft gefragt“


Seit inzwischen quälend langen 17 Bundesligaspielen wartet der 1. FC Köln nun schon auf einen Sieg. An Trainer Markus Gisdol liegt die Durststrecke nach Angaben von Timo Horn aber nicht. Vielmehr nahm die Keeper am Montagabend seine Mannschaft in die Pflicht, damit es im nächsten Heimspiel gegen Union Berlin mit den drei Punkten klappt. Dann will auch Horn nach seiner Verletzung aus dem Bremen-Spiel wieder auf dem Platz stehen. 

Köln – Für den Zuschauer kam die Auswechslung von FC-Keeper Timo Horn am Freitagabend in der 40. Minute gegen Werder Bremen durchaus überraschend. Doch nach einem äußerlich harmlosen Zusammenprall mit Josh Sargent konnte der 27-jährige nicht mehr weiterspielen. „Ich habe es nochmal probiert. Aber es wurde von der Muskulatur her eher schlechter als besser. Ich konnte der Mannschaft nicht mehr weiterhelfen“, erklärte Horn am Montagabend bei „100 Prozent Bundesliga“ auf NITRO.

Horn lobt Zieler nach dessen FC-Debüt

Am Montag und am Dienstag musste der Keeper nach seiner Blessur noch kürzer treten. Gegen Union Berlin will Horn aber wieder zwischen den Pfosten stehen. „Für das nächste Spiel sollte das kein Thema mehr sein.“ Durch Horns Verletzung kam am Freitag Ron-Robert Zieler zu seinem Pflichtspieldebüt im FC-Dress. Zwar wurde die Leihgabe von Hannover 96 bis auf den Elfmeter nur wenig gefordert, trotzdem zeigte der Weltmeister von 2014, dass auf ihn Verlass ist. Auch von seinem Torwart-Kollegen holte sich der 31-jährige hinterher ein Lob ab. „Er hat das sehr gut gemacht. Das ist für den Trainer auch wichtig, wenn er weiß, dass er einen guten Mann hat, den er jederzeit reinbringen kann.“

Das ist uns selbst bewusst

Gegen Werder reichte es am Ende trotzdem nicht zum Sieg. Obwohl die Geißböcke erstmals in dieser Saison in Führung gegangen waren, stand aufgrund eines neuerlichen individuellen Fehlers am Ende nur ein 1:1 auf der Anzeigetafel. „Wir müssen solche Situationen abstellen. Es ist nicht nur einer, der einen Fehler macht. Aber es ist immer mal wieder so, dass wir in solchen Situationen zu unkonzentriert sind“, forderte Horn mehr Aufmerksamkeit in den entscheidenden Szenen. Nichtsdestotrotz können die Kölner eigentlich positiv auf ihre Defensivarbeit blicken. Mit zwölf Gegentoren haben die Geißböcke im Tabellenkeller von allen die wenigsten kassiert. Zieht man dabei noch die fünf Elfmetertore ab, stünde der FC wesentlich weiter oben in der Tabelle. Daher sagt auch Horn: „Das muss der Weg für die nächsten Wochen sein. Defensiv stabil stehen und wenige Chance zulassen. So kommt man dann auch zu Punkten.“ Aus dem Spiel heraus ließen die Geißböcke auch gegen Bremen wenig bis gar nichts zu. Mit einem klaren taktischen Plan dahinter überließ die Gisdol-Elf dem Gegner den Ball und konnte dabei zusehen, wie die Werderaner damit an sich selbst verzweifelten. „Bremen ist sehr wenig eingefallen. Da muss man so ein 1:0 über die Zeit bringen“, kritisierte der Kölner Schlussmann am Montag. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Kölner selbst bis auf die Kopfball-Chance von Sebastian Andersson keine einzige wirkliche torgefährliche Szene für sich verbuchen konnten. „Dass wir unseren Offensivfußball verbessern müssen, ist uns selbst bewusst“, sagte daher auch Horn.

An Trainer Markus Gisdol liegt die inzwischen seit 17 Spielen andauernde Sieglosserie aber nach Angaben des Kölner Torhüters nicht. „Man sieht, dass der Trainer versucht Dinge zu verändern und uns neu auf die jeweiligen Gegner einzustellen. Wir sind als Mannschaft gefragt, da etwas zurückzugeben und die Punkte einzufahren, um den FC in der Liga zu halten.“ Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei dabei nach wie vor gut. „Wir versuchen das Positive rauszuziehen und als Mannschaft und mit dem Trainerteam näher zusammenzurücken.“ Viel anderes bleibt den Geißböcken in der aktuellen Situation auch nicht übrig, um nach der Länderspielpause endlich den langersehnten ersten Bundesliga-Sieg seit Anfang März zu feiern.

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