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Systemumstellung beim FC? „Sind auf alle Szenarien vorbereitet“


Der Ausfall von Ondrej Duda beim 1. FC Köln stellt nicht nur die Geißböcke vor eine Herausforderung, sondern gibt auch dem Gegner aus Leverkusen Rätsel auf. Vor dem Duell lobte Bayer-Trainer Peter Bosz die jüngsten Auftritte des FC, sieht seine Mannschaft aber dennoch gut vorbereitet und stellte auch die Besonderheit des Derbys für Youngster Florian Wirtz heraus. 

Köln – Die Rollen im 65. rheinischen Derby in der Bundesliga sind vor der Partie klar verteilt: Der FC, nach elf Spieltagen auf Rang 15, empfängt den aktuellen Tabellenführer aus Leverkusen. Damit reist die Mannschaft von Trainer Peter Bosz rein tabellarisch als klarer Favorit auf die andere Rheinseite, wenngleich die Werkself zuletzt im April 2016 drei Punkte Aus Müngersdorf mitnehmen konnte.

Sie sollten das nicht ändern

Gegen Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg hat der FC bereits gezeigt, dass sie gegen die Top-Teams der Liga Zählbares einfahren können. Auch gegen den FC Bayern München wäre den Geißböcken bei der knappen 1:2-Niederlage beinahe eine Überraschung geglückt. Für Peter Bosz kommen die starken Leistungen der Kölner gegen die vermeintlich stärkeren Teams nicht von ungefähr. „Wenn man gegen Top-Mannschaften spielt, entsteht immer ein anderes Spiel. Dann muss man selber nicht viel mit dem Ball machen, sondern kann mehr antizipieren und die Räume für Konter werden größer“, erklärte der Leverkusener Trainer. Zum aktuellen FC-Spiel sagte er: „Köln hat gerade das System geändert und spielt mit einer Fünferkette. Sie machen das sehr erfolgreich. Ich glaube nicht, dass sie das ändern sollten.“ Während sich FC-Trainer Markus Gisdol nach der Sperre von Ondrej Duda öffentlich noch nicht auf ein System festlegen wollte, konnte auch Bosz trotz seiner Empfehlung am 3-5-2 festzuhalten nur spekulieren, wie die Kölner am Mittwochabend auftreten werden. „Ich weiß nicht, wie Köln das gegen uns machen will. Es kann sein, dass sie das auch auf diese Weise machen wollen. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet“, zeigte sich der Coach, der neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Sven Bender verzichten muss, optimistisch.

Mit dabei sein wird auf Leverkusener Seite in jedem Fall Florian Wirtz. Während Bosz den 17-jährigen im Juni in Leverkusen gegen sein Ex-Verein noch zurückgehalten hatte, dürfte Wirtz am Mittwoch bei seiner ersten Rückkehr nach Köln in der Startelf stehen. „Flo ist sehr jung“, sagte Bosz. „Wenn man 17 Jahre alt ist, kommen viele Dinge auf einen zu, die man noch nicht erfahren hat. Jetzt zum Beispiel, dass er zu seinem alten Verein zurückkehrt.“ Welpenschutz gibt es für das hochveranlagte Talent gegen seinen Ex-Verein trotzdem nicht mehr. In der laufenden Saison gehört Wirtz zu den Leistungsträgern in der Bayer-Elf und konnte sowohl in der Bundesliga auch in der Europa League bereits Tore erzielen. „Ich werde ihm sagen, dass er seine Arbeit machen muss. Dann wird er seine Leistung auch wieder abrufen. Aber er muss sich fokussieren“, forderte Bosz, sagte aber gleichzeitig: „Ich habe im Hinterkopf, dass es etwas Besonderes für ihn sein wird.“

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