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Winter-Transfers: „Noch nicht klar, dass wir was machen“


Wird der 1. FC Köln im Winter noch einmal personell nachjustieren? Und kann er es überhaupt? Sportchef Horst Heldt hat sich am Freitag zu möglichen Winter-Neuzugängen geäußert, aber noch keine Tendenz erkennen lassen, ob der FC die Notwendigkeit dazu sieht oder überhaupt das Budget dafür haben wird. Doch der Bedarf dürfte vorhanden sein.

Köln – Diese Saison ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Auch in Sachen Transfers und Kaderplanung. Denn: Weil bereits am 2. Januar die Liga ihren Spielbetrieb nach den Feiertagen wieder aufnimmt, könnten Winter-Neuzugänge bereits ab dem 14. Spieltag eingesetzt werden. Weil am 1. Januar das Transferfenster öffnet, wäre es den Vereinen möglich, bereits einen Tag später die Neuzugänge im nächsten Bundesliga-Spiel einzusetzen – und damit noch in der heißen Phase zum Ende der Hinrunde, was in der Vergangenheit nicht der Fall war, weil die Hinrunde zumeist mit Weihnachten beendet war.

Sechs Spieltage während des Transferfensters im Januar

Ein Vorteil also für all jene Vereine, die finanziell in der Lage sein werden im Januar noch einmal nachzulegen? In jedem Fall müssen die Klub-Verantwortlichen schon jetzt alles vorbereiten, um über Weihnachten die Verträge zu schließen, damit die neuen Spieler tatsächlich am 1. Januar bei ihrem neuen Klub aufschlagen und nicht erst zum Ende der Transferperiode am 31. Januar, wenn dann bereits 19 Spieltage gespielt sein werden. Sechs Spieltage finden im Januar statt – und sie könnten auch für den 1. FC Köln mitentscheidend sein im Kampf um den Klassenerhalt. Zumindest, sofern Sportchef Horst Heldt es schafft, im Januar noch einmal personell nachzulegen.

Ob dies aufgrund der extrem angespannten Finanzlage des Klubs überhaupt möglich sein wird, ist noch offen. Zumindest erklärte dies Heldt am Freitag. „Ich möchte mich da noch zurückhalten. Wir werden den Kader genau beobachten und mit dem Trainer und dem Vorstand entscheiden, ob wir etwas machen können. Ich halte es nicht für ausgeschlossen. Es ist aber noch nicht klar, dass wir etwas machen werden.“ Trainer Markus Gisdol hatte jüngst betont, dass aufgrund der Situation im Sturmzentrum eine Verpflichtung von Joshua Zirkzee oder einem anderen Angreifer dem FC helfen würde. Doch Heldt wollte sich am Freitag nicht festlegen.

Wir dürfen nicht erst im Januar anfangen

Auch, weil ihm womöglich die Hände gebunden sein werden. Denn bekanntlich ging der FC bereits mit leeren Kassen in die Saison. Weil sich die Corona-Pandemie jedoch weiter hinzieht und Zuschauer im Stadion aktuell unmöglich macht, verliert der FC mehr Geld als im Sommer angenommen. Das macht potentiell notwendige Transfers im Winter noch schwieriger. „Wir beschäftigen uns mit möglichen Alternativen“, erklärte Heldt und machte klar, dass er seine Arbeit in jedem Fall vorbereiten müsse. „Wir dürfen nicht erst im Januar anfangen. Dadurch, dass sich der Spielplan verändert hat, sollte die Abwicklung vorher stattfinden. Es ist wichtig, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“

Womöglich hofft der FC auch darauf, dass ein oder zwei Spieler im Winter den Klub verlassen werden. Jorge Meré hat in dieser Saison noch keine einzige Bundesliga-Minute gespielt und versinkt beim FC immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. Ein eigentlich unhaltbarer Zustand für den ambitionierten Spanier. Doch um seine Person rankten sich schon viel zu viele Transfergerüchte, als dass eine Vorhersage möglich wäre. Alleine, Meré dürfte sicher ein Kandidat sei, dem der FC keine Steine in den Weg legen würde, sollte dieser die Möglichkeit bekommen es bei einem anderen Klub zu versuchen. Gleiches gilt für Christian Clemens, dessen Vertrag 2021 ausläuft und der keinen neuen Kontrakt beim FC erhalten soll. Beide Abgänge würde wohl keine relevanten Ablösesummen mehr generieren, jedoch Gehaltsspielraum frei machen für mögliche Leihgeschäfte wie im vergangenen Winter.

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