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„Tut uns total gut!“ Horn wird immer mehr zum Rückhalt


Der 1. FC Köln kann sich bei Timo Horn bedanken, dass der knappe 1:0-Sieg in Unterzahl gegen Mainz 05 am Ende über die Zeit gerettet werden konnte. Der Kölner Schlussmann befindet sich nach seinem schwachen Saisonstart in den letzten Wochen in bestechender Form und erweist sich damit nach längerer Zeit wieder als starker Rückhalt seiner Mannschaft. 

Aus Mainz berichtet Sonja Eich

Es lief die 85. Spielminute, als Markus Gisdol an der Seitenlinie in der Opel Arena seine Faust in den Abendhimmel reckte. Der FC hatte nicht etwa gerade das vorentscheidende 2:0 erzielt. Vielmehr hatte Timo Horn seine Mannschaft mit einer starken Parade gegen Edimilson Fernandes vor dem Ausgleich bewahrt. Schon wenige Minuten zuvor lenkte der Kölner Schlussmann einen Schuss von Robin Quaison stark über die Latte. Als Mainz anlief und in Überzahl auf den Ausgleich drängte, behielt Horn im Tor die Ruhe. Auch, als eine Flanke in der vierten Minute der Nachspielzeit in seinen Fünfmeterraum segelte, warf sich Kölns Nummer eins gegen Onisiwo in den Weg und klärte noch einmal zur Ecke.

Er hat einen wichtigen Schritt gemacht

„In so einer Situation riskiert man Kopf und Kragen. Umso schöner, dass wir heute zu Null spielen konnten“, freute sich der Keeper nach der Partie. Wie schon gegen den BVB, als Horn kurz vor Schluss mit einem starken Reflex den Schuss von Mats Hummels abwehrte und damit den Sieg festhielt, erwies sich der 27-jährige auch in Mainz in starker Verfassung. Und schon gegen Wolfsburg hatte der häufig in der Kritik stehende Torhüter gegen Weghorst und Philipp einen frühen Rückstand verhindert. In Mainz klappte es am Samstag für Horn und den FC endlich auch mit dem ersten Spiel zu Null seit Ende Februar. Nach 21 Bundesliga-Spielen in Folge mit mindestens einem Gegentor hielt Horn erstmals seinen Kasten wieder sauber.

Eine Tatsache, die auch Markus Gisdol nach der Partie sichtlich zufriedenstellte: „Endlich muss ich die Frage nicht mehr beantworten, wann wir denn mal wieder zu Null spielen“, schmunzelte der Coach. Dafür fand der 51-jährige lobende Worte für seinen Vize-Kapitän, der seit dem Ausfall von Jonas Hector die Binde trägt. „Sie dürfen gerne schreiben, dass Timo hervorragend gehalten hat. Nicht nur die drei Paraden, sondern auch, wie er mit seiner Ruhe und Gelassenheit unsere Mannschaft da hinten rausführt.“ Der Keeper habe sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison weiterentwickelt. „Er hat einen wichtigen Schritt gemacht, das tut uns total gut.“ Beim FC kann man damit nun nicht mehr nur mit der Gewissheit in Bundesliga-Spiele gehen, diese auch gewinnen zu können. Sondern seit dem 1:0 in Mainz auch mit der Überzeugung, ohne Gegentor bleiben zu können.

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